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FORGESTELLT: Bestseller-Autorin Alexandra Reinwarth

24. Juli 2018
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Alexandra ist als Autorin seit Jahren sehr erfolgreich, im Moment ist sie gerade mit zwei Büchern in den Bestseller-Listen vertreten. Besonders erfolgreich ist ihr Buch ‚Am Arsch vorbei geht auch ein Weg‘, in dem sie auf sehr unterhaltsame Weise von ihrem Weg zu mehr Freiheit und Selbstbestimmtheit erzählt. Wie sie auf die Ideen für ihre Bücher kommt und was sie beim Schreiben ihres neuen Buchs ‚Das Leben ist zu kurz für später‘ gelernt hat, erzählt sie uns im heutigen FORGESTELLT.

Liebe Alexandra, welche 3 Bücher sollte man unbedingt gelesen haben?

Alexandra: Außer meinen? 🙂 Nein, im Ernst: Das ändert sich immer wieder, aber John Irving finde ich großartig, besonders die älteren Bücher wie z.B. ‚Gottes Werk und Teufels Beitrag’. Außerdem jedes Buch von Douglas Adams, auch das eher unbekannte ‚Die Letzten ihrer Art’.
Und im Moment bezaubert mich ‚Was man von hier aus sehen kann’.

Welche 3 Wörter beschreiben Dich am Besten?

Alexandra: Ungeduldig, weich und stark.

Wie sieht ein typischer Start in den Tag bei Dir aus?

Alexandra: Ich trinke einen Kaffee auf der Terrasse bevor ich das Kind (5) wecke, mit ihm frühstücke und dann radeln wir in den Kindergarten. Auf der Heimfahrt halte ich im Café an der Ecke auf einen Cortado und wieder zuhause setze ich mich mit dem nächsten Kaffee vor den Computer – jetzt wo ich es so sage: vielleicht sollte ich meinen Kaffeeverbrauch überdenken…

Woher nimmst Du die Ideen für Deine Bücher? Fallen sie Dir spontan ein oder ist das ein längerer Prozess?

Alexandra: Meine Bücher haben ja meistens stark autobiographische Züge, insofern geht es dann um etwas, das mich momentan beschäftigt. Außerdem bekomme ich Vorschläge vom Verlag, allerdings sind die letzten Bücher (‚Das Glücksprojekt’ , ‚Am Arsch vorbei geht auch ein Weg’ & ‚Das Leben ist zu kurz für später’) eine Art logische Weiterentwicklung, die haben sich ganz von selbst ergeben.

In Deinem neuesten Buch hast du ein Jahr lang so gelebt als wäre es Dein letztes Jahr – was hast Du dabei gelernt?

Alexandra: Dass wir viel zu oft aus den falschen Gründen Entscheidungen treffen, nämlich aus Vorsicht, aus Angst, aus Stolz oder weil uns Menschen oder Zweifel im Weg stehen oder weil wir nicht verletzt werden wollen. Wenn wir am Ende zurückblicken werden wir uns fragen, wozu die ganze Vorsicht gut war. Durch das letzte Jahr habe ich gelernt, was das Herz will als einzigen Grund für eine Entscheidung zu akzeptieren.

Hat Dir Deine neue Lebensweise auch Kritik eingebracht oder Probleme?

Alexandra: Nein, im Gegenteil. Ich bin froher, authentischer und stärker geworden.

Konntest Du in Deinem Umfeld auch ein Umdenken erreichen?

Alexandra: Ja. Ein kleines Beispiel: Eine Freundin von mir hat sich überwunden und endlich den Typen angesprochen, den sie so toll fand – das hatte sie aus Angst vor Zurückweisung zuvor nicht gemacht. Sich vorzustellen, dass das Leben so kurz ist, hat bei ihr das Gefühl ausgelöst: Dann habe ich auch nichts mehr zu verlieren. Was sie vorher zu verlieren hatte? Ihren Stolz. Aber auf was kommt es denn am Ende an – und wird man später einmal froh sein etwas nicht gemacht zu haben und nicht verletzt worden zu sein? Oder würde man sich wünschen es doch gemacht zu haben?

Bekommst Du viel Feedback oder Erfahrungsberichte von Deinen Lesern, die sich Deine Ratschläge zu Herzen genommen haben?

Alexandra: Ratschläge gebe ich nicht, ich erzähle nur, wie es mir mit meinem Vorhaben ergangen ist. Aber es können sich viele Menschen in gleichen oder ähnlichen Situationen und Befindlichkeiten wieder erkennen – und manchmal fängt dann bei ihnen selbst ein Prozess an. Als hätte man etwas angeschubst. Die schreiben mir dann manchmal, das ist schön.

Wie haben eigentlich die Freunde oder Familie reagiert, die in deinen Büchern vorkommen, (Besonders die, die nicht so gut dabei wegkommen)? Hast Du sie vorher informiert?

Alexandra: Naja, die meisten kommen ja bombig weg. Tatsächlich gibt es nur eine Person, die ich mal rund gemacht habe – aber unter falschem Namen. Aber es ist schon so, dass Freunde in besonders lustigen oder peinlichen oder absurden Situationen sagen: „Nicht, dass das ins neuen Buch kommt!“ – was es natürlich trotzdem kommt.

