Instagram

Follow Me!

PORTRAITS Weitere Beiträge

FORGESTELLT: Ekaterina Bozoukova und Nina Rümmele, die Gründerinnen von „What The Food!“

10. Oktober 2016
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinmailby feather

FIELFALT im What the Food!

Heute stellen wir euch Ekaterina und Nina vor, die Gastgeberinnen unseres Frankfurter femsembles. Gastgeberinnen? Genau, denn den beiden Frauen gehört das Restaurant What the Food! im Frankfurter Bahnhofsviertel. Ihr Konzept: gesundes Essen ausschließlich aus Qualitätsprodukten. Und sogar bei den Verpackungen gehen die beiden Frauen keine Kompromisse ein: Das Material ist biologisch abbaubar oder aus Pappe und Papier. Das Essen gibt es in ihrem Store, mittlerweile aber auch via Lieferservice.



Ekaterina und Nina, ihr wart die Gastgeberinnen unseres ersten Frankfurter femsembles. Für alle Nicht-Frankfurterinnen – erzählt uns doch mal ganz kurz, was genau hinter What The Food! steckt.

Ekaterina und Nina: What the Food ist ein gesundes Fast Casual Gastro Konzept, das im Juli 2015 seinen 1. Standort in Frankfurt auf der Kaiserstraße eröffnet hat. Wir möchten Menschen die Möglichkeit geben, bequem außer Haus eine leckere, gesunde Ernährung zu genießen, ohne uns dabei auf eine bestimmte Ernährungsart zu beschränken.

Was hat euch inspiriert und vor allem, wie seid ihr auf diesen doch sehr außergewöhnlichen Namen gekommen?

Ekaterina und Nina: Die Idee kam uns aus 2 Gründen: 1. Fehlen in vielen deutschen Städten die gesunden Essensoptionen (besonders wenn man bei viel Arbeit darauf angewiesen ist außer Haus zu essen) und 2. Gibt es auch noch nicht viele Optionen für Toleranzen jeglicher Art, die wir gerne adressieren wollten (Gluten, Laktose etc.)

What the Food als Name ist auf einer Flugreise entstanden, bei dem nach vielen zu Papier gebrachten Namen der Sitznachbar laut anfing zu lachen. 🙂

Ihr seid beide keine Gastronomen, sondern habt vorher im Büro gearbeitet. Wo kommt ihr beruflich eigentlich her?

Ekaterina und Nina: Wir kommen aus der Banken- und Unternehmensberatungswelt, haben uns 2008 beim gemeinsamen BWL-Master in Rotterdam kennengelernt und danach hat jede von uns 4 Jahre im Finanzbereich gearbeitet.

Vom Büro ins Restaurant. Wie kam es dazu? Was hat euch dazu veranlasst ein Restaurant zu eröffnen? Gab es einen Schlüsselmoment, in dem Ihr entschieden habt: Das machen wir jetzt?

Ekaterina und Nina: Letztlich war es schon länger klar, dass wir gemeinsam etwas gründen wollten um unser eigener Chef zu sein. Als uns die Idee für What the Food! kam, waren wir beide direkt Feuer und Flamme, so dass wir wussten, dass es absolut das Richtige für uns ist.

Euren Store gibt es nun bereits seit etwas über einem Jahr. Wie waren die ersten Tage für euch als Restaurantbetreiberinnen? Gibt es vielleicht eine Anekdote aus dieser Anfangsphase, die ihr mit uns teilen würdet?

Ekaterina und Nina: Die ersten Wochen waren noch mehr durch Chaos geprägt als gedacht, obwohl wir so viel wie möglich (als Ex Banker und Berater) vorher geplant haben. Die beste Anekdote ist, dass wir am Eröffnungstag regelrecht überrannt wurden, was wir nicht erwartet hatten und wir noch kein System der Zuordnung von Bestellung zu Kunde hatten (wie jetzt durch Nummern, die dem Kunden mitgegeben werden nach seiner Bestellung). Dies führte dazu, dass wir bei vollem Laden total überfordert und uns immer wieder hektisch anschauend mehrfach die Kunden fragen mussten, was sie denn eigentlich bestellt haben.

Gab es Stolpersteine, die ihr überwinden musstet?

