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FORGESTELLT: Katherine Prescott und Louisa Cowell von Free_D

2. Mai 2018
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Free_D verschafft Mädchen und Frauen in Gefahr langfristiges berufliches Training mit Fokus auf digitale Fähigkeiten und eine Ausbildung zur handwerklichen Schmuckherstellerin mittels einer 3-D-Druck-Ausbildung. 

Bei den Auszubildenden handelt es sich um gefährdete Frauen unterschiedlicher Herkunft, die aus Frauenhäusern rekrutiert werden. Free_D durchbricht die Barrieren, die ihnen den Zugang zur Technologie einschränken und schafft gleichzeitig weibliche Vorbilder für zukünftige Generationen.

Wir sprachen mit Katherine und Louisa über ihre Idee hinter Free_D, warum sie lernen mussten, wie man 3D-Drucker repariert und wie sie ihre ersten Herausforderungen als Gründerinnen meisterten.

Wenn ihr euch mit drei Worten beschreiben müsstest, was wären diese dann?

Katherine: Ich wurde schon einmal als „Naturgewalt“ bezeichnet. Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, ob das an sich eine gute Sache ist, da diese Bezeichnung meinen Augen sehr von Geschlechterstereotypen geprägt ist. Aber ich belasse es dabei. Ich bin auch als hartnäckig beschrieben worden, aber auch fürsorglich und umtriebig.

Louisa: Ermutigend, positiv und ein Problemlöser.

Wie seid ihr auf die Idee für euer Startup gekommen?

Katherine: Wir haben auch noch einen männlichen Co-Founder – das sollte ich kurz vorab erwähnen – und er und ich arbeiten seit einiger Zeit im 3D-Druck. Und wir haben schon immer gedacht, dass die Art und Weise, wie 3D-Drucken gelehrt wird, nicht wirklich Sinn macht. Denn um im Bereich 3D-Printing zu arbeiten, muss man entweder ein Ingenieurstudium absolvieren und sich dann als Vertiefung in der Fertigung für den 3D-Druck spezialisieren. Oder 3D-Printing wird als eine Art Mittel zum Zweck genutzt, um Schulkinder zu unterrichten, verschiedene andere Konzepte zu lernen. Aber es gibt keine Lehrmethode, die Menschen motiviert, diese Fähigkeiten durch die Gestaltung von Kreativität zu erlernen. Und es ist doch absolut faszinierend, dass mit sich kreativ ausleben kann und ein Objekt am Computer entwerfen kann, das dann mit einem 3D-Drucker gedruckt werden kann – und das innerhalb eines Tages.

Und dann war da noch dieser Kollege in unserem Büro, Andre, und er war ein absolutes Genie im 3D-Druck. Er hat sich seine Kenntnisse alle selbst beigebracht und was auch immer man ihn bat zu erstellen, er hat es kreiert. Das hat mich und meinen Co-Founder immer fasziniert und wir hatten immer das Gefühl, dass wir verstehen müssen, wie Andre zu diesem 3D-Druck-Genie geworden war und wie er sich die Fähigkeiten, die er hatte, selbst beigebracht hatte. Und genauso wollten wir dann 3D-Printing lehren. Das war unsere Vision.

Louisa hat zu dieser Zeit in der Philanthropie gearbeitet und sie hat Frauen unterstützt, besonders gefährdeten Frauen, und wir haben angefangen, Ideen zu entwickeln, wie wir Frauen dabei helfen können, die Fähigkeiten und die Arbeit in diesem futuristischen, hochtechnologischen und hochwertigen Technologiesektor zu erlernen und sie in die Lage zu versetzen, diese Fähigkeiten nicht nur zu nutzen, um ein neues Leben zu beginnen, sondern auch in der Zukunft führend in diesem Sektor zu werden.

 Warum habt ihr euch eigentlich für Indien entschieden?

Katherine: Wir haben uns mit verschiedenen Bereichen und speziell mit den gefährdeten Frauen befasst und gründlich untersucht, wo wir tatsächlich am meisten helfen können. Wir haben uns Brasilien und Indien angesehen. Aber dann haben wir herausgefunden, dass es in Indien bereits eine große Verbreitung der 3D-Drucktechnologie gibt, speziell im Schmuckmarkt. Der indische Schmuckmarkt hat die Technologie schon früh übernommen und wir waren der Meinung, dass es für die Frauen, die wir ausbilden würden, viele Arbeitsplätze geben würde, wenn wir diese Ausbildung machen würden. Deshalb haben wir uns entschieden, nach Indien zu gehen.

Was waren die ersten drei Schritte von Free-D? Wie habt ihr angefangen?

