PORTRAITS Weitere Beiträge

FORGESTELLT: Maxi Knust, Solopreneur von Fempreneur

3. November 2015
Maxi Knust
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinmailby feather

Darf ich vorstellen: Maxi Knust, Gründerin des Online-Magazins Fempreneur!

Sie ist eine begeisterte Solopreneurin im Bereich Female Empowerment und Entrepreneurship! Ihre Mission? Die Rate von weiblichen Gründerinnen von 10% deutlich zu erhöhen und mehr Frauen zum Gründen zu inspirieren und zu motivieren! Ihr Rat an Euch? „Keine falsche Bescheidenheit, Ladies!“ Ob Risiko Sie vom Gründen abgehalten hat, über die drei wichtigsten Schritte auf dem Weg zum Business und warum sie gerne für einen Tag Richard Branson wäre, erfahrt ihr im nachfolgenden Interview mit ihr.

Wie startest Du in den Tag und was darf keinesfalls dabei fehlen?

Maxi: Erst seit meiner Selbstständigkeit habe ich gemerkt, wie wichtig gesunde Morgenroutinen sind. Seit einiger Zeit starte ich nun mit Yoga und Ingwertee in den Tag. Das bringt Körper und Geist in Schwung und gibt mir aber auch gleichzeitig die nötige Ruhe, die ich für einen erlebnisreichen und anstrengenden Tag brauche. Es gibt da einen tollen Hatha-Flow auf Youtube:

Was zeichnet Dich aus? Und wer bist du?

Maxi: Ui, wie vermutlich vielen Frauen fällt es mir gar nicht so leicht, zu sagen was mich auszeichnet, weil ich vieles auch nicht als Besonders sondern Normal wahrnehme. Zum einen bin ich sehr wissbegierig und finde es sehr spannend Neues zu lernen. Vor allem die Selbstständigkeit hat mir hier eine enorme Lernkurve geschenkt. Ich interessiere mich für Themen wie Entrepreneurship, Zukunftstrends, gesellschaftliche Probleme und Self Development. Zudem bin ich ein sehr lösungsorientierter Mensch. Ich versuche Probleme nicht als Hindernisse zu sehen, sondern nur als Herausforderung eine passende Lösung zu finden. Dieses Mind-Set kann man lernen und hilft einem definitiv dabei seine Träume zu verwirklichen.

Du bist Gründerin von fempreneur.de, dem Online Magazin für Gründerinnen bzw. Female Entrepreneurship. Welche Vison verfolgst du mit Deinem Online Magazin?

Maxi: Mehr Frauen zum Gründen inspirieren. Noch gibt es gerade mal 10% Gründerinnen. Aber ich denke, dass in den gut ausgebildeten Frauen so viel Potenzial steckt, um auch ein eigenes Business zu wuppen und sich damit selbst zu verwirklichen. Fempreneur soll hierfür als Informations-und Inspirationplattform dienen, um Frauen diese durchaus attraktive Option der Selbstständigkeit näher zu bringen.

Wie ist die Idee für fempreneur.de entstanden und was hat dich selbst dazu bewogen zu gründen? Hat „Risiko“ eine große Rolle gespielt bei deiner Entscheidung?

Maxi: Die Idee zu Fempreneur ist zum einen daraus entstanden, dass ich meine zwei Herzensthemen – Female Empowerment und Entrepreneurship – vereint habe. Daraus ist dann auch das Mischwort „Fempreneur“ entstanden. Zum anderen hatte ich entsprechende Angebote selbst vermisst, als ich mich für dieses Thema interessiert habe. Also habe ich es selbst erstellt. Das würde ich auch jedem raten, der auch noch auf der Suche nach seiner Geschäftsidee ist: Geht mit offenen Augen durch die Welt und schaut, welches Angebot ihr selbst bislang vermisst habt und macht es dann einfach selbst.

