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Das Rollenverständnis der Frau

30. April 2016
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Das Rollenverständnis der Frau?

Ich denke wir sind uns in der Regel einig darüber, dass wir Frauen nicht wie Männer zu führen haben und auf der Suche nach unserem eigenem Führungsstil sein sollten. Insgesamt sehe ich es mit sehr positiven Gefühlen, dass in Zukunft oder bereits jetzt schon Frauen ihrem „guten Instinkt“ vertrauen und ihren eigenen Stil bilden. Das ist ganz wunderbar, denn wenn wir uns mal dem zweiten Kapitel von Sheryl Sandberg zuwenden, die in „Lean In“ schreibt, welchen Rollenprofilen wir uns als Frauen gegenübersehen, ist es recht überraschend, dass bereits viele Frauen es geschafft haben diese Hürde zu nehmen. Warum? Nun, sicher werden wir mit diesen Vorurteilen gar nicht so stark durch die Welt laufen, aber wenn Frau liest, dass es von ihr bzw. uns erwartet wird, dass wir uns immer um andere kümmern – uns selbst vor anderen zurücknehmen, um anderen den Vortritt zu lassen, dann kann ich mir persönlich sehr gut vorstellen, wie viele diese Vorurteile bzw. diese Rollenprofile von Frauen in ihren Köpfen mit sich herumtragen. Ihr nicht? Ich denke, dass es vielen auf jeden verständlich erscheint, mit welchen Rollenprofilen wir automatisch ausgestattet werden. Was jedoch nicht bedeutet, dass man sich diesen einfach hingeben sollte!

Nehmen wir die Mutterrolle, diese nehmen wir auf jeden Fall automatisch ein. Neben anderen Punkten, die dadurch beeinflusst werden, wie bspw. die Bezahlung ist es für Führungskräfte, die unternehmerisches Denken in sich haben dieses Bild zu entkoppeln von Frauen. Es geht hierbei gar nicht darum zu hinterfragen, ob eine Entkopplung des ganzen stattfinden soll, sondern schlichtweg um die Tatsache, wie traurig es ist, dass man von vornherein auf schwierigere Umstände treffen wird als ein Mann, weil automatisch dieses Rollenbild mit einem selbst verknüpft wird, solange man sich im „gebärfähigen“ Alter befindet. Allein diese Tatsache finde ich schon wirklich traurig, aber Sheryl Sandberg weist noch auf ganz andere Punkte hin. Da Frauen in der Regel wie bereits zu Beginn geschrieben eher die Eigenschaft besitzen sich um andere zu Sorgen, als sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, wird es automatisch eher als frevelhaft betrachtet, wenn Frauen genau das tun – im Mittelpunkt stehen. Traurig aber wahr – ich denke, da können sich viele auch an die eigene Nase fassen, da relativ häufig dieses Rollenbild im Kopf verankert ist. Manchmal ertappe ich mich ebenfalls dabei zu denken, man die muss sich aber wieder in den Vordergrund stellen und bei dem männlichen Äquivalent habe ich in der Regel gar keine Meinung dazu, weil ich schon nichts anderes mehr gewohnt bin. Genau das muss aufhören, es muss anerkannt werden, dass es genderunabhängig Personen gibt, die gern im Mittelpunkt stehen, welche die gern Erfolg im Beruf haben und welche die sich gern zurückziehen.

Das heißt ein Umdenken ist nicht nur bei anderen gut getan, sondern auch bei mir! Aber genau deshalb schreibe ich darüber, um so oft es geht diese vermeintlich festgesetzten Rollenprofile erneut ins Gedächtnis zu rufen und dazu aufzurufen sich selbst und seine seien es auch nur Gedanken zu hinterfragen. Denn im Umkehrschluss hat diese Haltung gegenüber spezifischen Rollenprofilen sehr viel auch mit Leadership zu tun. Wenn wir davon überzeugt sind, dass wir eine andere Leadership – Kultur erzeugen werden, ist es auch wichtig verankerte Rollenprofile im Kopf zu hinterfragen. Nur wenn wir es schaffen angepasste Rollenprofile in unseren Köpfen zu verankern, wird es die Chance von uns allen erhöhen unsere eigenen Leadership – Kulturen zu schaffen.

Ihr seht das anders oder stimmt mir zu? Hinterlasst gern einen Kommentar unter diesem Artikel: „Das Rollenverständnis der Frau„. Ansonsten können ihr mir auch weiterhin Emails schreiben an lea@fielfalt.de.

Eure Lea

Bildquelle: pixabay.de / ArtsyBee

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