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FORGESTELLT: Marina Friess Gründerin FEMINESS

17. December 2016
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Wir finden, dass es nicht genug Frauennetzwerke geben kann! Daher nehmen wir Kontakt zu verschiedenen Personen auf, um euch die FIELFALT zu zeigen, die euch viele Frauen geben, um sich auszutauschen und weiterzuentwickeln. #togetherwerebetter 🙂

Heute gehört unsere Vorgestellt Bühne der wunderbaren Marina Friess – sie ist Gründerin der FEMINESS, einem Weiterbildungsinstitut für Frauen. Lernt Marina in unserem Interview kennen.

Liebe Marina, stell dich unseren Lesern doch einmal kurz vor. Wer bist du und was machst du den lieben langen Tag?

Ich bin Gründerin von Feminess und bin auf einem untypischen Weg dazu gekommen. 🙂 Von Natur aus bin ich sehr neugierig und habe deshalb festgestellt, dass ich daher in meinem Job als gelernte Kosmetikerin falsch bin. Ich denke jeder kennt das Gefühl, wenn man sich nicht ausgiebig genug gefördert fühlt, so habe ich mich auf jeden Fall gefühlt. Außerdem stellte ich fest, dass ich keine gute Angestellte darstellte – Grund genug für mich meinen Job ohne einen Plan B zu kündigen. Um die Zeit ein wenig zu überbrücken und da ich bereits Vertriebserfahrungen gesammelt hatte, entschied ich mich in einem Callcenter anzuheuern.

Ich entwickelte mich weiter und besuchte etliche Weiterbildungsseminare in diesem Bereich. Die Art, wie ich mich mit mir und meiner Persönlichkeitsentwicklung beschäftigte, beeindruckte mein Umfeld und ich kam mit immer mehr Leuten ins Gespräch, die mich ermutigten selber etwas aufzubauen. Ich besitze einen ungebrochenen Bann der Neugierde und möchte mein Potenzial bestmöglich ausschöpfen, weshalb ich nicht müde werde immer neue Weiterbildungen anzufangen. So kam es dann, dass mein Umfeld mich darin bestärkte zunächst kleine Workshops und Vorträge zu halten und organisieren. Das war der Vorbote für Feminess. Inzwischen bin ich seit 11 Jahren selbstständig und mehr als zufrieden diesen Weg eingeschlagen zu haben. Es macht mir einfach unglaublich viel Spaß Feminess jeden Tag weiterentwickeln zu können. Ich kann mich ausleben und bin dazu mein eigener Chef. Außerdem besteht mein Alltag darin Frauen zu connecten und genau wie ihr eine Community aufzubauen.

Was genau ist die Feminess?

Feminess gibt es bereits seit 4 Jahren. Wir sind ein Weiterbildungsinstitut von Frauen für Frauen. Wir sind der Überzeugung, dass jede Frau erfolgreich sein kann und ein erfolgreiches und erfülltes Leben verdient hat. Deshalb organisieren wir Workshops, Coachings und auch Kongresse, um Frauen zusammenzubringen und wenn nötig zu stärken. Das Potenzial ruht in jeder einzelnen von uns und muss nur geweckt werden, deshalb versuchen wir gemeinsam mit unseren Beraterinnen und Trainerinnen möglichst vielen Frauen eine passende Plattform zu bieten. Unser größtees Event ist der Feminess-Kongress, wo dieses Jahr 300-500 Frauen erwartet werden.

Perfektes Eigenmarketing ist ihr Maßstab – ist einer der Claims auf deiner Seite. Wie bist du zu dieser Erkenntnis gekommen?

© Marina FriessEigenmarketing ist bei vielen Frauen ein riesiges Thema. Im Grunde liegt vieles noch daran, dass Frauen in der Steinzeit damit vertraut waren, Beeren zu sammeln und generell dafür zu sorgen, dass es in der Community harmonisch zugeht. Diese Aspekte führen dazu, dass Frauen sich lieber in den Schatten anderer stellen (lassen), anstelle Eigenmarketing zu betreiben und sich selbst in den Mittelpunkt zu rücken. Nach langer Erfahrung habe ich nun auch gelernt, dass Eigenmarketing sehr viel mehr ist – hier gehört auch Themen wie bspw.: Partnerschaft, Gesundheit und auch die finanzielle Situation hinzu. Man kann das Thema nicht losgelöst betrachten, sondern muss nach Möglichkeit an einem ganzheitlichen Konzept arbeiten. Die Beziehung zu einem selbst, stellt quasi nur das Grundgerüst dar. Mir ist wichtig, dass Frauen erkennen, dass das Potenzial bereits in sich tragen und es einfach nach außen kehren mit unserer Hilfe. Danach ist es ein leichtes sich weiterzuentwickeln, wenn Wir arbeiten gerade daran ein neues Modell auf den Markt zu bringen, dass aus offline und online Aktivitäten besteht, um noch mehr Mehrwert schaffen zu können und den Frauen – unserer Community – zu helfen die eigenen Potenziale nach außen zu kehren.

