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FORGESTELLT: Kerstin, Personaltrainerin und Bodybuilderin

6. Mai 2016
© Max Schwarzlose
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Portrait: © Max Schwarzlose

Heute gibt es ein FORGESTELLT von Kerstin – einer weiteren Powerfrau! Und ja Bodybuilderin ihr habt richtig gelesen! Viel Spaß mit unserem Interview heute.

Liebe Kerstin bitte stell Dich doch mal unseren Lesern vor. Wer bist Du und was bestimmt Deinen Alltag?

Kerstin: Ich bin ein waschechtes Berliner Kind in den 30ern, Hundebesitzerin, Kaffee- und

© Kerstin Kaspar

© Kerstin Kaspar

Schokoladenjunkie. Mein Alltag wird bestimmt durch Sport in absolut allen erdenklichen Variationen, Essen (weil das eine ohne das andere nicht geht und weil ich es sowieso liiiiiiiiebe) und den Versuch, ausreichend zu schlafen – hier gibt es definitiv noch Entwicklungspotential. Ansonsten sind die großen Freuden des Lebens für mich eine Stunde mit der besten Freundin beim Kaffetrinken abhängen, den Hund in’s Wasser jagen oder einfach nur die Jogginghosen-Sofa-Nummer machen. Wenn man beruflich den ganzen Tag super aktiv ist, gehört man privat wohl eher der gemütlichen Fraktion an.

Du bist Diplom-Sportwissenschaftlerin, Personal Trainerin und einfach eine Motivationsbombe – woher kam die Entscheidung genau diesen Weg zu gehen?

Kerstin: Ich wollte was mit Sport machen. So blöd das immer klingt. Hatte einfach schon immer alle möglichen Sportarten gemacht. (Turnen, Tennis, Basketball, Volleyball, Marathon, Fußball, Kraftsport) Erst dachte ich, ich gehe zur Polizei und übernehme da die sportliche Ausbildung der Kollegen. Dann sagte ein Berufsberater zu mir: „Aber sie gehen doch auch nicht zur Polizei, wenn sie Pferde mögen, nur weil die auch eine Reiterstaffel haben!“. Hat er recht gehabt.

© Kerstin Kaspar

© Kerstin Kaspar

Dann blieb nur das Sportwissenschafts-Studium, um eine gute Ausgangssituation zu haben, ohne damals genau zu wissen, was es letztendlich wird. Dachte eher, ich gehe mal in’s Marketing eines großen Sportartikelunternehmens – bis ich da dann mal ein Jahr am Schreibtisch saß, dann wollte ich ganz schnell zurück auf die Trainingsfläche. Da bin ich jetzt seit mehr als 12 Jahren, und es war das ‚richtigste‘, was ich machen konnte. Ich würde um nix mehr tauschen wollen.

Hast Du einen Plan, wie Dein Leben in fünf oder zehn Jahren aussehen wird oder lebst Du einfach in Dein Leben hinein? 🙂

Kerstin: Hahahaha! Manch einer würde sagen, ich lebe so munter in’s Leben hinein. Ich habe so lange Wettkampfsport auf hohem Niveau gemacht und auf berufliche Erfolge hingearbeitet, dass es eine sehr bewusste Entscheidung ist, nicht mehr nur auf das nächste große Ziel hinzuarbeiten – sportlich wie beruflich – sondern das Leben ganz bewusst zu genießen. Ziele zu haben ist eine tolle Sache, aber es gibt so vieles was wichtiger ist als ein höheres Gehalt, mehr Follower auf Instagram oder der nächste Marathon. Und das sage ich, die mit Zielsetzungen ihr Geld verdient.

Wenn Menschen, die mir am Herzen liegen, und ich in 5/10 Jahren alle einigermaßen gesund und zufrieden sind, ist das Leben ein gutes. Auf jeden Fall will ich nicht mehr ohne Hund sein. Alles andere ist – sagen wir – verhandelbar.

Du machst auch etwas außergewöhnliches – Bodybuilding. Ich kann mir vorstellen, dass die Akzeptanz gerade unter Frauen eher verhalten und unter Männern eher skeptisch ist. Wie sind Deine Erfahrungen in diesem Gebiet?

© Kerstin Kaspar

© Kerstin Kaspar

Kerstin: Ja, das fällt einem nicht so auf, weil man sich automatisch oft Menschen um sich hat, die ein ähnliches Hobby haben oder zumindest Interesse an dem Sport haben. Ich muss auch sagen, dass ich, dadurch dass ich komplett natural bin (also niemals irgendwelche Arzneien oder illegalen Mittel konsumiert habe) und meine Femininität auf keinem Fall dem Sport opfern möchte, im Alltag sehr viel positives Feedback bekomme. Ich sehe ja nur beim Training ein bisschen gewöhnungsbedürftig aus, in Jeans und Shirt bin ich eine sportliche Frau – nicht mehr und nicht weniger. Witzig ist, dass man von Frauen komplett andere Komplimente hört als von Männern. Echt interessant. Komplimente von Frauen zählen bei den meisten Mädels lustiger Weise mehr, weil es da meist keine Hintergedanken gibt.

Männer reagieren eigentlich auch durchweg positiv. Ich weiß allerdings, dass manch einer vor einer gut trainierten Partnerin zurückschreckt, weil es seine eigenen Schwachpunkte aufzeigt. Total schade, weil mich das z.B. echt gar nicht juckt, wenn mein Partner nicht so megasportlich ist und der Bauch mit einem Sixpack eher weniger zu tun hat. Er muss halt nur Verständnis für meine Sportverrücktheit haben – und das haben diejenigen, die selbst sporteln halt eher.

Wie setzt Du Dich gegen Zweifel durch und findest zu Deiner positiven Aura zurück?

Kerstin: Ich umgebe mich mit wundervollen Menschen. Die erden. Die stärken. Die bringen dich zum Lachen und lassen dich wissen, dass du gut bist wie du bist. Und dabei meine ich das Innere viel mehr als das Äußere.

Hand auf’s Herz was genau motiviert Dich jeden Tag aufzustehen und genau das zu tun was Du liebst?

Kerstin: Das gute Gefühl danach. Und dass ich guten Gewissens so viel mehr essen kann. Das ist das Beste. 😉

Vielen lieben Dank für das Interview liebe Kerstin.

Ihr wollt mal mit Kerstin trainieren? Dann schaut auf Ihrer Website vorbei oder hinterlasst einen Kommentar.

Liebe Grüße

Eure Julia

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