Instagram

Follow Me!

MOTIVATION TIPPS/TOOLS

5 Hinweise, dass dein Feierabend in Gefahr ist

21. Juli 2015
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinmailby feather

Von: Jana Lübben

Feierabend in Gefahr?

Ich gebe zu, es klingt einfach. Aber für folgende Erkenntnis habe ich einige Jahre gebraucht: Es ist ganz egal, wie sehr ich meinen Job mag, wie gut ich mich mit meinem Team verstehe und wie abwechslungsreich meine Aufgaben sind. Solange ich mich außerhalb der beruflichen Welt einer Sache nicht mit ebenso großem Engagement widmen kann, fällt es mir schwer, meiner Arbeit nach Feierabend ein gelassenes „Tschüss – bis morgen!“ zuzurufen. Ist mein Feierabend deshalb in Gefahr? Doch bevor wir uns auf die philosophische Reise begeben, die Frage beantworten zu wollen „Wie finde ich heraus, was mich neben der Arbeit total begeistert, erfüllt und glücklich macht?“, erzähle ich euch, welche Hinweise mir im Alltag zeigen, dass es an der Zeit ist meinen privaten Fokus mal wieder ein wenig zu schärfen.

5 Hinweise, dass dein Feierabend in Gefahr ist:

1. Der Job ist für mich Gesprächsthema Nummer 1.

Es ist ganz normal, sich mit Familie, Partner oder Freunden über den Job zu unterhalten. Er macht einen großen Teil des Lebens aus und ist somit elementarer Bestandteil des Alltags. Sich darüber auszutauschen hilft, Geschehnisse und Entscheidungen zu reflektieren.

Sollte es mir allerdings schwer fallen über andere Themen zu sprechen als über die, die mich im Arbeitskontext beschäftigen, ist die Frage, ob dies gerade eine Phase ist (zum Beispiel fordert eine besonders komplexe Aufgabe gerade meine volle Aufmerksamkeit) oder ob die Phase zum Dauerzustand wird.

Denn wenn mir über solche Phasen hinaus keine anderen Themen in den Sinn kommen, über die ich mich länger als mit ein paar Sätzen austauschen kann oder möchte, ist das auf Dauer schädlich für mich und auch mein Umfeld.

Ein erstes Hilfsmittel ist das folgende: Ich fordere mein Umfeld dazu auf, nicht mehr mit mir über berufliche Themen zu sprechen beziehungsweise diese Gespräche auf das Wesentliche und Sachliche zu reduzieren. Der Appell lautet: Lasst euch nicht auf diese Gespräche ein – erzählt mir bitte etwas anderes!

2. Ich schaffe meine privaten Erledigungen nicht.

Das kennt jeder: Neben der To-Do-Liste im Büro wird auch die private Liste der Erledigungen nicht kürzer. Einkaufen, waschen, bügeln, putzen, Steuerklärung – irgendetwas steht immer an und schwirrt mir durch den Hinterkopf. Es ist für mich nicht ungewöhnlich, bis zur letzten Bluse zu warten, bevor ich Bügeleisen oder Waschmaschine anstelle.

Merke ich aber, dass ich meine Aufgaben über einen längeren Zeitraum nicht erledigt bekomme und kleinere Erledigungen als unbezwingbare Hürden wahrnehme, ist es an der Zeit zu handeln. Aber wie? Für eine gewisse Zeit organisiere ich meinen Feierabend wie meine Arbeit: Anhand von To-Do-Listen sammele ich alle meine Aufgaben, Vorhaben und Deadlines zusammen und verschaffe mir einen Überblick. Und um den Umfang der Aufgaben nicht so furchteinflößend erscheinen zu lassen, teile ich als nächstes jedes Thema in möglichst kleine Aufgabenpakete ein. Denn diese kleinen Schritte flößen weniger Angst ein als die große böse Mammutaufgabe. Wichtig ist zudem, dass ich mir nicht zu viele Vorhaben auf einmal einplane. Im besten Fall verteile ich meine Vorhaben im Voraus auf die ganze Woche.

