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FORGESTELLT: Claudia Heinzl, Von Wien nach Rio de Janeiro

17. April 2016
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Wer ist Claudia Heinzl?

VIELFALT. In meinen Adern fließen Extreme, die es auf erstaunliche Weise schaffen, miteinander zu fusionieren. Das ergibt eine interessante Mischung, finde ich.
DURCHHALTEVERMÖGEN. Ich kenne niemanden, der so ein
Durchhaltevermögen hat wie ich.
FLEIß Ich bin ein Streber. Und ich liebe es.
MUT. In einer Welt, die mich am liebsten angepasst sieht, unangepasst zu sein.
NEUGIERDE. Meine Neugierde ist größer als meine Angst. Das hat mir die Angst vor dem Unbekannten genommen.
AUTHENTIZITÄT. Das was ich im Kern bin, lebe ich.

Liebe Claudia, wir sind gespannt auf deine ganze Geschichte. Erzähl uns bitte wie es zu dieser Idee kam, von Wien nach Rio de Janeiro zu gehen.

Claudia: Ich schreibe an meinem ersten internationalen Spielfilm. Das Setting ist Brasilien.
Da ich den Film so realitätsnah wie möglich machen will, habe ich beschlossen, für eine Weile nach Rio zu ziehen, um mehr in das Land, die Sprache und die Lebensart der Menschen einzutauchen.

Seit wann bist du schon in Rio und wie lange wirst du bleiben?

Claudia: Ich bleibe drei Monate in Rio. Im Juli geht es weiter nach Berlin, um gemeinsam mit der etablierten Dramaturgin Antonia Roeller an meinem Buch zu arbeiten.

Wie sieht dein bisheriger Werdegang aus?

Claudia: Ich habe Publizistik und Kommunikationswissenschaft studiert und parallel meine Schauspielausbildung absolviert. Danach habe ich vier Jahre in NYC gelebt, um Filmmaking zu studieren. Dort habe ich sieben Kurzfilme gedreht, die auf internationalen Festivals gezeigt wurden. Für Letter to Parents habe ich einen Award gewonnen. Dann ging es ab nach Los Angeles, wo ich in einer Filmproduktionsfirma gearbeitet habe. Zurück in Österreich, habe ich als Regieassistentin am Theater in der Josefstadt gearbeitet. Dort hatte ich hatte das Privileg, mit bekannten Schauspielern zu arbeiten. Ab Mai diesen Jahres führe ich Regie beim neuen Kabarettprogramm von Guggi Hofbauer, eine der angesagten Jungkabarettistinnen aus Wien. Im Juli bin ich dann in Berlin, in Eigenregie. 🙂

Gab es eine Art „Wendepunkt“ in deinem Leben? Wenn ja, wie sah dieser aus?

Claudia: Mein großer Wendepunkt trägt den Namen NYC. Ich hatte keine Ahnung vom „rauen Wind des Lebens“ bevor ich vor 10 Jahren nach NYC gegangen bin. NYC hat mich wachsen lassen, in einem Tempo, das einem Raketenstart gleicht. Ich kann mich noch genau an meinen ersten Schultag erinnern, wo ich im Klassenzimmer der Filmschule saß und kein Wort verstanden habe – als Einzige! Später dann habe ich in der Produktionsfirma des renommierten amerikanischen Regisseurs Spike Lee gearbeitet, als Einzige. „Hör auf zu träumen, sei realistisch!“ habe ich in meinem Leben schon oft gehört. Doch ich glaube, das Gegenteil ist der Fall. Man lernt eine andere Art von Realität kennen, wenn man träumt. Eine, die man mit den Augen nicht fassen kann.

Hattest du das Gefühl, deine Komfortzone zu verlassen? Wie hat sich das angefühlt und wie sah dein erster Schritt dabei aus?

Claudia: Ich bin vor 2 Monaten zum ersten Mal alleine nach Südamerika gereist. Klar waren da Zweifel. Ich hatte Angst, weil ich nicht wusste, was auf mich zukommt. Auf der Anderen Seite hat die Angst auch etwas Gutes. Sie hat mich meine Grenzen spüren lassen, wodurch ich das Wachstumspotenzial erkannt habe. Mein erster Schritt war gezielt meine Angst beiseite zu schieben und zu sagen: Ja, ich will diese Erfahrung machen.

Womit verbringst du im Moment die meiste Zeit deines Lebens?

Claudia: Die Stadt kennen lernen, Portugiesisch lernen und mich mit „Cariocas“, so nennt man die Einwohner Rios, treffen um mehr Einblick in die kulturellen Eigenheiten Brasiliens zu bekommen.

Was macht deiner Meinung nach eine echte Powerfrau aus? Kannst du genau sagen, was eine solche Frau mitbringen sollte, um Inspiration für andere Frauen zu sein?

Claudia: Schwierige Frage. Ich glaube jede Frau kann eine Powerfrau sein. Die Frage ist, ob
sie es sein will. Viele trauen es sich nicht zu, haben Zweifel oder messen Ihren Erfolg an Anderen. Eine echte Powerfrau ist vielleicht eine Frau mit Verstand, Durchhaltevermögen und Flexibilität. Sie ist resilient, lösungsorientiert, kreativ, positiv, fleißig, weltoffen, selbstbewusst und neugierig. Dazu mischen sich Unabhängigkeit und ein gewisses Maß an Urvertrauen. Disziplin ist auch eine gute Zutat, ebenso wie Bodenständigkeit. Aber vielleicht ist auch alles völliger Schwachsinn, und das einzig wirklich Wichtige ist, dass Sie mit sich und ihrem Leben zufrieden ist. Authentizität wirkt auf mich sehr anziehend und inspirierend. Eine wunderbare Eigenschaft.

Hast du eine Vision vor Augen für dich persönlich oder für dein Leben?

Viele meinen, etwas Einzigartiges schaffen zu müssen. Sie wollen berühmt sein oder viel Geld  erdienen und halten damit gesellschaftliche Klischees hoch, dass nur derjenige etwas in seinem Leben erreicht, der möglichst viel Geld verdient oder eine Bekanntheit hat. Mir geht es nicht um Geld oder Ruhm. Ich verfolge eine andere Art von Erfolg. Einen viel subtileren, aber beständigeren. Es geht um mich. Und darum, meine Lebendigkeit aufrechtzuerhalten.

Was ist für Dich Entspannung? Wie verbringst du deine freie Zeit am liebsten?

Claudia: Zurzeit entspanne ich am liebsten mit Portugiesisch lernen. Oder ich setze mich an eine Strandbar in Ipanema, höre Musik und trinke Kokoswasser, während ich die Menschen beobachte. Manchmal streifen mich dann diese magischen Momente, wo alles in perfekter Symbiose ist. Das Bild, mein Gefühl, meine Gedanken. Und ich bin unglaublich dankbar.

Vielen Dank für dieses inspirierende Interview Claudia! Deine Energie ist schon durch deine Worte zu spüren und ich hoffe dichim Juli in Berlin persönlich kennenzulernen.

Kira

Bildquelle: © Claudia Heinzl

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