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Liebe auf Distanz – Ablenkungsstrategien für den Sonntagabend

27. September 2015
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Liebe auf Distanz?

Sonntagabend. Du stehst am Bahngleis und winkst dem Zug hinterher, schließt die Haustür hinter ihm oder schaust ihm hinterher, wenn er Richtung Flughafen Security läuft. Ein letzter Blick, ein gezwungenes Lächeln, glasige Augen, einmal schlucken – umdrehen, weglaufen! Damit er die Tränen nicht sieht, damit man es dem Anderen nicht noch schwerer macht als es sowieso schon ist. Und um sich selbst abzulenken und etwas anderes zu fühlen als den tausendsten Abschied. Liebe auf Distanz – das Dilemma einer Fernbeziehung.

So spielt es sich jeden Sonntagabend an hunderten Flughäfen und Bahnhöfen ab. Die Fernbeziehungsgeplagten verabschieden sich nach einem viel zu kurzen Wochenende wieder bis zum nächsten Freitag. Was dann kommt, ist jedes Mal das Tal der Achterbahnfahrt. Man fährt alleine nach Hause, noch die Stimme des anderen im Ohr. Die Erlebnisse des Wochenendes, die gesagten Worte, die Gefühle, die gemeinsam verbrachten Stunden ziehen am inneren Auge vorüber. Man plant das Wiedersehen, überlegt sich was man Besonderes machen könnte. Ist vielleicht sauer auf die Zickigkeit am Freitagabend, auf den Streit am Frühstückstisch. Hinterfragt mal wieder alles oder ist bestärkt in seiner Liebe.

Dann schließt man die Haustür auf und läuft in diese fiese Stille hinein. Vielleicht steht sein Glas noch auf dem Tisch oder sein T-Shirt hängt noch über dem Stuhl. Er ist präsent aber trotzdem nicht da. Jetzt heisst es, die nächsten Stunden zu überstehen, bis man sich wieder in eine Arbeitswoche voller Ablenkungen stürzen kann.
Ich wollte wissen, wie man mit sowas umgehen kann und habe mich umgehört bei denen, die sich jede Woche wieder aufs Neue für ihren Partner entscheiden und aus einem komischen Sonntagabendgefühl etwas Positives ziehen (lieben Dank an dieser Stelle für euren Input!). Herauskristallisiert haben sich dabei folgende Ablenkungsstrategien:

Telefonieren
Mann weg – Freundin ans Telefon! Sonntagabend entspannt über die Woche philosophieren, den neusten Klatsch austauschen und erzählen, worauf man sich die kommenden Tage freut. Unter Umständen lässt sich hier auch der Frust über den Liebsten und das mehr oder weniger gelungene Wochenende abladen. Ungestört und stundenlang mit jemandem zu reden, den man die letzten drei Tage sicher vernachlässigt hat, fühlt sich wunderbar an. Und im Anschluss ist der Liebste sicher auch schon Zuhause angekommen und für ein Gute-Nacht-Telefonat zu haben 😉

Bügeln
Bügeln??? Ja, Bügeln. Eine monotone Tätigkeit beruhigt ungemein, man kann nebenbei entspannt den Fernseher laufen lassen und das Gefühl, etwas weggeschafft zu haben. Aufräumen hilft auch. Man sitzt nicht untätig rum sondern tut etwas Sinnvolles und muss sich dann den Rest der Woche nicht mehr damit beschäftigen. (Beste Beschreibung hierfür war übrigens der Input einer lieben Freundin: „Spuren entfernen!“ Räumt alles aus dem Weg, was euch an die gemeinsamen Stunden erinnert.)

Beautyabend
Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt für qualitativ hochwertige „Me Time“. Keiner klopft an die Tür, keiner nervt, es gibt keine Ablenkungen. Also ab in die Badewanne, Maske ins Gesicht und all die verpassten Lieblingsserien vom Wochenende nachholen. Dadurch genießt man das Alleinsein regelrecht UND startet auch noch ausgeruht in die neue Woche.

Sport
Wann hat man schon mal Zeit, ohne Druck durch den Wald zu joggen oder an den Schwimmbadbesuch noch die Sauna ranzuhängen?

„Wenn er Sonntags mal früher fährt, gehe ich total gerne Sonntagabend noch ins Schwimmbad und ziehe ein paar Bahnen, danach ist man tot müde und schläft quasi wie von selbst ein. Wenn man abends nicht mehr motiviert ist, einfach direkt früh ins Bett kuscheln. Montagmorgen 6:00 Uhr raus aus dem Bett und eine Runde laufen. So startet man energiegeladen und gut gelaunt in eine Arbeitswoche und hat schon was für sich und seinen Körper getan bevor man Zeit und Energie der Woche in die Arbeit steckt.“

Ziel ist es, den Sonntagabend für sich zu nutzen, statt Trübsal zu blasen. Um als Paar zu funktionieren ist es essentiell, mit sich selbst zufrieden sein zu können – auch bei einer Liebe auf Distanz. Und wieso üben wir das nicht einfach jeden Sonntagabend?

Welche Ablenkungsstrategien nutzt ihr, wenn der Liebste sich mal wieder verabschiedet hat? Lasst mir doch einen Kommentar zu „Liebe auf Distanz – Ablenkungsstrategien für den Sonntagabend“ da 🙂 Das nächste Mal dreht sich alles um die Dinge, die man am Sonntagabend definitiv vermeiden sollte, um nicht in ein tiefes Loch zu fallen!

Eure Jenny

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