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FORGESTELLT: Laura Seiler, Life-Coach, Entrepreneur und Managerin

13. Januar 2016
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Laura Seiler: „Ich arbeite als Life Coach und unterstütze Menschen darin, eine gesunde und erfüllte Beziehung zu sich selbst und zu anderen aufzubauen, ihre individuellen Lebensvisionen umzusetzen und gut durch schwierige Veränderungsprozesse zu kommen.“

 

Lauras Arbeitsalltag ist ziemlich bunt. Sie investiert sehr viel Zeit in die Vorbereitung ihrer Workshops, dem Schreiben von Blogartikeln und ihrer eigenen Weiterbildung.

Sie gibt auch Einzelcoachings für Menschen, die sich professionell in der Umsetzung ihrer Ziele unterstützen lassen möchten und coacht Musiker, aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung als Artist Managerin in der Musikbranche.

Laura, was motiviert Dich immer Vollgas zu geben und auch in schwierigen Phasen deiner Selbständigkeit nicht aufzugeben?

Laura: Ich habe während meines Studiums in großen Unternehmen wie Volkswagen oder Axel Springer gearbeitet und mich dort nie wirklich wohlgefühlt. Für mich war immer klar, dass ich gerne mein eigenes Unternehmen habe möchte, in dem ich mich austoben kann und selbst entscheiden kann,wie ich meinen Tag gestalte. Ich mag die Mischung aus kreativer Freiheit und unternehmerischen Denken, die Einen in der Selbstständigkeit erwartet. Schon vor meinem Master stand für mich fest, dass ich als Coach arbeiten möchte und die letzten 5 Jahre habe ich konsequent daraufhin gearbeitet. Ich verwirkliche gerade meinen beruflichen Traum und es macht mich glücklich, zu sehen wie Ideen dann tatsächlich funktionieren und ich mit dem, was ich mache, Menschen helfen kann.

Wenn ich auf das letzte Jahr zurückschaue, würde ich fast sagen, dass der Anfang der Selbstständigkeit eine schwierige Phase, komplett, ist. Alles ist neu, Niemand erklärt Einem wie es geht, es ist quasi Alles ‚trial and error‘. Aber dadurch, dass es für mich nie eine Frage darüber gab, ob ich auch etwas anderes machen könnte, sind die schwierigen Phasen einfach Teil des Ganzen. Es ist wie ein Muskel, den man trainiert. Am Anfang bekommt man noch Muskelkater, aber irgendwann hat man sich an das Gewicht gewöhnt und es fängt an Spaß zu machen.

Was mich am meisten motiviert, ist das positive Feedback von Klienten und Menschen mit denen ich zusammengearbeitet habe. Wenn nach einem Workshop eine Teilnehmerin zu mir kommt und mir sagt, wie viel sie für sich mitgenommen hat, wiegt das alle Mühen auf.


„Selbständigsein ist wie ein Muskel, den man trainiert.“

 


 

Wann und wie hast du dich dazu entschlossen dich als Life Coach selbständig zu machen? Hat es dich viel Überwindung gekostet?

Laura: 2011 habe ich das erste Mal selber an einem Coaching bei einer Coaching Akademie teilgenommen, das mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet hat. Noch während des Wochenendes habe ich mich damals entschieden, dass ich das auch machen möchte. Ich habe mich schon seit ich mich erinnern kann gefragt, wie man es schafft, erfüllt zu leben, wie man seine Ängste loswerden kann, wie man aufhören kann sich ständig selbst zu sabotieren, wie man glücklich wird, wie man lernen kann sich selbst zu vertrauen und eine gesunde und erfüllte Beziehung zu sich selbst und zu Anderen führen kann. Und ich habe mich schon immer für Philosophie und positive Psychologie interessiert. Coaching verbindet das Alles. Es ist ein wunderbar sportlicher aber auch emphatischer Weg, um sich persönlich weiterzuentwickeln und das Schöne daran ist, dass man Alles, was man lernt, auch für sich selbst nutzen kann.

Deswegen hat es mich keine Überwindung gekostet, eher im Gegenteil – Mich hätte es Überwindung gekostet, etwas anderes tun zu müssen. Der Weg dahin war zwar manchmal ein wenig holprig, da ich vor meiner Selbstständigkeit noch Arbeitserfahrung sammeln wollte, sehr viel im Management gearbeitet habe und parallel die Ausbildung zum Life Coach gemacht habe. Aber ich hatte nie Zweifel daran, ob es der richtige Weg ist.

Lassen sich Selbständigkeit und Privatleben gut miteinander vereinbaren?

