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FORGESTELLT: Kati von ooshi „a panty to forget your period“

14. September 2018
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ooshi ist Deutschlands erste Period Panty. Und Kati and Kristine haben das Unternehmen zusammen gegründet und vor wenigen Tagen ihre Kickstartet-Kampagne gelauncht! Sie sind beide begeisterte Unternehmerinnen, setzen sich für die Selbstverwirklichung von Frauen ein und sind beide auch Mutter. Wir haben Kati interviewt und freuen uns, sie Euch heute vorzustellen.

Liebe Kati, welche 3 Bücher sollte man unbedingt gelesen haben?

Kati:

  1. Let my people go surfing – Yvon Chouinard
  2. Once minutos – Paulo Coelho
  3. Inferior – Angela Saini

Welche 3 Wörter beschreiben Dich am Besten?

Kati: Neugierig, empathisch, energie-geladen

Wie sieht ein typischer Start in den Tag bei Dir aus?

Kati: Unser Kleinster weckt mich um 5am und will aus dem Fenster nach Vögeln gucken

Du hast vor kurzem mit Deiner Mitgründerin Kristine ooshi gegründet. Was steckt dahinter?

Kati: ooshi stellt Period Pantys her, Periodenunterwäsche. Die sieht genau so aus wie deine Lieblingsunterwäsche, ist auch genauso gemütlich – kann aber viel mehr. Nämlich durch das von uns entwickelte Membransystem eine ganze Menge Flüssigkeit aufnehmen und so Binden und Tampons ersetzen. Hygienisch, bequem, und nachhaltig. ooshi ist ein absolutes Herzensprojekt von Kristine und mir, für das wir unsere Konzernjobs verlassen haben, um einen Beitrag zum Female Empowerment und Umweltschutz zu leisten.

Wie seid ihr auf den Namen gekommen?

Kati: Sagen wir mal so: es gab ein Wort mit „M“ das klang so ähnlich, war uns aber etwas zu extrem. Also das „M“ gestrichen und diese wunderschöne Brand gefunden.

Wie genau kamt ihr auf die Idee von „Period Pantys“ und was unterscheidet Euch von anderen Produkten, die die Frau während ihrer Periode nutzt?

Kati: ooshi Period Pantys sind gemütlicher als manche Periodenprodukte, nachhaltiger als andere, und zudem auslaufsicher.

Das Konzept der Period Panty gibt es schon ein Paar Jahre in den USA und Australien, und ist dort super erfolgreich. Als wir nach einem feuchtfröhlichen Mädelsabend merkten, dass sie noch gar nicht in Deutschland verfügbar waren, kam uns die Idee das doch zu ändern. Und als wir dann in einigen Tests gesehen haben was besser gehen könnte, da waren wir sicher eine eigene, neue Panty entwickeln zu wollen.

Wieso hat sich bisher noch niemand an ein solches Produkt gewagt?

Kati: Ein Viertel der Weltbevölkerung blutet jeden Monat. Und von den Frauen, die du abends beim Dinner siehst, hat jede fünfte gerade ihre Periode. Trotzdem ist das Thema ein großes Tabu worüber Männer sehr wenig wissen und Frauen selbst untereinander wenig sprechen. Dazu kommt, dass die meisten Konzerne und Startups von Männern geleitet werden. So ist irgendwie übersehen worden, dass dieser Markt seit über 100 Jahren keine Innovation erlebt hat.

Wie weit ist Euer Produkt und welche Schritte sind als nächstes geplant?

Kati: Die ooshi Period Panty steht! Wir sind mordsstolz nach fast einem Jahr Arbeit die Prototypen zu haben und sind so happy, dass sie genau so toll sind, wie wir es uns vorgenommen haben! Der Verkauf beginnt am 13. September – die ooshi-Website und der Social Media Auftritt sind auch schon da, schaut gerne vorbei.

Wie ist die Aufgabenteilung in Eurem Team?