Katherine: Der erste Schritt war jede Menge Resarch und Networking. In unserem Team gibt es keine Inder und wir mussten deshalb erstmal Beziehungen zu lokalen NGOs aufbauen. Wir haben uns mit lokalen Partnern zusammengetan, um das Problem, das wir zu lösen versuchen, wirklich gut zu verstehen und den besten Weg zu finden, es zu lösen. Und wir wären wirklich nicht da, wo wir sind, wenn es nicht all unsere verschiedenen indischen Partner gäbe, die uns so viele Einblicke geben und uns persönlich helfen würden. Wir wären ehrlich gesagt nicht in der Lage, das zu tun, was wir gerade tun. Ich fand, dass unsere Partner stets so offen waren und das ist etwas, was ich in Indien im Allgemeinen beobachtet habe: Viele Menschen in Indien, wenn sie uns nicht persönlich helfen können, sind bereit, uns Menschen vorzustellen, die uns vielleicht helfen können. Das war wirklich eine großartige Erfahrung für mich.

Im zweiten Schritt reisten wir zum ersten Mal nach Indien, das war im Januar 2017. Wir verbrachten fast einen Monat dort und trafen viele verschiedene NGOs und Organisationen. Wir nahmen einen 3D-Drucker und einige Laptops mit CAD-Software mit. Wir hatten einige Schulungsunterlagen von PrintLab, die uns auch den Drucker mitgegeben hatten, und wir zogen einfach los und führten ein paar Workshops durch.

Manche Dinge liefen so viel besser als erwartet, andere Dinge liefen gar nicht gut. Zum Beispiel sind 3D-Drucker nicht dafür gemacht, in ein Taxi oder ein Uber gestellt zu werden und über holprige Straßen zu fahren. Man sollte dann nicht erwarten, dass sie funktionieren. Viele unserer ersten Lektionen betrafen die Reparatur eines 3D-Druckers und wir mussten auch akzeptieren, dass die Technik manchmal nicht funktioniert. Aber das ist ok. Wir reparierten sie und zogen weiter. Und heute sind wir Profis im Reparieren von 3D-Druckern.

Insgesamt wussten wir jedoch nicht, wie sich alles entwickeln würde. Aber wir führten weiter Workshops durch uns es war einfach inspirierend zu erleben, wie wir Frauen, die anfangs noch nie einen Computer angefasst haben und ziemlich ängstlich waren, dass sie etwas kaputt machen könnten, beibringen konnten, wie man die Technologie benutzt und Formen in 3D anpasst, bis sie am Ende der drei Tage selbst auf einem 3D-Drucker drucken können. Allein wie sich ihre Körperhaltung im Laufe des Workshops veränderte, wie sie plötzlich anfingen zu lachen und Scherze zu machen, das war toll. Als wir erkannten, dass wir die Frauen in drei Tagen auf dieses Niveau bringen konnten, wussten wir, dass wir auch längere Programme entwickeln mussten, damit sie noch viel mehr erreichen konnten.

Das war also im Januar letzten Jahres und seitdem haben wir an der Vorbereitung der Workshops gearbeitet und die Beziehungen zu lokalen Partner weiter ausgebaut. Denn wenn man mal darüber nachdenkt: Da kommt eine Gruppe von Menschen aus der Ferne mit dieser verrückten Idee. Man braucht schon viel Ausdauer, um zu erkennen, dass man es wirklich ernst meint. Ich erinnere mich, dass eine Person sagte: „Es war, als du zum dritten Mal zurückkamst, dass ich wusste, dass du es ernst meinst.“ Der Aufbau der Beziehungen, die man benötigt, nimmt viel Zeit in Anspruch.

Was war bisher die größte Herausforderung für euch?

Louisa: Da gibt es einige. Aber ich tendiere in Richtung Kommunikation. Ich denke, die Tatsache, dass wir über so große geographische, zeitliche und kulturelle Unterschiede hinweg arbeiten, ist eine Herausforderung an sich. Wenn du in einem lokalen Projekt arbeitest, hast du vielleicht Meinungsverschiedenheiten oder Probleme, aber es ist viel einfacher, über diese zu diskutieren, weil man im Wesentlichen die gleiche Basis hat, man kommt aus dem gleichen Background – geografisch, zeitlich und kulturell.

Die Kommunikation nach Indien, wo die Sprache anders ist und die Art und Weise, wie man Beziehungen aufbaut, stellt dich immer vor größere Herausforderungen als die Arbeit in deiner eigenen Umgebung. Und dann hast du die logistischen Herausforderungen wie Zeitverschiebung, schlechte WiFi-Verbindungen. Sie lässt „normale“ geschäftliche Herausforderungen größer werden, als sie sein müssen. Aber du kannst es überwinden, wenn du es wirklich willst.

Was war euer bisher größtes Highlight?

Katherine: Zu sehen, wie die Frauen es wirklich genießen, den Computer zu benutzen und etwas zu erschaffen. Die gesamte Körpersprache verändert sich. Ich erinnere mich an dieses eine Mädchen, das an unserem Workshop teilgenommen hat. Als sie in den Raum kam und erkannte, dass sie mit Computern arbeiten soll, änderte sich ihre gesamte Körpersprache und sie fluchte die ganze Zeit. Ich musste etwas Zeit mit ihr verbringen und mit ihr allein reden, es war wirklich nicht einfach. Aber es hat sich sowas von gelohnt, denn irgendwann saß sie am Computer und es war ihr egal, dass sie daran arbeitete, weil sie sich daran gewöhnt hatte. Eigentlich hatte sie am Ende eine schöne Zeit.