Laura: Das ist eine gute Frage. Bei mir verfließt Beides ein bisschen ineinander. Ich tausche mich sehr viel mit meinen Freunden und Bekannten über unsere Ideen und Visionen aus. Aber ich kann auch gut einfach ins Kino gehen, ein Buch lesen oder mit Freunden essen gehen und dabei für 1-2 Stunden (maximal ;)) abschalten. Nur abends im Bett kommen mir immer die meisten Ideen und dann mache ich oft doch noch mal den Laptop an und schreibe an einem Artikel oder Konzepte für Workshops auf.

Welche organisatorischen Tipps und Tricks kannst du unseren Leserinnen mit auf den Weg geben, um viele unterschiedliche Projekte zu stemmen bzw. ihre Vision anzugehen? Gönnst du dir trotz viel Arbeit ab und zu eine Pause? Wenn ja, wie sieht diese aus?

Laura: Ich schreibe mir abends kurz auf, was ich am nächsten Tag alles erledigen möchte und priorisiere meine Aufgaben. Das gleiche mache ich für die Woche und für den Monat. Das hilft mir, den Überblick zu behalten. Ich habe beispielsweise eine große Jahresübersicht mit den unterschiedlichen Deadlines, die ich mir gesetzt habe und den einzelnen Arbeitsschritten, die es braucht. Um so kleiner die Arbeitsanweisungen, umso besser. Wenn ich das Gefühl habe, ein Ziel ist zu groß und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, dann fange ich meistens auch nicht an.

Mein Visionsboard ist meine visuelle Inspiration und Motivation. Es inspiriert mich Ziele zu haben, die knapp an der Grenze zum unrealistischen sind, wo ich aber weiß, dass ich sie mit Neugier, Disziplin und Freude an der Sache erreichen werde.

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© Laura Seiler

Ich gönne mir auf jeden Fall Pausen, gehe mit Freunden einen Kaffee trinken oder schaue Jimmy Fallon oder etwas in die Richtung auf Youtube. Ich versuche eine gewisse Leichtigkeit in meinem Job beizubehalten. Wenn ich Freude an dem habe, was ich mache, ist die Chance wesentlich höher, dass es anderen Menschen auch gefällt. 

Wie sieht Dein bisheriger Werdegang aus?

Laura: Mein Lebenslauf hat ein bisschen was von einer Nomadin. Ich hab schon während meiner Schulzeit eine große Leidenschaft fürs Reisen entwickelt und mehrere Jahre im Ausland in Venezuela, Bolivien, der Türkei, den USA und Spanien gelebt. Wirklich sesshaft bin ich erst seitdem ich in Berlin lebe. Ich habe während meines Studiums viele unterschiedliche Unternehmen kennengelernt und u.a. für Scholz & Friends, Volkswagen und Axel-Springer gearbeitet. Mein Quereinstieg in die Musikbranche ist durch meinen Studentenjob als PR-Beraterin für einen sehr erfolgreichen Berliner Rapper entstanden, für den ich ein Jahr lang gearbeitet habe. Seit Ende meines Studiums (2013) bin ich als Managerin bei Guerilla Entertainment tätig gewesen und habe dort Musiker betreut und parallel meine Tätigkeit als Coach aufgebaut.


Selbständigkeit = Selbst und ständig?

Laura Seiler


 

Was ist deiner Meinung nach dran an dem Motto ‚Selbständigkeit bedeutet man arbeitet selbst und ständig‘?

Laura: Eine Menge… Ich schalte zwar auch gerne mal ab, aber wenn ich ehrlich bin, bin ich trotzdem meistens mit dem Kopf bei der Arbeit. Im Moment ist der Job das Letzte, woran ich denke, bevor ich einschlafe und das Erste nachdem ich aufgewacht bin. Ich hoffe, das ändert sich eines Tages wieder 😉

Welche Vision verfolgst du mit deiner Philosophie und was ist das nächste kleine Ziel in deiner Jahresübersicht?

Laura: Ich möchte mit meinem Unternehmen einen Raum für persönliche Weiterentwicklung öffnen. Mein persönliches Lebensthema war es immer, wie man eine gesunde und positive Beziehung zu sich selbst entwickeln kann, da ich glaube, dass das der Grundstein für ein erfülltes Lebens ist. Gerade wir Frauen können so unfassbar kritisch uns selbst gegenüber sein und das meistens völlig ohne Grund. Ich habe eine lange Reise zu mir selbst hinter mir und dabei sehr viel gelernt. Dieses Wissen zusammen mit der Coachingerfahrung möchte ich gerne weitergeben und Menschen dabei unterstützen sich selbst und die eigenen Träume wieder ernst zu nehmen. Wir leben in einer Zeit, in der wir drohen in der Vielzahl der Auswahlmöglichkeiten unterzugehen. Umso besser  man sich selbst kennt und sich wertschätzt, desto eher findet man trotz der äußeren Unklarheit seinen eigenen Weg und fühlt sich nicht länger verloren.