Was das „Risiko“ angeht: Ich denke, dass vor allem in Deutschland dieses extreme Sicherheitsdenken sowieso eine Illusion ist. Man sollte sich vor Augen führen, dass letztlich nichts wirklich sicher ist. Und ich denke, dass das insbesondere die Generation Y auch stark mitbekommen und beeinflusst hat. Wirtschaftskrisen und die damit einhergehende Jobunsicherheit inklusive befristeter Verträge haben unsere Generation geprägt und gezeigt dass angestellte Jobs nicht mehr die Sicherheit bieten, wie es vielleicht früher mal der Fall war. Insofern finde ich das Risiko zu gründen und sich selbst und seine Ideen zu verwirklichen gar nicht so viel größer.

Wenn alles funktioniert, habe ich am Ende mein eigenes Business aufgebaut und arbeite für meine eigenen Ideen und nicht die des Chefs. Und falls nicht, suche ich mir wieder einen Job. Die Lernkurve, die ich durch meine Selbstständigkeit habe, ist enorm, wodurch ich selbst beim Scheitern dies nicht als Zeitverlust wahrnehmen würde. Und wer smart gründet, kann auch seine Anfangsinvestitionen gering halten und selbst beim Scheitern finanziell nicht total ruiniert sein. Alles nur eine Frage der Perspektive.

War für dich von Anfang an klar als Solopreneur durchzustarten? Was sind die Herausforderungen alleine zu gründen und was aus Deiner Sicht auch klare Vorteile?

Maxi: Als Solopreneur durchzustarten ist nur logische Konsequenz, wenn man smart gründet und bootstrapped. Da kann man sich schlicht ein Team nicht leisten. Mit einem Co-Founder zu gründen hat sicherlich auch viele Vorteile. Doch die passende Person muss man erst einmal finden.

Die Herausforderungen beim Sologründen sind, dass man alle Entscheidungen selber treffen muss und sich nicht mit dem Co-Founder beraten, Meinungen und Gedanken austauschen kann. Oder auch mal die emotionalen Tiefs und Probleme teilen kann. Und für alles muss man sich eben auch selbst motivieren und es gibt niemand, der dir mal in den Arsch tritt.

Aber die größte Herausforderung ist eben meiner Meinung nach auch der größte Vorteil: Man kann Entscheidungen selber treffen. Das bedeutet für mich eben auch maximale Freiheit. Mögen meine Ideen noch so verrückt sein, ich muss sie vor niemanden rechtfertigen oder durchsetzen, sondern kann sie selbst einfach direkt umsetzen. Aber das ist vielleicht auch einfach Typsache, Ich finde es selbst super spannend Solopreneur zu sein. Wichtig ist zu wissen, was einem eher liegt.

Musstest Du dir viel selbst beibringen, hast du viel im Studium oder zuvor durch Praxiserfahrung gelernt?

Maxi: Ich habe sicherlich durch Studium und Praxiserfahrung ein gutes Fundament erhalten. Aber sich selbstständig zu machen und ein Projekt von Null aufzubauen, hat eben wenig mit klassischer BWL zu tun oder eine Tätigkeit in der Marketingabteilung.

Das fängt ja schon dabei eine eigene Website zu erstellen. Im Studium habe ich zwar mal Java-Programmierung gelernt, aber die Praxis bietet CMS-Systeme wie WordPress an, die die klassische Website-Programmierung überflüssig machen. Trotzdem muss man auch erst einmal WordPress verstehen. Oder den passenden Hosting-Anbieter finden. Wenn man damit vorher noch nichts am Hut hatte, wie es bei mir der Fall war, steht man auch erst einmal vor einer großen Wand.

Aber zum Glück kann man heutzutage jede Frage googln. Also was man eben noch nicht weiß, bringt man sich selbst einfach bei. Es sollte einen zumindest nicht davon abhalten zu gründen. Wir leben in einer sehr guten Lage heutzutage, wo wir lean gründen können und uns Informationen online besorgen können. Alles was es braucht ist Verstand und eine Prise Mut.


 

„Alles was es braucht ist Verstand und eine Prise Mut.“

 


 

Gibt es etwas was Du rückblickend anders machen würdest und auch anderen Fempreneurs raten würdest?