3. Die Arbeit hat wesentlichen Einfluss auf meine Gesamtstimmung.

Im Laufe meiner ersten Arbeitserfahrungen habe ich gelernt, dass ich mit dem Job glücklich werde, mit dem ich mich persönlich identifizieren kann. Das hat zur Folge, dass ich mit meinem Job immer auch emotional verbunden sein werde. Oft habe ich mich gefragt: Ist das nun gut oder schlecht? Inzwischen weiß ich, dass diese emotionale Identifikation einen großen Teil meines beruflichen Erfolgs ausmacht.

Allerdings ziehe ich die Grenze zwischen Büro und Zuhause nicht immer klar genug. Das merke ich daran, wenn ich über Aussagen von Kollegen oder Kunden sehr lange nachdenke und darüber grübele, wie ich in welcher Situation hätte anders reagieren können. Was hier hilft? Wahrscheinlich nur die Antwort auf die philosophische Frage, die ich eingangs erwähnte (zur Erinnerung: „Wie finde ich heraus, was mich neben der Arbeit total begeistert, erfüllt und glücklich macht?“). Ich verspreche euch: An der Antwort bin ich dran.

4. Ich kann nicht einschlafen oder schlafe schlecht.

Wälze ich meine Probleme von der Arbeit auch zuhause, wirkt sich das schnell auf mein Schlafverhalten aus. Denn gerade abends oder nachts erscheinen viele Gedanken noch schwerer, noch dunkler und noch furchteinflößender als sie tatsächlich sind.

Aber ich verrate euch ein Geheimnis: Von dieser Grübelei habe ich in meinem ganzen Leben noch kein Problem gelöst!

Um mich der lästigen nächtlichen Gedanken zu entledigen, hilft mir der Griff zum Stift: Mit parat gelegtem Notizblock (zum Beispiel diesen hier) notiere ich meine Gedanken und To-Dos, die mir durch den Kopf schwirren. Am nächsten Tag, bei Tageslicht, sind viele dieser Gedanken schon nicht mehr ganz so düster oder können direkt mit in die Tagesplanung integriert werden.

5. Wenn ich frei habe, fällt es mir schwer meine Freizeit zu füllen.

Es klingt schon wieder ganz einleuchtend: Verbringe ich viel Zeit bei der Arbeit, verbringe ich wenig Zeit in meiner Freizeit. Und je weniger Zeit ich in meiner Freizeit verbringe, desto weniger bin ich daran gewöhnt welche zu haben. Wieso ist es dann so schwer genau das zu vermeiden?

Je weniger Freizeit ich habe, desto schwerer fällt es mir, diese freie Zeit sinnvoll zu nutzen. Vielmehr fallen mir die tollen Ideen immer dann ein, wenn ich eigentlich keine Zeit habe.

Daher lautet die Devise auch hier: Aufschreiben! Was wollte ich schon immer ausprobieren? Was schiebe ich seit langer Zeit vor mir her? Das können kleinere Erledigungen oder Rezepte sein, die ich schon immer nachkochen wollte. Oder Besuche bei den Menschen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Auch Reiseziele gehören auf die Liste oder Sportarten, die ich immer schon einmal ausprobieren wollte. Und wenn die freie Zeit dann da ist, muss ich mich nur noch entscheiden können, was ich umsetzen möchte. Bei mir war das zuletzt ein Surfurlaub in Portugal, den ich schätzungsweise sieben Jahre vor mir hergeschoben habe.

Erkennt ihr euch in den Punkten wieder? Habt ihr weitere Tipps für den Start in einen gelassenen Feierabend? Ich freue mich auf euren Input!

Eure Jana

Bildquelle: © Jana Lübben

Lust auf unseren Newsletter?

Was Dich auch interessieren könnte:

Facebooktwitterinstagramby feather
  • Reply
    Von der Suche nach dem Glück - FIELFALT
    1. September 2015 at 19:17

    […] meinem letzten Blogpost habe ich die philosophische Frage aufgeworfen, wie man herausfinden kann, was einen neben der Arbeit total begeistert, erfüllt und glücklich mach…. Dazu gab es das Versprechen, dass ich an der Antwort dran bin. Und […]

  • Reply
    FORGESTELLT: Lea Vogel, Life Coach
    24. November 2015 at 21:27

    […] einem meiner letzten Fielfalt-Blogartikel habe ich die Frage 
aufgeworfen, wie man herausfinden kann, was einen neben der Arbeit total begeistert, erfüllt und glücklich mach…. Welche Antwort hast Du auf diese Frage? […]

Leave a Reply