Mein nächstes Etappenziel ist es, vermehrt online Coachingseminare anzubieten und dadurch Menschen zu erreichen, die nicht in Berlin leben und sich weiterentwickeln wollen. Langfristig ist es meine Vision Coaching für junge Menschen zwischen 10 – 25 Jahren zugänglicher zu machen. Ich erinnere mich nicht gerne an dieses Alter zurück und hätte sehr gerne Jemanden gehabt, der mir die Dinge sagt, die ich heute weiß.


 

Melde dich hier zum kostenlosen Webinar ‚GLÜCKLICH & ERFÜLLT ICH SELBST‘ am 15. Februar 2016 an.

 


 

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Welche Bedeutung hat der Aufbau eines Netzwerks unter Frauen für Dich persönlich? Sind wir in Deutschland diesbezüglich gut aufgestellt?

Laura: Ich finde, da hat sich in den letzten Jahren bereits einiges getan. Gerade in Berlin gibt es mittlerweile so viele tolle, inspirierende Frauen, die sich gegenseitig unterstützen und austauschen. Eine gute Bekannte organisiert beispielsweise regelmäßig einen Brunch für junge Unternehmerinnen. Oder auch Events wie PANDA tragen viel dazu bei, das es immer normaler wird, dass Frauen stärker netzwerken und den Mehrwert darin erkennen. Ich habe den Eindruck, dass Frauen in unserer Generation einen neuen, authentischen, weiblichen Führungsstil entwickeln und wir aufhören zu denken, wir müssten es genau so machen wie Männer. Das Konkurrenzdenken scheint der Erkenntnis gewichen zu sein, dass wir einander mehr dienen, wenn wir uns gegenseitig unterstützen. Ich sehe darin eine große Chance.

Letzte Frage: Wie sieht dein perfekter Feierabend aus?

Laura: Je nachdem wie der Tag gelaufen ist, gehe ich sehr gerne gut mit Freunden essen und einen leckeren Wein trinken. Es gibt aber auch Abende, an den ich mich einfach direkt auf die Couch werfe, ein Buch lese, Schokolade esse und die Welt vor der Tür lasse.

Laura betreibt neben Ihrer Website auch einen Blog mit inspirierenden Artikeln, die zum Nachdenken anregen. Ihr seid viel auf Instagram unterwegs? Dann folgt diesem Account von Laura.

Vielen Dank für das wunderbare Interview Laura und ich freue mich dich bald persönlich kennenzulernen!

Eure Kira

Bildquelle: © Laura Seiler

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  • Reply
    Constanze
    8. Februar 2016 at 1:13

    Hallo Laura,
    Du bist eine ganz fesche,herzliche Maus.
    Aber wie schauts denn mit Deinem finanziellen Einküften aus?
    Ich war auch so ein Initiator für erschlappte ,Wesen.Mein Resüme,ganze Kraft in dem Gegenüber gesteckt,und selbst auf der Strecke geblieben.Jetzt suche ich in Deinem Seminar,Lösungen zur nicht
    Selbstaufgabe.
    Mal schauen wie weit ich bei Dir,zu Lösungsansätze kommen kann.?
    Dein offenes Wesen macht es Dir,ganz leicht in den anderen Gegenüber Vertrauen zu erlangen.
    Constanze

    • Reply
      Laura
      8. Februar 2016 at 13:42

      Hallo liebe Constanze,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Ja da stimme ich dir komplett zu, als Coach muss man wahnsinnig gut auf die eigene Energie aufpassen. Ich achte bei mir sehr darauf, weil ich weiß, dass ich niemand anderem helfen kann, wenn es mir selbst nicht gut geht. Ich schaue immer, dass ich genügend schlafe, gesund esse und Sport mache, um meine eigenen Akkus wieder aufzuladen.

      Ich gebe am nächsten Montag ein kostenloses Webinar, zu dem du dich sehr gerne anmelden kannst.
      Da geht es genau darum, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und eine gesunde Beziehung zu sich selbst zu entwickeln. Du kannst dich hier anmelden: http://www.lauraseiler.com/webinar-coaching

      Bezüglich deiner Frage zu meinen finanziellen Einkünften. Ich habe eine gute Übergangsphase aus meiner Festanstellung in die Selbstständigkeit gehabt. Das würde ich auch jedem empfehlen, sich erst einmal in Ruhe parallel zum Job etwas aufzubauen. Dadurch bist du dann im ersten Jahr deiner Selbstständigkeit wesentlich entspannter. Aus Erfahrung würde ich sagen, dass es realistisch 1-2 Jahre zu brauchen, um komplett von deiner Selbstständigkeit leben zu können.

      Bei weiteren Fragen, kannst du mir sehr gerne auch jederzeit eine Email an coaching@lauraseiler.com schreiben.

      Alles Liebe,
      Laura

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