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FORGESTELLT: Johanna Köhler, Gründerin von IWICE

10. März 2016
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FitnessEis IWICE!

Endlich Genießen – ohne schlechtes Gewissen. IWICE ist ein ProteinEis mit super sportlichen Eigenschaften.


„I’ll start working when my Coffee does!

Kein Witz: Ich denke nicht, bevor ich morgens nicht meinen ersten Kaffee hatte.  Aber dann kann das Leben bitte beginnen! Her mit den Tasks, Mails und Anrufen.Ich glaube ohne diesen Schaffensdrang und die Kondition wäre ich sicherlich irgendwo anders gelandet.“


Liebe Johanna, bevor Du IWICE mit gegründet hast, was waren Deine ursprünglichen Pläne im Studium?

Johanna: Über den Atlantik segeln, die Welt ein bisschen besser machen, Fallschirmspringen und danach vielleicht irgendwo einen riesigen Obstgarten anlegen. Jedenfalls zog es mich zu einer Kombination aus Schaffensmöglichkeit und Abenteuer. Und glücklicherweise habe ich Beides, wenn auch auf eine ganz besondere Weise, bei IWICE gefunden.

Wie sahen die ersten Schritte von der Idee bis hin zur Umsetzung aus?

Johanna: Die Idee kam von den Jungs! Die beiden saßen nach dem Sport gemeinsam beim Eisessen und dachten sich: „Da geht doch mehr“. Und da ging einiges mehr, denn nachdem die Beiden das Ganze zu Hause in der Studentenküche in Klagenfurt perfektioniert hatten, schmeckte dieses gesunde ProteinEis richtig gut.
Und dann kam ich ins Boot. Ein paar Wochen später erzählte mir Lukas, mit dem ich seit den guten Abizeiten in Kassel befreundet bin, beim gemeinsamen Segeln von der Idee. Total begeistert, brachte ich diese bloße Idee in der Entrepreneurship Summer School 2014 ein, wo erste Konzepte zum Geschäftsmodell entwickelt wurden. Nachdem wir mit dieser ersten Ausarbeitung bei IDEE 2014 (einem Ideenwettbewerb) ziemlich erfolgreich waren, war uns Allen klar: „Da geht noch mehr!“.

Wie kam es dann zur Gründung von IWICE und welches Geschäftsmodell versteckt sich dahinter?

Johanna: Dann ging alles ziemlich schnell. Unser Glück war es, Anfang 2015 in das Programm unseres Inkubators in Österreich zu kommen. So konnten sich Lukas und Dirk neben ihrem Studium vor Ort kümmern. Ich selbst war bis Juli noch in Hamburg tätig, weshalb Unternehmensaufbau in Nächten mit stundenlangen(!) Skypegesprächen stattfand.
Besonders in den letzten Monaten konnten wir überaus ambitionierte und starke Partner auf allen Ebenen für uns gewinnen und gründeten schließlich die GmbH.
Launchen werden wir Anfang Sommer2016 mit unseren Portionsbechern in Fitnessstudios, Sportstätten und Schwimmbädern- im nächsten Schritt wird es IWICE hoffentlich auch im Einzelhandel geben.
Nachdem uns nun täglich super Feedback und Anfragen erreichen, sind wir unglaublich stolz, wenn wir Drei das Ganze so schnell wie möglich an den Start bringen können.

Ihr seid ein Gründerteam von zwei Männern und einer Frau. Siehst du bei dieser Konstellation bestimmte Vor- oder Nachteile?

Johanna: Im Prinzip ja! Auf der anderen Seite war es für jeden von uns am Anfang eher eine Reise ins „Lasst uns schauen, was passiert“. Besonders in der Konzeptentwicklung ist die tatsächliche Entscheidung zur Gründung häufig noch nicht getroffen. Gründung ist eher ein sich entwickelnder Prozess und es bestehen Unsicherheiten über den genauen Verlauf, da zu diesem Zeitpunkt häufig nur rudimentäre Informationen vorliegen. Es hätte alles also auch ganz anders kommen können…
Gleichzeitig schweißen eben genau diese Gründungsprozesse im Gründerteam ganz stark aneinander. Es geht also garnicht so sehr um die Konstellation und mögliche Vor- und Nachteile. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es eher um die Kompetenzen und den Entrepreneurial Spirit jedes Einzelnen und damit um das Team geht.
Wir alle Drei sind ganz unterschiedliche Charaktere und ergänzen uns in sämtlichen Situationen. Unterm Strich hat es also nur Vorteile, denn alle Kompetenzen, die uns im Kern ausmachen, stehen ganz unabhängig vom Geschlecht und ich denke, das merkt man uns auch an.