Was sind die nächsten Schritte für Free_D?

Katherine: Im Februar haben wir unser erstes offizielles Pilotprogramm gestartet. Wir werden zehn Frauen ausbilden, die sich für unseren Kurs angemeldet haben, um zu lernen und im 3D-Druck arbeiten zu können. Und das ist wirklich spannend und darauf werden wir uns in den nächsten 9 Monaten konzentrieren.

Louisa: Und in etwa zwei Jahren wollen wir nach 4-5 Kursen einen soliden Lehrplan haben. Und dann werden wir auch darüber nachdenken, wie wir noch mehr Menschen helfen können.

Wie seid ihr eigentlich auf den Namen Free_D gekommen?

Katherine: Free_D ist ein Wortspiel aus 3D und Freiheit. Mit unseren Kursen ermöglichen wir Frauen, unabhängig und frei von Ausbeutung zu sein. So einfach ist das eigentlich.

Wenn Frauen zu euch kommen und euch um Rat fragen, was würdet ihr ihnen aus der Sicht einer Gründerin sagen?

Katherine: Eine Sache, die ich gelernt habe, ist, dass es wirklich wichtig ist, gute Beziehungen um dich herum aufzubauen. Sie sind der Schlüssel zu deinem Erfolg.

Louisa: Dem stimme ich voll und ganz zu und mein Rat als Person sowie als Teil eines Gründungsteams: Tue Dinge, die du liebst. Du wirst viel mehr investiert sein, wenn du genießt, was du tust. Und umgib dich mit Menschen, die dich unterstützen und ermutigen. Und denk auch immer daran, dass du Menschen kennst, die dich ermutige und die wiederum auch Menschen kennen, die sie ermutigen – und so kannst du indirekt auch dein Netzwerk ausbauen. Und selbst an schlechten Tagen, an denen man frustriert ist, wenn man das tut, was man liebt, wird man weitermachen. Ich denke, das wäre mein Rat: Tue Dinge, die du liebst, und es werden gute Dinge geschehen.

Wie haben eure Familie und Freunde reagiert, als ihr ihnen sagtet, dass ihr ein Unternehmen mit Schwerpunkt Indien gründet?

Katherine: Meine Mutter macht sich ständig Sorgen, wenn ich nach Indien reise. Aber das ist normal, denke ich, da sie sich Sorgen macht, dass ich in Sicherheit bin.

Louisa: Die Reaktion einer Freundin von mir war sehr interessant. Als ich gerade anfing, bei Free_D zu arbeiten, fragte sie, wie ich Zeit finden würde, mich um mich selbst zu kümmern, wenn ich die ganze Arbeit für andere mache. Meine Familie und Freunde machen sich Sorgen, wenn ich nach Indien reise, vor allem aber um mein Wohlbefinden an sich.

Habt ihr ein Motto, nach dem ihr arbeitet?

Louisa: Tue das, was sich richtig anfühlt! Geh mit deinem Bauchgefühl und wenn es Sinn macht, mach weiter.

Wer inspiriert euch?

Louisa: Ich habe zwei Leute, die mich inspirieren, eine von ihnen ist meine Mutter. Sie hat in ihrem Leben viel riskiert. Sie zog in ein fremdes Land, als sie in meinem Alter war und beschloss, wegen eines Mannes zu bleiben, mit dem sie gerade eine Beziehung begann. Dieser Mann wurde mein Vater und sie sind immer noch glücklich zusammen. Aber die Dinge waren eine Herausforderung für sie, da sie in einem fremden Land lebte und die Sprache nicht sprach. Aber sie ging weiter und sie ist die pragmatischste Person, die ich kenne. Wenn es ein Problem gibt, sagt sie: „Wir werden es in Ordnung bringen, wir werden eine Lösung finden.“ Und das ist eine Haltung, die ich jetzt einnehme.

Die andere Person, die mich inspiriert, ist meine Tanzlehrerin. Sie gründete ihre eigene Tanzschule und leitet diese auch. Sie ist so unterstützend und ermutigend für alle ihre Schüler und es ist sehr interessant, weil sie eigentlich eine wirklich introvertierte Person ist. Aber gleichzeitig steckt sie so viel Energie in alle da draußen und man kann sehen, wie sie das Leben der Menschen verändert. Man kann es sehen, wenn jemand gerade neu anfängt und unter ihrer Anleitung selbstbewusst wird und sechs Wochen später lacht und scherzt und auf der Bühne steht.

Danke, dass ihr euch Zeit genommen habt, mit uns zu sprechen.

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