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FORGESTELLT: Maria Boettner, Gründerin der App DU HAST PAUSE

20. März 2016
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Maria nimmt sich selbst als eine ganz normale, moderne Frau Mitte dreißig wahr, insofern auch mit normalen Eigenschaften. Ihre Familie, Freunde und Kollegen beschreiben sie als zuverlässig, liebend, flexibel, zentriert, offen, warmherzig, mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und innerer Weite.


Liebe Maria, vielen Dank für das heutige Interview. Verrate uns doch gleich zu Anfang, was sich hinter „Du hast Pause“ versteckt und wie Du auf die Idee gekommen bist.

Maria: Mit Du hast Pause möchte ich möglichst vielen Menschen die Freude am Meditieren vermitteln. Ich selbst meditiere seitdem ich elf Jahre alt bin. Ich hatte als Kind schwere Einschlafprobleme. Meditation und Yoga haben mir sehr dabei geholfen, diese zu bewältigen. In den vergangenen zwanzig Jahren habe ich vielfältige Formen der Meditation und Techniken zur Entspannung erlernt. Zusätzlich praktiziere ich seit vielen Jahren Yoga. All diese positiven Erfahrungen habe ich in Du Hast Pause einfließen lassen. Mein Ziel und Wunsch ist es, Menschen zu einem positiveren Denken zu verhelfen, zu mehr Selbstverantwortung, wenn es darum geht, wie man das Leben sieht und mit Erwartungen und Druck umzugehen.

Wie waren die ersten Schritte von der Idee „Du hast Pause“ bis zur Umsetzung?

Maria: Du hast Pause hat mit dem Blog begonnen. Die Idee dazu kam mir während einer Meditation. Ich habe auf mein Gefühl gehört, jedoch bin ich technisch nicht besonders versiert. Aber wenn ich innerlich etwas so stark spüre, dann folge ich meinem Gefühl. Auch meine Webseite habe ich selbst gestaltet, mit meiner damals neun Monate alten Tochter auf dem Schoß. Die Meditationen zu entwickeln ist mir leicht gefallen, die technische Umsetzung war für mich schon kniffliger. Die App war dann nochmal eine ganz neue Herausforderung. Wieder war es meine innere Führung, der ich gefolgt bin. Ich war überrascht, wie teuer so etwas ist. Aber ich hab dank toller Unterstützung von tollen Menschen die Umsetzung geschafft. Darauf bin ich wirklich stolz!

Neben deinem Angebot von Workshops hast du zusätzlich eine App entwickelt. Was bietet mir die App als Nutzerin?

Maria: Die App Du hast Pause bietet geführte Meditationen für den Alltag. Es gibt die kostenlose 10×10 Minuten Option für Meditationseinsteiger und den Meditationstimer alias Stille Pause zum Üben und Vertiefen der Praxis. Außerdem gibt es als Abo-Modell für den Preis von knapp fünf Euro (Monatsabo) bis 25 Euro (Jahresabo) weitere 50 Meditationen. Diese sind nach den Themengebieten Gesundheit, Elternschaft, Reisen/Unterwegs, Schlafen, Warten, Arbeit und Gehen strukturiert. Natürlich gibt es regelmäßige Updates und neue Meditationen. Darüber hinaus führe ich den gleichnamigen Mediations- und Yoga Blog – dort findet man Videos mit geführten Meditationen und Tipps zum Thema Meditation, Achtsamkeit und Yoga. Die App ist dazu quasi das passende Offline Produkt für unterwegs.

Was hast du vorher beruflich gemacht? Wie sah dein Leben aus? Erfüllt dich dein heutiger Alltag?

© Maria BoettnerMaria: In meinen frühen Zwanzigern habe ich in Hamburg Schauspiel studiert und seitdem in diversen Theater- und Filmproduktionen mitgewirkt, das mache ich auch heute noch aber die Schauspielerei ist in den letzten Jahren etwas in den Hintergrund gerückt und die spirituelle Arbeit dafür in den Vordergrund. Dass ich im Sprechen ausgebildet bin, war eine große Hilfe für die App, die Meditationen sind ja komplett von mir eingesprochen. Auch auf der Bühne als Speaker zu stehen ist einfach für mich, da ich kein Lampenfieber bekomme und weiß, wie ich mich auf einer Bühne zu geben und zu sprechen habe. So kann ich mich voll auf meine Botschaft konzentrieren. Zudem arbeite ich im sensitiv – medialen Bereich, in dem ich mich seit Jahren von weltweit anerkannten Medien ausbilden lasse. Mittlerweile gehört das Stillsitzen für mich zum Alltag wie das Zähneputzen.

