Instagram

Follow Me!

PORTRAITS Weitere Beiträge

FORGESTELLT: Anna Milaknis, Glitzerfan, Design Thinkerin und Gründerin

24. August 2016
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinmailby feather

Anna Milaknis: „Schnell ausprobieren, früh scheitern und anpassen. Handeln anstatt zu diskutieren.“

Wir freuen uns heute Euch Anna Milaknis vorzustellen, Glitzerfan, Design Thinkerin und Grüderin ihrer eigenen Beratung in München! Neben ihrem Umzug, ihrem Sprung in die Selbständigkeit und ihrem Projekt #friendslist, ist Anna ein Freund von Herausforderungen! Ihr Tipp: „Sagt auch einfach einmal „Ja!“ zu Herausforderungen, auch wenn ihr im Moment noch gar keine Ahnung habt, wie ihr die Sache schaffen sollt.“

Liebe Anna, welche 3 Worte beschreiben Dich am Besten?

Anna: Design Thinkerin, Ideenfeuerwerk und Glitzerfan

Wie startest Du am Liebsten in den Tag? Und wie sieht ein typischer „Alltag“ für Dich aus?

Anna: Am liebsten starte ich mit dem 7am Club in den Tag. Das ist eine Webkonferenz, bei der wir zusammen meditieren und wunderbaren Input von (der Gründerin) Laura Seiler bekommen.

Glitzerfan, Design Thinkerin und Gründerin – wie bringst Du das alles beruflich unter einen Hut;)?

Anna: Als Design Thinking Beraterin kann ich alles sein. Ich helfe Firmen neue, kreative und nutzerzentrierte Produkte und Lösungen in Workshops zu entwickeln. Mein Job ist das kreative Selbstbewusstsein, das jeder in sich hat, auch im professionellen Umfeld zurückzuerobern. Dabei hilft es, Glitzerfan zu sein und sich selbst und seine Ideen nicht zu wichtig zu nehmen. Erst dann wird es richtig spannend!

Mit openmjnd hast Du ein Unternehmen für Innovationsberatung und Coaching mitgegründet. Was sind deine aktuellen Pläne und deine Vision?

Anna: openmjnd habe ich zwei Jahre lang mit aufgebaut. Durch meinen Umzug nach München baue ich hier mein eigenes Beratungsgeschäft und Onlinebusiness mit dem Schwerpunkt Design Thinking auf. Ich möchte selbst Fachliteratur über die Methode produzieren. So kann ich Menschen, die selbst Design Thinking in ihrem tristen Arbeitsalltag anwenden wollen, Tools und Wissen an die Hand geben. Jeder kennt endlose Meetings, bei denen um den heißen Brei herumgeredet wird. Am Ende wird die Idee gewählt, die der Chef reingeworfen hat. Ich möchte mit meinen Produkten in Zukunft diesen Menschen eine feste Methode an die Hand geben, um strukturiert und in kurzer Zeit Ideen zu entwickeln. Und zwar Ideen, die ihren Nutzer wirklich das Leben erleichtern.

Wie schaffen wir Innovation und wie unterstützt die Methode Design Thinking darin? Was ist Design Thinking überhaupt?

Anna: Design Thinking ist eine Innovationsmethode, die Empathie, Kreativität und Logik verbindet und hilft, Lösungen zu finden. Das Wichtigste: Im Fokus steht immer der Nutzer.

Dabei arbeiten Menschen aus verschiedenen Abteilungen, mit unterschiedlichen Ausbildungen und Interessen zusammen. Das Team arbeitet meist im Stehen in einem flexiblen Kreativraum. An den Wänden hängen Whiteboards voller Post-Its. Für schnelle Nutzertest gehen wir auch einmal kurz raus in die Fußgängerzone.

Die Methode beinhaltet die besten Start-Up Prinzipien: Schnell ausprobieren, früh scheitern und anpassen. Wir handeln anstatt zu diskutieren.

Innovationen sind in vielen deutschen Unternehmen immer noch technologisch getrieben. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung entdeckt eine neue Technologie und das Business muss sich anschließend überlegen, wie es dieses Produkt in den Markt drückt.

Design Thinking startet von der anderen Seite: Wir schauen zuerst, was Menschen brauchen und welche Bedürfnisse sie haben. Aus den Bedürfnissen der Nutzer entstehen mit Brainstorming Ideen. Anschließend wählen wir die Technologie und ein sinnvolles Geschäftsmodell. So wird manipulierendes Marketing überflüssig, da der Nutzer genau das bekommt, was er braucht.


Anna Milaknis: „Schnell ausprobieren, früh scheitern und anpassen. Wir handeln anstatt zu diskutieren.“


Wie bist Du selbst zu diesem Thema gekommen und was fasziniert Dich daran?

Anna: Während meiner Studienzeit fiel ein Seminar aus und Freunde fragten mich, ob ich zu einem Design Thinking Workshop mitkommen wolle. Der Workshop hat mich dann so umgehauen, dass ich seit diesem Tag mit dem Design Thinking Virus infiziert bin. Zwei Wochen später war der Anmeldeschluss für die School of Design Thinking am HPI in Potsdam. Ich habe mich spontan beworben, das Bootcamp überlebt und es folgte eine einjährige Ausbildung in der besten Schule der Welt.