Wie würdest Du Eure Unternehmenskultur beschreiben und was ist Dir als Gründerin wichtig im Team/im Unternehmen?

Johanna: Mal ehrlich: Gibt es einen cooleren Job, der sich 24/7 um ein gesundes Eis dreht?
Ich würde sagen, ein sportlicher Mix aus studentischer Professionalität, unermüdlichem Engagement und natürlich einer riesigen Portion Coolness!
Unser Team wächst derzeit sehr stark und das bringt frischen Wind herein: Viele neue Impulse, viele tolle Menschen und immer mehr Kompetenzen. Das ist derzeit wirklich super spannend zu erleben.
Gleichzeitig sind alle im Team begeistert von Sport und guter Ernährung: diese gemeinsame Passion lässt sich natürlich in etlichen Team-Events teilen/feiern, die uns auch extrem wichtig sind. Jeder „normale“ Tag im TeamIWICE ist ein bisschen wie Achterbahn fahren: Wir sitzen alle gemeinsam im gleichen Zug, es kann steil bergauf gehen und es kann jederzeit steil bergab gehen. Mir selbst ist dabei das Wichtigste, dass wir trotz dieser ständigen Aufs und Abs im Team zusammenhalten. In einer Achterbahn kann man bekanntlich entweder vor Angst schreien oder die Hände in die Luft werfen und die Fahrt gemeinsam genießen.


Der Alltag im Team IWICE ist wie eine Achterbahnfahrt! Auf oder Ab!


Welche Eigenschaften machen dich als Führungskraft aus? Ergänzt ihr euch im Team?

Johanna: Ohne Fleiß kein Eis!
Wir alle teilen diesen einen Traum und ziehen an einem Strang. Das gemeinsame Vorwärtskommen, gelingt uns aber nur deshalb, weil wir uns in allen notwendigen Kompetenzen perfekt ergänzen. Neben den Aufgaben in meinem Resort bringe ich auch viel weiblichen Einfluss ein (und damit meine ich nicht nur die Blümchen im Office).
Beim Führen habe ich eins gelernt: Jemand, der angefeuert, geschätzt und gewürdigt wird, wird immer mehr tun als erwartet. Deshalb stehe ich manchmal aber auch nur mittendrin und schmeiße uns Konfetti.

Würdest Du sagen, dass Du als junge weibliche Gründerin und Führungskraft andere Herausforderungen bewältigen musst als Deine Mitgründer? Wenn ja, inwiefern äußerst sich dies?

Johanna: Wir drei Gründer stechen auf vielen Veranstaltungen im Startup-Bereich heraus, einfach, weil wir alle Anfang zwanzig und damit verhältnismäßig jung sind. Tatsächlich hat genau das rückblickend in vielerlei Hinsicht Vorteile für uns gehabt (Gründerwettbewerbe etc.).
Für mich als junge Blondine ist es oft fast witzig zu beobachten, dass viele im ersten Eindruck nicht wissen, ob sie beeindruckt oder verwundert sein sollen- in beiden Fällen braucht man jedenfalls eine gute Überzeugungskraft. 🙂

Denkst du, dass der Standort einer Gründung für den Erfolg entscheidend ist?

Johanna: Gründung ist ja immer auch ein Prozess des Aufbaus. Viele kleine verschiedene Steine und Hölzchen müssen möglichst stabil zu einem möglichst effizienten Etwas zusammengebaut werden.
Das geht erstaunlich gut, wenn man auch den richtigen Ort dafür hat, um an die richtigen Bausteine und Ressourcen zu kommen.
Besonders, wenn ich in Hamburg oder Berlin unterwegs bin und Gründerveranstaltungen besuche, merke ich wie riesig und wichtig Netzwerke eines Startups sein können.

Bist du bereits gut bernetzt? Glaubst Du ein Erfahrungsaustausch ist heute in der digitalen Welt notwendig?

Johanna: Da ist sicher noch Nachholbedarf! Und ja- Erfahrungsaustausch mit anderen Startups war bislang wirklich super spannend und auch der Austausch mit anderen Gründerinnen ist sehr bereichernd- leider komme ich viel zu selten dazu.

Und was machst du in deiner Freizeit, wenn du mal nicht studierst oder an IWICE arbeitest?

Johanna: Sport, Sport, Sport! Und wenn dann noch ein bisschen Zeit bleibt, nehme ich mir am liebsten Zeit für ein paar Skype-Stündchen mit Friends&Family in der Heimat. Oder ich backe Käsekuchen.

Vielen Dank für deine humorvolle und offene Art, liebe Johanna!;)

Bildquelle: © IWICE

Habt ihr Fragen an Johanna oder zum leckeren Protein Eis? Kommentiert einfach diesen Beitrag oder schreibt uns eine Mail an: mail@fielfalt.de

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