Was sind kleine Dinge, die Dir im Alltag Freude bereiten?

Alexandra: Weißwein.

Was sind Deine größten Herausforderungen?

Alexandra: Aufzupassen, dass ich mich nicht vom Alltag davon ablenken lasse, das zu sehen was wirklich wichtig ist und danach zu handeln. Und die Herausforderung von Eltern generell, nämlich die Brut am Leben zu halten.

Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?

Alexandra: Ich bin im Zuge des Buchs ‚Das Leben ist zu kurz für später’ ein abenteuerliches neues Projekt angegangen, das überhaupt nichts mit dem Schreiben zu tun hat – außerdem werde ich versuchen alle Fehler zu begehen, die auf mich warten.

Wie bildest Du Dich weiter und was tust Du aktiv dafür Dein Business weiterzuentwickeln?

Alexandra: Ich lese viel und versuche mich mit Leuten zu umgeben, die mich mit dem was sie sagen, überraschen. Mein Business weiterentwickeln folgt daraus.

Hast Du Tipps für Podcasts und /oder Instagram-Accounts, die Dich inspirieren?

Alexandra: Celeste Barber auf Instagram finde ich zum piepen, ansonsten sehe ich gerne TED Talks auf Youtube oder https://www.ted.com. Gerade wenn es um ein Thema geht, das einen nicht sofort fesselt, ist das oft plötzlich total interessant. Und es gibt einen Blog, den ich toll finde, er heißt : https://waitbutwhy.com von Tim Urban

Welche Tipps für ein zufriedeneres Leben kannst Du unseren Leserinnen mit auf den Weg geben?

Alexandra: Ich habe natürlich keine Ahnung was mir unbekannte Leute in ihrem Leben zufriedener macht, aber: Tun Sie alles, was Sie aus verletztem Stolz oder aus Stolz nicht tun, alles, was Sie nicht tun, weil es Ihnen peinlich ist oder weil Sie Angst davor haben, verletzt zu werden. Sagen Sie, was Sie nie gesagt haben, aus Scham oder aus Angst vor Verletzung oder weil es eine Konfrontation auslösen könnte. Vervollständigen Sie den Satz:
Ich traue mich endlich ………………………………………………………………………………… und den Satz: Ich will endlich nicht mehr: …………………………………………………………………………… .
Akzeptieren Sie als Grund für eine Entscheidung nur, was das Herz Ihnen sagt und keinen anderen und erfüllen Sie nicht die Erwartungen der anderen, erwarten Sie aber auch nicht, dass die Ihre Erwartungen erfüllen. Schreiben Sie Sätze auf, die Sie in der Kindheit immer gehört haben, die Veränderung verhindern:
– Jetzt warte erst mal ab
– Das kannst du immer noch machen
– Und was, wenn …………… nicht funktioniert?
und lassen Sie sich von denen nicht Ihre Herzenswünsche versauen. Bringen Sie die Dinge zu einem guten Ende und lassen Sie die Menschen weg, die nicht Ihr Herz erwärmen. Gestehen Sie sich Ihre geheimen Wünsche ein und machen Sie all die Fehler, die auf Sie warten. Klären Sie die wichtigen Dinge: Wie, Wo, mit Wem, und von Was … wollen Sie leben. Tun Sie das alles, aus dem einfachen Grund, weil wir nicht sehr viel Zeit auf dieser Welt haben, das Leben ist so kurz. Zu kurz für später.

Vielen Dank, liebe Alexandra, für das Interview!

Das Leben ist zu kurz für später“ ist am 14. Mai 2018 im mvg Verlag erschienen.

Einen Tag nach ihrem Todestag wacht Alexandra Reinwarth morgens auf – und ist glücklicher als je zuvor. Und nichts ist mehr so, wie es einmal war.
Aber von vorne: Es gibt Momente, in denen einem klar wird, dass es so nicht weitergehen kann, dass sich das Leben ändern muss. In einem genau solchen Moment entschließt sich Alexandra Reinwarth zu einem spannenden Selbstversuch: Sie wird so leben, als wäre es ihr letztes Jahr. Und dieses Experiment ändert alles: Wie aus Sorgen, Stress und Anspannung ein Leben ohne Wenn und Aber mit völlig neuen Prioritäten und überraschenden Zielen wurde, erzählt sie in ihrer unnachahmlich humorvollen Art und zeigt, was passiert, wenn man wirklich im Jetzt lebt!
Alexandra Reinwarth ist Bestseller-Autorin und hat neben der Reihe Was ich an dir liebe schon viele andere erfolgreiche Bücher für die Verlage riva und mvg geschrieben. Dazu gehört auch der aktuelle Spiegel-Bestseller Am Arsch vorbei geht auch ein Weg. Sie lebt mit ihrer Familie in Valencia, wo sie als Produzentin und Autorin tätig ist.

 

Über die Autorin: Ann-Kathrin ist 29, kommt aus dem schönen Harz und ist seit einigen Jahren in Berlin zu Hause. Sie reist gerne, liebt Konzerte, den Sommer in Berlin und Serien.

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