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FORGESTELLT: Conni Biesalski von Planet Backpack

28. April 2016
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Mit Planet Backpack gehört Conni Biesalski zu den erfolgreichsten Reisebloggern in Deutschland und zu den ersten digitalen Nomaden, die mit ihrem Online-Business an den Orten leben und arbeiten, an denen andere Urlaub machen. Im Interview erzählt sie, wie sie ihr erstes Geld als digitale Nomadin verdient hat und worauf es bei einem erfolgreichen Reiseblog ankommt. Denn obwohl es mittlerweile Reiseblogs wie Sand am Meer gibt, ist Conni überzeugt: Wer es richtig macht, kann sich auch mit einem jungen Blog durchsetzen.

Liebe Conni, wo lebst du gerade und was machst du da?

Conni: „Leben“ ist nicht das richtige Wort, da ich derzeit keinen Wohnsitz habe in der herkömmlichen Form, aber ich befinde mich seit über einer Woche in Encinitas, einem kleinen Ort nördlich von San Diego. Ich wohne in einem Haus für ortsunabhängige kreative Unternehmer, gehe viel surfen, mache Yoga und genieße das geile Wetter in Südkalifornien.

Du bezeichnest dich selbst als „digitale Zen-Nomadin“. Was genau verstehst du darunter?

ConniEin Digitaler Zen Nomade ist jemand, der ortsunabhängig lebt und arbeitet und dabei Yoga, Meditation, gesunde Ernährung und eine bewusste, achtsame und holistische Lebensweise in seinen ortsunabhängigen Lifestyle integriert. Ich würde noch hinzufügen, dass das Business eines Digitale Zen Nomaden von Herzen kommt, nicht nur Zahlen- und Geld-orientiert ist, sondern stattdessen wirklich das Leben anderer Menschen positiv verändern möchte. Ein Digitaler Zen Nomade setzt sich mit seinem Sinn im Leben und seiner Wahrheit auseinander. Und: Das Digitale Zen Nomadenleben geht weg von purem Sightseeing und traditionellem Fast Food Tourismus, hin zu Slow Travel als Digitaler Nomade und Reisen als spirituelles Erlebnis.

Du lebst und arbeitest schon seit einigen Jahren ortsunabhängig. Wie ist es dazu gekommen?

ConniIm Jahr 2011 hatte ich, nachdem ich viele Jahre gereist war und an unterschiedlichen Orten gelebt hatte, meinem ersten 9-to-5 Job in Berlin. Schon nach ein paar Wochen habe ich festgestellt, dass ich so ein Leben nicht führen kann. Ich war ständig krank, hatte Rückenschmerzen, war depressiv und habe mich meiner Freiheit beraubt gefühlt. Also habe ich mich wenige Monate später erstmal als Freelancerin selbständig gemacht und dann mein eigenes Online-Business gestartet.

Planet Backpack 2

Gab es ein Aha-Erlebnis, ab dem du wusstest: So will ich leben und arbeiten?

ConniMir war klar, dass ich ein Leben mit 24 Urlaubstagen nicht aushalten kann und mein eigenes Ding machen will. Dann ist mir die 4-Stunden-Arbeitswoche von Tim Ferriss in die Hände geflogen, dann weitere Blogs und nach einiger Skepsis war klar: Ich muss es wenigstens probieren!

Was war das erste Land, in das du gereist bist, nachdem du deinen 9-to-5 Job gekündigt hast?

Conni: Bali 🙂

Wie hast du dein erstes Geld als digitale Nomadin verdient?

ConniMit Übersetzungen, WordPress-Webseiten bauen, Social Media Management und Online-PR.

Und wie verdienst du es inzwischen?

ConniZwischendrin hatte ich eine Medienagentur mit einem Business-Partner. Mittlerweile mache ich nur noch Planet Backpack, verkaufe mein E-Book „Digital, unabhängig, frei“ und unseren Blog Camp Onlinekurs.

Viele Reiseblogger träumen davon, allein von ihrem Blog leben zu können. Welchen Tipp hast du für sie, damit das klappt? Gibt es spezielle Erfolgsfaktoren?

