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Ab wann bin ich eigentlich fit?

28. Juli 2016
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Gastbeitrag von Tina Stavemann, Aquamondo

Ab wann bin ich eigentlich fit?

Bin ich fit, wenn ich 50 Treppen ohne Schnaufen laufen kann? Oder, wenn ich nicht mehr als 75kg bei 1,70m Körpergröße auf die Waage bringe? Wenn ich 3 km am Stück schwimmen kann oder 2x pro Woche eine Stunde joggen gehe? Oder, wenn ich Frutarier bin?

„Survival of the Fittest“

Der Begriff „Fitness“ wird in Deutschland oft mit den Begriffen „Sportlichkeit“ oder „gut trainiert sein“ gleichgesetzt und fällt dann in einem Atemzug mit dem Zitat von Herbert Spencer vom „Survival of the Fittest“. Den meisten Moralaposteln ist jedoch nicht bekannt, dass die korrekte Definition von Fitness mit dem Überleben der Stärksten nichts zu tun hat. Fitness bedeutet das „Überleben der Angepasstesten“.

Und sobald du diese Definition anwendest, sind plötzlich die vermeintlich Unsportlichen die Fittesten. Denn sie passen sich den Gegebenheiten unserer Gesellschaft am besten an. Ob sich das für den Einzelnen gut oder schlecht anfühlt, steht erst einmal auf einem anderen Blatt.

Noch vor30 oder 40 oder Jahren hatten wir mit dem Thema Bewegungslosigkeit nichts am Hut. Unsere Eltern hatten teils körperlich sehr anstrengende Arbeitsaufgaben, nicht jeder konnte sich ein Auto leisten, wir Kinder wurden zum Spielen auf der Straße frei gelassen und Computer gab es nur in den allerwenigsten Haushalten. Jeder hat seine 10.000 Schritte täglich locker untergekriegt.

Zwischen Kita, S-Bahn, Meeting und Psycho-Stress

Heute sieht das oft ganz anders aus: Aus vielen von uns sind Kopfarbeiter geworden. Wir brüten Ideen sitzend am Computer aus – wie die Henne auf dem Ei. Zur Arbeit nehmen wir teils 2-3 Stunden Fahrtweg in öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto in Kauf – nicht, weil uns das Spaß macht, sondern weil sich Arbeit immer mehr in Ballungsräumen zentriert. Nicht mitzuspielen ist keine Option.
Unsere Welt dreht sich schneller und schneller – Stress ist an der Tagesordnung.

Und weil wir alle so schön unter Strom stehen, machen wir uns selbst und denen, die nicht in unser Bild der perfekten Arbeitsbiene passen, noch ein wenig Feuer unterm Arsch. Das Ziel: Der perfekte Beach-Body.

Als ob es nicht schon Erfolg genug ist, im Alltag zwischen Kita, Meeting, Kollegen-Vertretung, erfüllender Partnerschaft und ordentlich geschnittenen Haaren, fünf Bahnen im Schwimmbad unter einen Hut zu kriegen. Nein! Wir brauchen erst den perfekten Körper, bevor wir die Pforten der Glückseligkeit durchschreiten dürfen. Echt jetzt? Wer hat sich diesen Quatsch eigentlich ausgedacht?

Fit versus unangepasst

Fit bist du also genau JETZT! Weil du dich an deine individuellen Begebenheiten perfekt anpasst und das Spiel deiner Umwelt mitspielst. Damit meine ich auch, dass du nicht darauf hörst, was sich für deinen Körper und deine Seele wirklich gut anfühlt.
Egal, ob das bedeutet, das Sporttraining erst einmal zu starten oder es wieder einzuschränken.

Hast du Lust jeden Tag auf dem Crosstrainer zu stehen? Erfüllt es dich mit Begeisterung?
Fühlst du dich ausgeglichen, wenn du für 10.000 Schritte fünf Wochen brauchst?
Willst du dir wirklich von den 14jährigen Pickel-Boys den Spaß im Schwimmbad verderben lassen?

Wie angepasst oder nonkonform du leben willst, entscheidest Du! Und niemand hat das Recht, daran zu rütteln.

Bildquelle:  Ashley Schweitzer / minimography.com

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