Kati: Kristine kommt von Zalando und ist bei Produkt und Ops im Lead. Ich kümmere mich mit meinem McKinsey-Background um das Marketing, PR, und das Business Model. Sehr viel gestalten wir noch zusammen, das finden wir gerade in den ersten Monaten sehr wichtig, damit sich eine klare ooshi-DNA entwickelt, die in jede Pore des Unternehmens fließt.

Was sind Deine größten Herausforderungen?

Kati: Nicht nur unsere Marke ooshi ist neu, sondern auch die Produktkategorie „Period Panty“. Wir müssen also auf zwei Seiten aufklären – und werden im klassischen Search nicht gesucht. Wie schaffen wir es allen Frauen in Deutschland von dieser tollen Innovation zu berichten? Damit beschäftige ich mich gerade fast ausschließlich.

Gerade jetzt am Anfang – wie schafft Ihr es auf Euer Business aufmerksam zu machen?

Kati: Genau das ist die Frage. Ich muss da immer an einen Spruch denken: „The dream is free – the hustle is sold seperately“

Wie bildest Du Dich weiter und was tust Du aktiv dafür Dein Business weiterzuentwickeln?

Kati: Gerade habe ich das Gefühl jeden Tag 10 neue Sachen zu lernen, was ich liebe! Wir machen jeden Freitag ein Weekly Review, im Sinne des GTD (Getting Things Done)-Ansatzes. Es hilft wahnsinnig am Ende der Woche einen Schritt zurückzutreten und zu sehen: Wahnsinn! Was wir schon wieder in einer Woche erlebt haben! Das motiviert. Freitags habe ich auch 2 Stunden geblockt um mich weiter zu bilden – meist indem ich ein Buch lese, aber auch mal durch ein Gespräch mit einer inspirierenden Person.

Ihr seid beide außerdem Mutter. Wie bringt ihr die Neugründung und Familie unter einen Hut? Was sind dabei Eure ultimativen 3 Tipps?

Kati: Also die ultimativen Tipps gibt es ganz sicher nicht – jede Familie ist so individuell, die Bedürfnisse jedes Elternteils und jedes Kindes so einzigartig, dass man das gar nicht verallgemeinern kann. Aber vielleicht ist das der eine Über-Tipp: versteht was eure Bedürfnisse sind, und versucht diese zu realisieren. Ich feiere jede Familie, die das hinbekommt! Hier drei konkrete Sachen die bei uns gut gehen, die vielleicht jemandem helfen:

  1. Surround yourself with people who get it – es ist wahnsinnig schwer Menschen für flexible Arbeit zu begeistern, wenn sie weder damit Kontakt hatten, noch selber eine Notwendigkeit dafür sehen. Und verwandt: only work with good people. Und damit meine ich Leute mit dem Herz am richtigen Fleck.
  2. Binde die Kinder ein – unsere Kinder sind sehr informiert über die Arbeit meines Mannes (der auch gegründet hat) und mir. Sie wissen was wir machen, fragen viel, kommen viel mit und verstehen daher auch, wenn wir erklären warum einer von uns abends nochmal los muss, oder wer im Team ist, wenn wir davon beim Abendbrot erzählen.
  3. Lerne zu priorisieren – Man kann gründen und in der Zeit die Familie zurückstellen. Wenn man das nicht will, dann muss man sehr effizient arbeiten. Dabei ist priorisieren das A und O. Was ist diesen Monat, diese Woche, an diesem Tag wirklich wichtig? Was kann ich davon abgeben, was muss ich selber machen? Am besten alles recht genau planen, und wenn man das nicht mag, versuchen zu lernen zu planen…

Hast Du Tipps für Podcasts und /oder Instagram-Accounts, die Dich inspirieren?

Kati: Ich feiere ganz groß den Role-Models-Podcast von Isa und David. Inspirierend und unterhaltend. Ebenso gut ist der On The Way To New Work-Podcast.

 

Haben wir Euer Interesse geweckt? Hier findet ihr weitere Informationen zu ooshi und oder zur Kickstarter-Kampagne.

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