Conni: Erstens: Löse ein Problem für deine Leser. Zweitens: Finde deine klare Mission und Vision heraus und kommuniziere sie beziehungsweise deine Message auf allen Kanälen. Drittens: Mach dich nahbar und verwundbar. Viertens: Produziere einen Haufen Inhalte die ersten zwei bis drei Jahre.

Es gibt inzwischen unzählige Reiseblogs – und täglich werden es mehr. Kann man es mit einem jungen Reiseblog überhaupt noch schaffen, die erforderliche Aufmerksamkeit und Reichweite zu erzielen, um sich gegen etablierte Blogs durchzusetzen? Oder ist der Markt längst übersättigt?

Conni: Klar wird es immer schwieriger, aber die meisten Blogs sind nur ein Abklatsch oder furchtbar langweilig. Ich finde, dass es für eine gute Nische und eine herausragende Idee immer Platz gibt. Mir würden auf Anhieb einige Nischen einfallen, die noch nicht gut besetzt sind, aber die Leute stellen sich immer viel zu breit auf und haben wässrige Messages.

Planet Backpack 3

Zurück zu dir: Wie sieht ein typischer (Arbeits-)Tag von dir aus? Hast du eine bestimmte Routine – oder nimmst du jeden Tag, wie er kommt?

ConniIch nehme so gut wie jeden Tag, wie er kommt. Ich habe schon eine Art Routine, aber eher im Sinne von Bestandteilen meines Tages und auch abhängig davon, wo ich mich gerade aufhalte. Die Abläufe und Zeiten variieren aber fast täglich. Diese sind: Yoga, Surfen, Arbeiten, Lesen, Freunde, gesundes Essen. Meditation und mein heisses Zitronen-Ingwer-Wasser sind aber zwei Sachen, die ich als allererstes mache nach dem Aufstehen. Was das Arbeiten angeht, so kann das mal zehn Stunden sein oder auch gar nicht, je nachdem wie ich mich fühle und was ansteht. Im Schnitt sind es wohl vier Stunden am Tag.

Wonach wählst du die Orte, an die du ziehst, aus?

ConniYogaangebot, Surfspots, gesundes veganes Essen, Coworking Spaces, andere gleichtickende Seelen.

Hast du ein Lieblings(reise)land? Gibt es einen Ort, an dem du dich am wohlsten fühlst?

ConniBali. Dort habe ich etwa neun von 14 Monaten verbracht seit Anfang 2015 und werde auch bald wieder zurückkehren.

Welches Land, in dem du noch nicht warst, möchtest du unbedingt mal besuchen?

Conni: Japan.

Welche Pläne hast du für die Zukunft? Wo siehst du dich und deinen Blog in fünf Jahren?

ConniGute Frage, nächste Frage. 🙂

Ich empfange derzeit Ideen für mein nächstes großes „Ding“, aber wer weiß, wie sich das manifestieren wird! In jedem Fall wird es noch viel bedeutender werden als Planet Backpack… In fünf Jahren kann ich tot sein – mir ist heute und morgen wichtig und vielleicht ein kleiner Ausblick in die nächsten zwei bis drei Jahre. Aber ich denke nicht nach Zeit, sondern nach meiner Mission, die ich in diesem Leben zu erfüllen habe und die richtet sich nicht nach unserem Kalender.

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  • Reply
    Sarah
    28. April 2016 at 19:31

    Super Interview!

    • Reply
      Juliane Tranacher
      6. Mai 2016 at 4:51

      Vielen Dank, liebe Sarah 🙂

  • Reply
    Interview mit Conni Biesalski von Planet Backpack auf FIELFALT - My Expat Days
    29. April 2016 at 4:33

    […] FORGESTELLT: Conni Biesalski von Planet Backpack […]

  • Reply
    Di
    14. Mai 2016 at 21:48

    Die gute Conny!! Mal wieder hinreißend – schönes Interview- vielen Dank. Diana

  • Reply
    Di
    14. Mai 2016 at 21:49

    Die gute Conny!! Mal wieder hinreißend – schönes Interview- vielen Dank.

  • Reply
    Jessie
    17. Mai 2016 at 15:19

    Ein bekannter Hund in der Selbstständigen Branche!

    Schönes Interview!

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