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FORGESTELLT: Leonie Schwaiger vom Lifestyle-Blogazine glowing

23. Mai 2016
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Gute Geschichten & ein ausgeglichener Lebensstil – Das sind die zwei großen Leidenschaften von Leonie Schwaiger. Seit 2015 schreibt sie über verschiedene Themen in ihrem eigenen feel-good Lifestyle-Blogazine „glowing„, ein Herzensprojekt.

Liebe Leonie, was macht dich als Persönlichkeit besonders? Nenne uns bitte drei Dinge, damit wir zum Einstieg einen kleinen Eindruck von dir gewinnen.

Leonie: Ich mache ungern halbe Sachen. Wenn ich etwas anfange, möchte ich es auf jeden Fall mit ganzem Herzen machen und stecke all meine Energie in ein optimales Ergebnis. Es macht mir Spaß, stundenlang an den Einzelheiten zu feilen. Wenn es dann aber nicht perfekt wird, bin ich auch schnell enttäuscht. Außerdem liebe ich gute Geschichten. Für mich gibt es kaum etwas Erfüllenderes als eine wirklich gut erzähle Geschichte zu lesen, sehen oder hören – mit vielschichtigen Persönlichkeiten und einem guten Handlungsstrang. Ich denke, genau deshalb liebe ich Medien so sehr.
Mein persönliches Tageshighlight ist allerdings nicht zu selten Essen – darüber könnte ich mich stundenlang unterhalten. Hier bin ich einfach Genießer und probiere gerne Neues aus. Vor allem seit ich mich vegan ernähre, ist meine Experimentierfreude wieder aufgeflammt.

Stand für dich nach der Schule schnell fest, dass du einen Hochschulabschluss als Online-Redakteurin machen möchtest oder fiel dir die Entscheidung schwer?

Leonie: Was ich nach der Schule machen wollte, war für mich ehrlich gesagt lange ein absolutes Mysterium. Ich habe verschiedene Studiengänge gewälzt und konnte mich mit keinem so richtig anfreunden – irgendwie schien nichts wirklich zu mir zu passen. Deshalb habe ich auch zunächst ein Jahr als Au-Pair in Frankreich verbracht und anschließend beim Lokalfernsehen eine Ausbildung als Video-Journalistin gemacht. Hier habe ich gemerkt, dass es mir gut liegt, mit den verschiedenen Elementen Text, Bild und Ton zu arbeiten und dass es mir Spaß macht, Geschichten zu erstellen. So bin ich schließlich auch zu meinem Studium gekommen: Hier kann man sehr viele unterschiedliche Disziplinen anwenden und sich kreativ austoben. Das ist mir sehr wichtig!

Verfolgst du beruflich gesehen einen konkreten Plan und triffst demnach alle deine Entscheidungen oder lässt du dich vom Leben überraschen?

Leonie: Ich lasse mich sehr gerne vom Leben überraschen. Zu viel Planung halte ich für übertrieben. Diese typischen 3- oder 5-Jahres-Pläne beispielsweise würde ich niemals für mein Leben machen – eventuell für mein Business (sollte ich jemals eines haben), aber niemals für mein Privatleben. Ich finde es schön, sich hier die Spontaneität zu erhalten und sich einfach auf das zu freuen, was das Leben so für einen bereit hält. Wäre doch langweilig sonst, oder? Im Kleinen plane ich allerdings sehr gerne voraus: Ich finde es schön, wenn man sich auf bestimmte Dinge in näherer Zukunft freuen kann, beispielsweise ein schönes Event oder ein Treffen mit Freunden.

Seit 2015 gibt es deinen Blog „glowing“, welchen du mit Leidenschaft nebenbei betreibst. Wie bist du auf die Idee gekommen deinen eigenen Blog zu starten?

Leonie: Die Idee dazu gab es eigentlich schon sehr, sehr lange, doch ich habe es einfach nicht durchgezogen. Schon in der Schule hatte ich einen Blog – allerdings nur mit zwei Beiträgen, die nie jemand zu Gesicht bekommen hat. Ich habe mich einfach nicht getraut. Und auch in den letzten Jahren kam die Idee immer mal wieder auf, es dann allerdings doch nicht umgesetzt. Vermutlich hatte ich Angst davor, es nicht wirklich durchzuhalten – und ehrlich gesagt konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass tatsächlich jemand die Dinge liest, die ich zu sagen habe. Wegen meines Studiums beschäftige ich mich aber natürlich auch in meiner Freizeit sehr oft mit dem Web und irgendwann merkte ich einfach: Jetzt muss ich das machen! Ich habe momentan die nötige Zeit dazu, ich habe Lust darauf, was sollte mich abhalten?


Also habe ich mich hingesetzt und ein Konzept entwickelt.

 


Was war der Reiz für Dich an einem eigenen Blog?

