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FORGESTELLT: Annette Mützel, Vorstandsvorsitzende vom Frauennetzwerk-FOODSERVICE

27. Oktober 2016
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Annette Mützel

Vorstandsvorsitzende vom Frauennetzwerk-FOODSERVICE & Inhaberin von foodservice solutions

Weiblich, erfahren und erfolgreich trifft weiblich, zielstrebig und willensstark. Im Rahmen des Cross-Mentoring-Programms, Frauennetzwerk Foodservice, leisten Top-Managerinnen der Profi-Gastronomie und Ernährungswirtschaft jungen aufstrebenden Frauen der Branche Unterstützung in Sachen Karriereplanung.

Erklärtes gemeinsames Ziel: Mehr Frauen an der Gastro-Führungsfront.

Liebe Annette, ich hoffe es ist in Ordnung wenn wir uns duzen!? Ich freue mich sehr darüber, dass wir uns als zwei Frauennetzwerke gegenseitig unterstützen und das Ziel, Frauen zu fördern, jeweils und gemeinsam voranbringen. Was bedeutet für dich spontan gesagt FIELFALT? Verbindest du etwas damit?

Annette: FIELFALT bedeutet für mich: Verschiedenheit, Unterschiede, Mischungen, ein „Potpourri“, vielseitiger bunter Mix, „ein Kessel Buntes“.

Wie würdest du dich selbst für einen ersten Eindruck deiner Persönlichkeit in nur 3 Worten beschreiben?

Annette: Neugierig, kommunikativ, zuverlässig.

Wie sieht dein beruflicher Werdegang in Kurzform aus? Was waren dabei ausschlaggebende oder schwierige Entscheidungen, die du getroffen hast?

Annette:

  • Ausbildung im Hotelfach: um Stewardess zu werden (viel Reisen)
  • danach Studium Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften: um Lehrerin zu   werden (viele Ferien und Wunsch der Eltern)
  • in den Semesterferien in der Gastronomie gearbeitet (lebendig)
  • bei einem Job in Berlin wurde ich auf ein Traineeship/ Fast Track Programm für Burger King (hatte damals keine Ahnung wer das ist) in Madrid angesprochen.

Ausschlaggebende Entscheidung war JA zu sagen: Mein Start in der Markengastronomie  und die beste Ausbildung in Miami, Chicago und Denver.

Nächste ausschlaggebende Entscheidung war: Das Angebot von IKEA, „Food- Verantwortliche für Deutschland“ zu werden, anzunehmen.

Auch das Angebot, auf „Karriere im Einrichtungshaus IKEA“ umzusteigen, nach 6 Jahren Gastronomie abzuschlagen war eine Entscheidung – ich blieb der Gastronomie treu.

Und die beste Entscheidung kommt zum Schluss: In einer Branche zu bleiben  –  zwar in unterschiedlichsten Unternehmen und Positionen  –   dadurch konnte ich mir national und international ein hervorragendes Netzwerk in der Food Branche aufbauen.

Woher kommt die Hingabe zur Ernährungswirtschaft und wann hast du angefangen dich in dieser Branche für Frauen zu engagieren?

Annette: Ich wollte schon immer die Welt kennenlernen, durch meine vielseitigen Jobs im Food Bereich war ich schon früh international unterwegs. Diese Branche ist nie langweilig, immer wieder gibt es Neues zu entdecken. Die Branche ist lebendig, unterhaltsam und wie auch in der Mode gibt es immer wieder neue Trends.

In all meinen Positionen hatte ich immer ein gutes Team um mich, Frauen und Männer.

Ich habe schon immer gerne junge Talente gefordert und gefördert. Ob männlich oder weiblich. Allerdings waren die Frauen immer „schüchterner“ wenn es darum ging Karriere zu machen und sich etwas zu getrauen. Deswegen habe ich engagierte junge Frauenschon immer unterstützt und gefördert.

Wie genau ist die Idee von Frauennetzwerk-FOODSERVICE entstanden und wie habt ihr mit dem Aufbau des Netzwerks begonnen?

Annette: Auf einem Branchentreffen 2010 in Hamburg waren fünf Frauen mit der damaligen Key Account Managerin von Coca-Cola zusammen und die Idee eines Frauennetzwerks war geboren. Zunächst haben wir uns nur in kleiner Runde zum Austausch getroffen, nicht großartig organisiert. Erst als wir einen Vorstand gewählt haben kamen Struktur, Leitsätze und Visionen dazu.

Welches Ziel verfolgt das Netzwerk allgemein und was genau bietet ihr euren Mitgliedern? Verfolgt ihr eine Vision?

Annette: Das Frauennetzwerk-FOODSERVICE setzt sich seit 2010 aktiv für mehr weibliche Führungskräfte in der Gastronomie- und Ernährungs- Branche ein. Die Idee des Netzwerks wurzelt im Wesentlichen in der Tatsache, dass die Foodservice Branche für Frauen durchaus ein interessantes Berufsfeld darstellt, Frauen in Führungspositionen dort jedoch nach wie vor deutlich unterrepräsentiert sind. Ziel ist es, durch einen intensiven fachlichen Austausch, gezielte Förderprogramme und Angebote dazu beizutragen, dass mehr Frauen den Sprung in das Management und die Führungspositionen schaffen.

Welche Netzwerk-Veranstaltungen kannst du unserer Community weiterempfehlen, welche du selbst jedes Jahr gerne wieder besuchst, weil sie einfach inspirierend und wertvoll sind?

Annette: Auf jeden Fall unser jährliches Frauenforum- FOODSERVICE in Frankfurt: eine tolle Plattform für einen Austausch mit Frauen aus der Branche.

Gab es in deinem Leben bestimmte Situationen, Hürden oder Herausforderungen, welche dir im ersten Schritt schwergefallen sind, dich jedoch langfristig sehr viel weitergebracht haben?

Annette: Der Schritt in die Selbstständigkeit war nicht einfach. Aus einer sicheren, gut dotierten Position den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen. Aber ich wollte aus persönlichen Gründen keinen zweiten Wohnsitz mehr und außerdem hatte ich keine Lust mehr auf große Firmenpolitik, langatmige Meetings mit viel Blablabla. Wo am Ende nichts bei rauskommt. Ich bin super zufrieden und auch stolz auf mich, dass ich diesen Schritt gegangen bin.

Es macht Spaß, ich bin mehr selbstbestimmt.  Ich gestalte meinen Tag, mein Leben.

Ich lerne immer wieder neue, interessante Menschen kennen, neue Konzepte, ganz unterschiedliche Projekte. Nichts ist langweilig. Kein Tag ist wie der andere.

Hast du ein persönliches Vorbild? Und wenn ja, wer und in welcher Hinsicht?

Annette: Ein Vorbild habe ich nicht.  Ich finde verschiedene Menschen großartig, weil sie eine tolle Idee hatten und diese ganz klar umgesetzt haben, wie zum Beispiel Ingmar Kamprad (IKEA Gründer) und Howard Schultz (Starbucks Gründer).

Aus welcher Quelle schöpfst du deine Kraft für deinen Alltag?

Annette: Ich lebe seit vielen Jahren mit einem phantastischen Partner zusammen (seit einem Jahr sind wir verheiratet).  Wir sind gerne im Rheingau unterwegs, ob mit Fahrrad, zu Fuß, auf der Vespa oder im Cabrio. Ich reise gerne, sitze gerne in Straßencafés, ob in Berlin, Amsterdam oder Lissabon und genieße das Leben und den Moment.

Das sind sehr schöne Worte zum Abschluss. Herzlichen Dank Annette!

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