Das Faszinierende an Design Thinking ist für mich, dass die Grundprinzipien so einfach sind und es vielen Unternehmen doch so schwer fällt, sie anzuwenden. Den Nutzer befragen, Dinge auszuprobieren und zu verbessern, im Team gemeinsam an Ideen arbeiten – das sind keine Weltneuheiten und trotzdem haben Konzerne dieses Verhalten verlernt. Ich sage: Traut euch wieder ihr selbst zu sein. Raus aus den Anzügen, rein in das wilde Brainstorming!

Was war der Auslöser dass Du dich selbständig gemacht hast und welche Tipps kannst Du anderen in Bezug auf eine Unternehmensgründung mitgeben?

Anna: Damals wollten wir einfach nur Design Thinking machen. Wir haben schon zusammen Workshops organisiert, bevor es einen offiziellen Namen gab. Mir war überhaupt nicht klar, dass ich mich auch als Design Thinkerin anstellen lassen konnte. Direkt nach dem Studium hatten wir nicht viel zu riskieren. Wir haben einfach losgelegt, immer mit der Einstellung: Wir probieren das jetzt und wenn es nicht klappt, haben wir wenigstens etwas gelernt. Rückblickend hat das ziemlich gut funktioniert. Daher kann ich euch ans Herz legen Dinge anzupacken, auch wenn sie noch nicht perfekt sind. Seid selbstbewusst und sagt auch einfach einmal „Ja!“ zu Herausforderungen, auch wenn ihr im Moment noch gar keine Ahnung habt, wie ihr die Sache schaffen sollt.

Mit meinem Neustart in München ist es ähnlich. Design Thinking Beratung kann ich jetzt. Ich habe ziemlich viel Respekt vor meinem neuen Vorhaben, aber ich habe gelernt: Die Dinge, vor denen ich etwas zurückschrecke, sind diejenigen, die mich weiterbringen.


Anna Milaknis: „Daher kann ich euch ans Herz legen Dinge anzupacken, auch wenn sie noch nicht perfekt sind. Seid selbstbewusst und sagt auch einfach einmal „Ja!“ zu Herausforderungen, auch wenn ihr im Moment noch gar keine Ahnung habt, wie ihr die Sache schaffen sollt.“


Welche Herausforderungen begegnen dir immer wieder und wie bewältigst du diese?

Anna: Da ich noch recht jung bin, werde ich manchmal für die Praktikantin gehalten. Das ist lustig, wenn die Teilnehmer merken, dass ich dann den Workshop moderiere und sie in einer neuen Methode coache. Ich bereite mich immer auf Termine vor, höre den Menschen sehr gut zu, denke mit und gebe Feedback. Dabei habe ich immer den Erfolg des Projektes im Fokus.

Bist Du auf Knopfdruck innovativ und kreativ oder welche Tipps kannst Du anderen geben, die Kreativität zu stärken?

Anna: Ja, schon. Ich kenne einfach die Palette an Knöpfen, die ich drücken muss, um kreative und innovative Ideen zu entwickeln. Dafür muss man nicht ein besonders kreativer Mensch sein. Diese Fähigkeit steckt in jedem von uns!

Mein Tipp: Wenn ihr bei einem Problem nicht weiterkommt, fragt die Nutzer. Erst wenn ihr das eigentliche Problem gefunden habt, beginnt das Brainstorming. Beim Brainstorming ist es wichtig, wirklich alle Ideen, die im Kopf stecken, aufzuschreiben und gar keine Kritik oder Bewertung zu äußern. Fragt euch: Wie würde Wonderwoman dieses Problem lösen? Was kann ich von anderen Branchen lernen?

Und nun zu Dir ganz persönlich: Was willst Du diesen Sommer wagen?

Anna: Dieser Sommer ist der Sommer der Herausforderungen! Vor meinem Umzug nach München haben mir Freunde und Familie 32 schöne und aufregende Aufgaben gestellt, die ich bewältigen muss. Dieses kleine private Projekt heißt #friendslist. Jeder kann per Instagram unter anan.liebe folgen.

Mein Learning bisher: Nichts ist so schwer, wie es auf den ersten Blick aussieht. Eine Freundin hat sich bereits anstecken lassen und sammelt unter #mommylist Herausforderungen für die Elternzeit. Ich wünsche mir, dass so viele Leute wie möglich ihre Ängste überwinden und mit jeder Challenge stärker und mutiger werden. Es lohnt sich, sowohl privat als auch beruflich.

Vielen Dank liebe Anna!

Bildquelle © Maximilian Virgili

Registriere Dich jetzt in unserer Online-Community und teile deine persönlichen Erfahrungen und dein wertvolles Wissen mit tollen, wissbegierigen Frauen:

Hier entlang!

Facebooktwitterinstagramby feather

    Leave a Reply