Warum glaubst du ist es wichtig insbesondere Frauen zu coachen?

Aufgrund unseres sehr hohem Perfektionismus Anspruchs stehen wir häufig unter sehr großem Druck. Die Welt in der wir aktuell arbeiten wurde zudem von Männern geschaffen, was oft dazu führt, dass Frauen männliche Attribute zugewiesen werden, da man in dieser Welt nur jene kennt. Die aktuelle Arbeitswelt hat im übrigen auch dazugeführt, dass wir kaum weibliche Vorbilder haben und Frau sich an männlichen Vorbildern orientieren muss. Außerdem kommt hinzu, dass immer mehr Männer und Frauen den Sinn des Lebens und damit auch Arbeitens hinterfragen, unabhängig von den Generationen, wird das ein immer wichtigeres Thema. Nun ja und das offensichtlichste ist wohl, dass ich als Frau einfach mehr Ahnung davon habe wie Frauen sich fühlen und deshalb habe ich mich dazu entschieden Frauen anstelle Männer zu coachen. 🙂

Was sind die häufigsten Herausforderungen vor denen Frauen stehen oder sind diese immer individuell zu betrachten?

Wie weiter oben schon beschrieben, geht vieles auf die Urzeit zurück. Frauen mussten mit anderen in der Gemeinschaft zurecht kommen, da ansonsten jeder Ausschluss zum Tode geführt hätte, weshalb wir uns manchmal eben so verhalten wie wir es tun. Eine weitere Herausforderung ist auf jeden Fall unser zu starker Drang nach Perfektionismus, der uns manchmal (oder manchmal etwas häufiger) im Weg steht.

Man hört oft, dass es schwierig ist in einer Welt die von Männern geschaffen wurde überhaupt erfolgreich zu werden. Wie stehst du dazu?

Grundlegend stimme ich dieser Aussage zu, würde jedoch behaupten, dass es nicht einfach so schwarz auf weiß zu behaupten ist. Ich denke, dass ganz viel mit Glaubenssätzen zusammenhängt. Wenn wir als Frauen zum Beispiel immer wieder hören, dass man es als Frau immer schwerer hat als Männer, dann glaubt man irgendwann daran. Wenn man sich selber immer wieder sagt, dass man es schwerer hat, baut man psychologische Barrieren auf, die dazu führen, dass die Prophezeiungen sich erfüllen.

Ich persönliche glaube daran, dass in Zukunft verstärkt weibliche Energie in den Umlauf gebracht werden muss. Je mehr sich damit beschäftigen um so einfacher wird es. Wenn man erst mal klein anfangen will, denke ich jedoch, sollte man bei den eigenen Glaubenssätzen anfangen. 🙂

Glaubst du, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben Frauen stärker zu positionieren?

Naja zunächst steht wohl die Frage im Raum, was man persönlich als „weit“ definiert. (lacht) Ich habe in meinem Alltag sehr viel mit unterschiedlichen Frauen zu tun und sehe, wie viele inzwischen anders an bestimmte Sachen rangehen. Ich denke, dass es natürlich von Individuum zu Individuum anders ist, aber wenn wir gemeinsam an unserer Zurückhaltung (Stichwort: Eigenmarketing) und teilweise zu großen Ängstlichkeit arbeiten, dauert es mit Sicherheit nicht mehr so lang. Wenn ich mich festlegen müsste, würde ich sagen, dass wir es vielleicht noch mit circa zehn Jahren zu tun haben. Allerdings ist eben sehr schwierig hier genaue Angaben zu machen. 🙂

Ihr habt Fragen oder Anmerkungen zu: FORGESTELLT: Marina Friess Gründerin FEMINESS, dann kommentiert gern unter diesen Artikel.

Eure Julia

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