Wie würdest Du Deine Unternehmenskultur heute beschreiben?

Maria: Meine Unternehmenskultur würde ich als freudvoll, gespannt, offen und flexibel, aber trotzdem fokussiert beschreiben.

Machst du Alles alleine oder hast du verschiedene Unterstützer für bestimmte Bereiche und Aufgaben?

Maria: Ich arbeite eng mit einem kleinen Design- und Entwicklerteam von Odoson in Barcelona zusammen und auch mit Agenturen. Das hat nichts damit zu tun, dass mich die entsprechenden Arbeitsbereiche nicht interessieren, als dass ich es nicht kann. Es ist ganz wichtig sich dessen bewusst zu sein und zu wissen wo es sich lohnt etwas selbst zu machen, aber auch wann es besser ist, etwas aus der Hand zu geben.

Denkst du, Yoga und Meditation sind für jeden Menschen wichtig und förderlich?

Maria: Ich bin davon überzeugt, dass Meditation zur ganzheitlichen Gesundheit beitragen kann. Neben Stressabbau oder der Bekämpfung von Angstzuständen kann Meditation auch den Blutdruck senken oder das Immunsystem stärken. Für viele sind die Praktiken ein ganz wichtiger Ausgleich und Teil des täglichen Lebens. Es gibt aber natürlich auch Menschen, die wunderbar ohne Meditation oder Yoga auskommen, das hängt ganz vom eigenen Empfinden ab, schaden tut es aber sicherlich Niemandem.

Welche Eigenschaften sollte eine Gründerin Deines Erachtens auf jeden Fall mitbringen?

Maria: Man darf sich nicht entmutigen lassen! Wer gründet, ist nicht automatisch Experte für alle Bereiche. Es kommen auch Momente, in denen man überdenken und in Frage stellen sollte, wie der nächste Schritt aussieht. Und man muss am Ball bleiben, jederzeit. Es ist natürlich naheliegend, dass ich in solchen Momenten gerne meditiere. Meditation hilft mir, die Situation gedanklich, aber auch emotional zu entwirren und mit Abstand zu betrachten. Das tut nicht nur gut, sondern gibt dem Projekt selbst auch eine neue, positive Energie.

Gibt es in Zürich ein bestehendes Netzwerk für Erfahrungsaustausch unter Frauen? Wie wichtig ist dir der Austausch in einem solchen Netzwerk?

Maria: Ich sitze im Impact Hub Zurich, einem Co-Working Space für Startups und Jungunternehmer. Der Impact Hub hat eine weltweite Community. Dort leite ich mit einer Kollegin den Mindfulness Tribe Zurich. Dennoch ist für mich persönlich der wichtigste Austausch der Austausch mit mir selbst. Dazu meditiere ich und gehe in den “Raum hinter dem Denken”, dort finde ich alle Infos und Antworten, die ich brauche und tanke auf. Zudem ist mir der Austausch mit Familie und Freunden wichtig, ihre Meinung, ihr Feedback. Auch mein Lehrer ist ein wichtiger Begleiter für mich, ich nehme regelmäßig an Fortbildungen bei ihm teil.

Freizeit bedeutet für Maria derzeit Zeit mit ihrer Tochter zu verbringen. Das ist natürlich toll, aber Spielplätze und Kindertreffs sind nicht gerade ihre Lieblingsaufenthaltsorte. Sie meditiert sehr gerne, macht Yoga und wenn möglich, genießt sie die Sonne, kocht gerne und trifft sich mit Freunden.

 

Vielen Dank liebe Maria & herzliche Grüße nach Zürich!

Bildquelle: © Maria Boettner

Hast du noch Fragen an Maria oder an uns, dann kommentiere diesen Beitrag oder schreib eine Mail an: mail@fielfalt.de!

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