Leonie: Der Reiz eines eigenen Blogs lag für mich darin, hier endlich das ausleben zu können, was mir sonst oft im Studium oder auch in meinen Nebenjobs gefehlt hat: Kreativität. Bei meinem Blog mache ich alles selbst, ich bestimme das Design, feile am CSS, schreibe die Texte, schieße und bearbeite die Bilder und vieles mehr. Es ist einfach ein Traum, so viel Freiheit zu haben und es macht wahnsinnig viel Spaß, dann auch die fertigen Ergebnisse zu sehen. Ich stehe hier immer ein bisschen im Wettkampf mit mir selbst: Ich will immer besser werden.

Würdest du sagen, dass der Content deines Blogs eine Art Spiegelbild deiner Selbst ist? Welche Mission oder Vision steckt hinter „glowing“?

Leonie: glowing ist auf jeden Fall ein Teil von mir. Natürlich schreibe ich nur über die Dinge, die mich auch privat interessieren und bewegen. Mir ist es wichtig, mit meinem Blog einen kleinen Raum zu schaffen, der die Leser ein wenig sensibilisiert – für gute Ernährung, für mehr Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber und für ein Leben, in dem man auch einfach mal die kleinen Momente genießen kann. Ich will niemanden zu etwas missionieren, nur ein bisschen inspirieren. Mir selbst macht es auch auf anderen Websites viel Spaß, durch spannenden und kreativen Content zu stöbern – genau das will ich auch gerne bieten. Im Netz lassen sich heutzutage so viele schöne Neue Dinge kennenlernen. Ich freue mich, wenn jemand meinen Blog besucht und ein bisschen etwas für sich mitnehmen kann.

Woher stammt der Name „glowing“, wie bist du darauf gekommen?

Leonie: glowing beschreibt ein wenig den Wunsch, ein bisschen mehr „glow“ ins Leben zu bringen. Dabei geht es mir um Kreativität, Inspiration, aber auch Besinnung auf sich selbst – ein wenig mehr Mindfulness für den Alltag! Wenn der Blog einen Slogan hätte, dann wäre es vermutlich „start glowing“, bring ein bisschen mehr Strahlen in dein Leben! Denn ich denke, genau das ist auch eine Aufgabe für uns: genießen, trotz des ein oder anderen widrigen Umstands!

Wie wichtig ist dir der Austausch mit anderen Frauen in Netzwerken? Bist du in Köln gut vernetzt und kannst von Erfahrungen anderer lernen und profitieren?

Leonie: Ich finde Austausch wahnsinnig wichtig, denn davon kann jeder profitieren. Ich bin im Web und auch per WhatsApp in einigen Gruppen – oft auch nur mit Frauen – deren Mitglieder ähnliche Interessen verfolgen wie ich. Es ist einfach schön, wenn man weiß, dass man sich mit bestimmten Problemen an eine Community wenden kann und nicht alles alleine herausfinden muss. Die Schwarmintelligenz ist etwas, das ich nur allzu gern nutze und auch versuche, hier mein Wissen an andere weiterzugeben.

Gibt es etwas, was du unserer FIELFALT Community gerne mit auf den Weg geben möchtest?

Leonie: Gebt euch nicht mit Lebensbedingungen zufrieden, die euch unglücklich machen! Ich habe in letzter Zeit mehrere Interviews mit kreativen Frauen geführt, davon gibt es auch schon ein paar auf meinem Blog, die ihrer inneren Stimme gefolgt sind und das gemacht haben, was ihr Herz wollte – und zwar mit großem Erfolg. Mir fällt es selbst oft schwer, meinen Kopf mal auszuschalten und wirklich das zu tun, was mein Herz mir sagt. Doch immer wenn ich das tue, spüre ich sofort die positiven Veränderungen in meinem Leben: Es tun sich plötzlich Türen auf, wo vorher keine waren, mein Lebensmut kommt zurück und ich habe wieder Spaß an dem, was ich tue. Auf sein Herz zu hören ist wohl eine der herausforderndsten, aber lohnenswertesten Aufgaben, die ich kenne.

Und was machst Du neben dem Studium und „glowing“, um den Kopf frei zu bekommen?

Leonie: Ich mache sehr gerne längere Spaziergänge, auch wenn ich leider in letzter Zeit nicht so oft dazu komme. Aber ich finde es einfach schön, aufmerksam durch meine Stadt oder auch durch die Natur zu gehen, und einfach mal das in mich aufzunehmen, was dort so passiert. Dabei kann man die schönsten Entdeckungen machen. Außerdem verbringe ich gerne Zeit mit meinen Freunden, ich lese wahnsinnig gerne (und leider auch sehr schnell, meine Lieblingsbücher sind deshalb immer in einem Rutsch durchgelesen) und fahre gerne Fahrrad. Das ist vermutlich die einzige Sportart, die mir nicht wirklich wie Sport vorkommt.

Vielen herzlichen Dank für dieses schöne Interview liebe Leonie!

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