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FORGESTELLT: Dr. Birte Gall, Gründerin und Geschäftsführerin der Berlin School of Digital Business

28. September 2015
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Dürfen wir vorstellen: Dr. Birte Gall!

Dr. Birte Gall hat sich nach langjähriger Berufserfahrung als Führungskraft für die Selbstständigkeit entschieden. Sie wusste jedoch schon früh, dass sie sehr selbstbestimmt arbeiten möchte und keine Angst vor Verantwortung hat. Heute ist Dr. Birte Gall, Gründerin und Geschäftsführerin der Berlin School of Digital Business. Im Interview mit FIELFALT spricht sie über ihren Weg, über dass was sie fasziniert und darüber wie sie umfangreiche Herausforderungen bewältigt.

Von der Volks- und Politikwissenschaft in die digitale Transformation, als Gründerin und Geschäftsführerin der Berlin School of Digital Business. Was waren für Dich die wichtigsten Schritte hin zur Selbständigkeit? Und wann war für Dich klar dass Du diesen Schritt wagen möchtest?

Birte: Nachdem ich von einer Leitungsfunktion in eine Geschäftsführerrolle gewechselt war, nahm die unternehmerische Perspektive die wichtigste Rolle im beruflichen Alltag ein. Irgendwann war dann der Gedanke da, selbst zu gründen. Da passte die Anfrage der Gründer von etventure, ob ich nicht eine Akademie zum Thema Digitales und Innovation gründen wollte – als Ergänzung der Tätigkeiten der Unternehmensberatung etventure. Daraus ist dann die Berlin School of Digital Business geworden.

Welche Vision verfolgt die Berlin School of Digital Business? Und was fasziniert Dich selbst daran?

Birte Gall

© Birte Gall

Birte: Mich faszinieren die Möglichkeiten, die sich im Zuge der Digitalisierung für Unternehmen auftun. Unsere Vision ist, Mitarbeitern und Führungskräften in Unternehmen durch innovative Lernformate zu vermitteln, wie sie die digitale Transformation in ihren Unternehmen gestalten und aktiv vorantreiben können.

Wir bringen die Teilnehmer in den Schulungen dazu, andere Perspektiven einzunehmen und sich neue Fragen zur Lösungsfindung zu stellen. Dieser Ansatz in Kombination mit kreativen, spielerischen Elementen setzt bei den Teilnehmern wichtige Impulse und damit Veränderungen in Gang. Dieser Effekt fasziniert und freut mich.

Viele junge Frauen fragen sich insbesondere am Anfang ihrer Karriere ob sie die richtigen Entscheidungen treffen. Ist deine Karriere rückblickend wie geplant verlaufen?

Birte: Planen kann man eine solche Entwicklung nicht. Ich wusste jedoch früh, dass ich sehr selbstbestimmt arbeiten wollte und keine Angst vor Verantwortung hatte. Dazu kommt eine große Neugier auf neue Herausforderungen. Das waren sicherlich die wichtigeren Gründe, um bei bestimmten Angeboten einfach die Chance zu ergreifen und mich zu verändern. Auf dem Weg habe ich dabei aber genau so viele spannende, aber für mich nicht passende Angebote nicht angenommen, auch wenn sie manchmal der einfachere Weg gewesen wären und besser bezahlt waren.

Bei mir waren es also eher die Begeisterung für bestimmte Themen und Aufgaben, die mich einige berufliche Weggabelungen haben wählen lassen. Und ich bin gespannt, was noch alles kommt.

Was war für Deinen Weg ausschlaggebend? Hattest du Vorbilder?

Birte: Vorbilder im Sinne von einer Person nicht. Es waren eher immer bestimmte Charakterzüge, Haltungen und Handlungen an unterschiedlichen Personen, die ich gut fand, die zu meinen Werte- und Handlungsprinzipien passten und die ich mir dann abgeschaut habe.

Ich hatte aber auch ganz tolle Mentoren, die mich unterstützt und gefördert haben. Auch das kann man aber nicht planen, sondern ergibt sich einfach.

Was sind momentan die größten Herausforderungen für Dich und wie bewältigst Du sie? Was hilft Dir dabei am meisten?

Birte: Die Anzahl der Aufgaben, die mit einer Gründung und dem Wachstum einer Firma verbunden sind, sind umfangreich. Bei vielen Dingen muss man sich in Windeseile einarbeiten und einen Überblick verschaffen, um dann schnell eine Entscheidung zu treffen. Dazu kommt der Zeitdruck, aufkommende Fragen schnell zu lösen und die Anforderung, Aufgaben so zu delegieren und Verantwortung an Mitarbeiter zu übertragen, dass man selbst nicht zum Bottleneck wird und die Entwicklung bremst. Die Tage sind dabei lang und es ist wichtig, ein gutes Energiemanagement zu haben, um den Dauer-Marathon durchzustehen.

Birte Gall

© Birte Gall

Was mir am meisten hilft: der Sport und die Digitalisierung! Vom Sport her weiß ich, dass man Höchstleistung nur erbringen kann, wenn man Entspannungsphasen einbaut. Diese Entspannungsphasen können mal kürzer oder müssen mal länger sein. Mittlerweile habe ich ein vernünftiges Gespür dafür bekommen, wann und wie lange eine Entspannungsphase sein muss. Das kann von der 15-minütigen Auszeit beim Kaffee über ein arbeitsfreies Wochenende bis hin zu einem relativ arbeitsfreien Urlaub gehen.

Die Digitalisierung hilft mir, so viele Prozesse wie möglich zu optimieren und im Büro, auf Geschäftsreisen und zu Hause an alle Informationen zu kommen. Die Zusammenarbeit des Teams läuft über digitale Plattformen und ist maximal transparent, so dass jeder weiß, wo die einzelnen Projekte stehen und Schnittstellen optimiert sind. Hier testen wir immer wieder neue Tools aus, um die Arbeit übersichtlich und effizient zu gestalten.

Und wie sieht nach einer aufregenden Woche dein perfektes Wochenende aus?

Birte: Super ist das Wochenende schon, wenn kein Wecker am Morgen klingelt. Perfekt wird es, wenn ich am Meer segeln, in den Alpen wandern oder im Winter in den Bergen Skifahren kann.

Vielen Dank Birte!

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