Ekaterina und NinaEs ist absolut normal, dass es Stolpersteine gibt bei einem Startup. Einer davon war die Fremdkapitalfinanzierung zu bekommen. Deutschland ist was dies angeht ein sehr Gründer-unfreundliches Land: sehr administrativ und aufwendig mit hohen privaten Risiken verbunden – ungeachtet dessen, dass die Unternehmensform „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ heißt 🙂

Was würdet ihr voneinander sagen, sind die Stärken der anderen? In drei Stichpunkten.

Nina: 100% verlässlich, sehr gute attention to detail, Prozessoptimierungs-Talent

Kati: eloquent/charmant und dadurch gut im Verhandeln, analytisch, behält bei Problemen und Stress einen kühlen Kopf und ist lösungsorientiert.

Und wie könnt ihr diese Stärken sinnvoll in euer Konzept einbringen?

Ekaterina und Nina: Wir ergänzen uns perfekt, da wir ein gegensätzliches Stärken/Schwächen Profil haben. Wir haben uns klar aufgeteilt, so dass jeder anhand seiner Stärken arbeitet, haben aber auch ein 4-Augen Prinzip, um größere Fehler zu vermeiden. Bei kleineren Fehlern haben wir eine hohe Toleranzkultur, so dass uns die Arbeit auch bald 2.5 nach offizieller Gründung noch sehr viel Spaß macht.

Die in unseren Berufen gelernten Fähigkeiten (hauptsächlich: belastbar sein, sich selbst strukturieren, unter Stress gut zu funktionieren, Zahlenverständnis) sind in der Gastronomie ein großes Plus und wir sind froh uns hierdurch vom „typischen“ Gastronomen zu unterscheiden.

Eure Rezepte habt ihr gemeinsam mit einer Ernährungsberaterin und einem Koch entwickelt. Wie viel Ekaterina und Nina steckt in diesen Rezepten? Oder habt ihr die beiden allein tüfteln lassen?

Ekaterina und Nina: Der Prozess war so, dass wir unserem Koch sehr klare Vorgaben gemacht haben (z. B. kreiere ein Gericht mit Gemüsespaghetti Hühnchen und Kartoffeln und daraus hat er dann unseren heutigen Bestseller Chicken Zoodle Caroodle gemacht). Meistens ging es um Gewürze und Komposition der Vorgaben. Sehr schnell haben wir aber auch eigene Kompositionen ins Menü gebracht, die ebenfalls sehr erfolgreich sind (z. B. Sweet Potato Chicken).

Unsere Ernährungswissenschaftlerin war hauptsächlich dafür da unseren Gerichten  ihre so genannten „Benefits“ zuzuweisen und die Rezepte so fine-zu-tunen, dass sie möglichst viele Benefits (sprich gute Effekte auf den menschlichen Körper) haben – zB Zimt als stoffwechsel-anregendes Gewürz in die Speisen zu integrieren oder bei Karotten als Zutat Olivenöl hinzuzufügen, da sonst die Nährstoffe nicht richtig vom Körper aufgenommen werden können etc.

Qualität. Das ist das A und O eures Konzepts. Nach welchen Kriterien wählt ihr eure Produkte aus? Fallen auch mal Rezepte aus, weil die Produkte nicht eurem Standard entsprechen?

Ekaterina und Nina: Wir möchten, dass unsere Produkte so weit wie möglich regional sind, aus fairer Tierhaltung und ohne jegliche Zusatz- sowie Konservierungsstoffe. Wenn wir z. B. bei einer bestimmten Fleischsorte keine gute Herkunft garantieren konnten, haben wir das Gericht nicht aufgenommen. Wir benutzen keinerlei convenience Produkte, sondern stellen alles selbst in-house her (wie z. B. unsere Dressings und Sandwich-Spreads).

Was sind die nächsten Schritte für What The Food? Wird es bald einen zweiten Store geben? Vielleicht auch in anderen deutschen Städten?

Ekaterina und Nina: Unser Plan ist sehr zeitnah sowohl in Frankfurt als auch in (nahen) anderen deutschen Städten weitere What the Food! Stores zu eröffnen, um möglichst vielen Menschen Zugang zu einer leckeren, gesunden Ernährung zu gewähren. Wir haben auch schon einige konkrete attraktive Objekte in Aussicht, die zu hoffentlich mehreren Eröffnungen in 2017 führen werden.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

© Foto: Hans Keller Photography

Lust auf unsern Newsletter?

 

Facebooktwitterinstagramby feather

    Leave a Reply