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Auslandsaufenthalt – was spricht dagegen?

16. Mai 2016
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So viele schwärmen immer von einem längeren Aufenthalt im Ausland – ob als Auslandssemester, Praktikum, Au Pair oder ähnliches. Ich selbst war lange nicht so überzeugt davon, habe es aber dann doch gewagt für ein Semester nach Madrid zu gehen. Zu Beginn meines Masterstudiums habe ich mich beworben und circa ein dreiviertel Jahr später war es dann so weit. Mein Auslandssemester war eine aufregende, lustige und irgendwie entspannte Zeit mit vielen Höhen und Tiefen und ich kann es jedem empfehlen. Dennoch gibt es auch Argumente, die gegen einen Auslandsaufenthalt sprechen – hier am Beispiel Auslandssemester erläutert.

Nachteil 1: Bewerbungsaufwand

Zunächst einmal muss man sich für ein Auslandssemester bewerben und das in der Regel schon mindestens 1 Jahr vorher. Das Verfahren an sich ist sicher von der jeweiligen Hochschule/Organisation abhängig. Ich musste ein paar Formulare ausfüllen und ein Motivationsschreiben verfassen. Zudem konnte ich meine drei Wunschländer/Städte angeben. Wenn es blöd läuft, so wie bei mir, bekommt man zwar eine Zusage, aber nicht für die gewünschten Länder und darf sich dann aus den „Resten“ etwas aussuchen. In meinem Fall war das nicht schlimm, aber man muss da schon ein bisschen flexibel sein.

Nachteil 2: Kosten

Als ERASMUS-Student bekommt man zwar einen Anteil für das Auslandssemester bezahlt (abhängig von der Stadt bzw. dem Land, in dem man das Semester verbringt), aber das reicht in der Regel nicht, um davon alles bezahlen zu können. Es fallen also unter Umständen mehr Kosten an als in der Heimat, da im jeweiligen Land Mieten und Lebenshaltungskosten höher sein können als in Deutschland.

Nachteil 3: Zeitverlust

Fremde Sprache, anderes Studiensystem, verschlossene Kommilitonen, seltsame Dozenten – das alles kostet Nerven und Zeit. Möglicherweise schafft man nicht so viele Credits, wie wenn man in Deutschland studiert hätte. So kann es passieren, dass man ein Semester dranhängen muss, um Vorlesungen nachzuholen und fehlende Credits für den Abschluss einzusammeln.

Nachteil 4: Heimweh

Ein bisschen Heimweh ist sicherlich normal. Eine gewohnte Umgebung mit Menschen, die man gut kennt und die einen selbst gut kennen, gibt jedem von uns sicherlich Sicherheit und Geborgenheit. Durch die Distanz und den „Kulturschock“ in der ungewohnten Umgebung kann das Heimweh schnell zum täglichen Begleiter werden. Zweifel kommen auf und alles stresst nur noch. Hilfreich ist es sicherlich, diese Gefühle anzusprechen und offen damit umzugehen. Dann kann man hoffentlich schnell wieder die Zeit genießen – denn die geht am Ende doch schneller vorbei als gedacht!

Ein Auslandsaufenthalt ist nicht nur toll, sondern bringt auch Nachteile mit sich. Am Ende liegt die Entscheidung dafür oder dagegen natürlich bei jedem selbst. Ich finde es aber wichtig auch mal einige negativen Dinge anzusprechen und hoffe, dass euch das helfen konnte – falls ihr gerade über einen Auslandsaufenthalt nachdenkt.

Eure Laura

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