Maxi: Im Nachhinein ist man ja immer etwas schlauer. Aber letztlich waren ja all die Dinge, die passiert sind wichtig, um an dem Punkt zu sein, an dem man ist. Daher würde ich nichts anders machen. Aber ich würde anderen Fempreneurs raten, sich nicht von Limiting Beliefs aufzuhalten. Ich habe oft gedacht, und tue es vermutlich manchmal immer noch, erst wenn du das eine hast, kannst du das nächste machen. Zum Beispiel dachte ich, ich könnte erst mit der Monetarisierung beginnen, wenn genügend Reichweite vorhanden ist. Mittlerweile denke ich, man sollte sich von so etwas nicht abhalten, es trotzdem schnellstmöglich zu versuchen.

Vielleicht denke manche Frauen auch, erst wenn ich dieses oder jenes erreicht habe, mache ich meine Story öffentlich. Das merke ich manchmal, wenn ich andere Gründerinnen für Fempreneur Interviews anfrage. Also traut euch wirklich von Anfang raus und versteht euch von Anfang an als Gründerinnen bzw. Unternehmerinnen. Keine falsche Bescheidenheit, Ladies!

Was die ersten 3 wichtigen Schritte auf dem Weg zu seinem eigenen Business?

Maxi: An sich und seine Business-Idee glauben, mit eisernem Willen daran arbeiten (was am einfachsten ist, wenn man sein Passion-Business verwirklichen will) und sich hinaus trauen. Erzähle anderen von deiner Idee bzw. deinem Business und vernetze dich mit Gleichgesinnten.

Ausführliche Tipps zum Weg in die Selbstständigkeit habe ich für Emotion auch festgehalten (Link folgt).

Wenn du die Chance hättest, einen Tag in die Haut einer Frau deiner Wahl zu schlüpfen – wer wäre das und warum?

Maxi: Shame on me, aber ich würde gerne in eine männliche Haut schlüpfen und zwar in die von Richard Branson. Dieser Mann fasziniert mich mit seinem unternehmerischen und visionären Unternehmungen. Außerdem würde ich dabei gleich mal verstehen, wie es ist ein Mann zu sein. Sicherlich auch sehr spannend.

Wobei ich viel mehr mit inspirierenden Personen lieber einen Tee trinken gehen wollen und in entspannter Umgebung den Menschen kennenlernen wollen würde. Und von den inspirienden Menschen gibt es jede Menge, egal ob das die weiblichen Gründerinnen in Berlin oder internationale Unternehmerinnen wie bspw. Sara Blakely oder Oprah Winfrey sind oder diese extrem bekannten und visionären Unternehmer wie bspw. Elon Musk. Steve Jobs hätte ich zum Beispiel auch gerne mal kennengelernt.

Mir ist das Geschlecht eigentlich ziemlich egal, so lange es ein cooler Mensch ist.


 

„Lasst euch von nichts abhalten! Und traut euch einfach! Wenn nicht jetzt, wann dann?“

 


Gibt es noch etwas, was Du gerne unsern Lesern mit auf den Weg geben möchtest?

Maxi: Lasst euch nicht einreden, ihr könnt etwas nicht, weil ihr eine Frau seid. Akzeptiert euch so wie ihr seid und lernt euch selbst zu lieben. Das hat nichts mit Egoismus, sondern gesunder Selbstliebe zu tun. Und das macht unabhängiger von der Anerkennung anderer und euch selbst frei. Findet heraus was eure Stärken und eure Fähigkeiten sind. Und dann glaubt an euch und eben diese Fähigkeiten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das natürlich nicht immer funktioniert und man manchmal seine Tiefs hat. Aber verliert nicht euren Glauben – egal ob an euch selbst, eure Business-Idee oder Vision. Wenn ihr etwas wirklich wollt, könnt ihr es auch erreichen. Egal ob Frau oder Mann, jung oder alt oder sonst wie. Lasst euch von nichts abhalten! Und traut euch einfach! Wenn nicht jetzt, wann dann?

Danke liebe Maxi!

Mehr über Maxi und fempreneur erfahren? http://www.fempreneur.de/

Fragen oder Anmerkungen zum Beitrag: „FORGESTELLT: Maxi Knust, Solopreneur von Fempreneur“? Wir freuen uns über Eure Kommentare!

Lust auf unseren Newsletter?

Was Dich auch interessieren könnte:

Facebooktwitterinstagramby feather

    Leave a Reply