Instagram

Follow Me!

PORTRAITS Weitere Beiträge

FORGESTELLT: Milena Glimbovski hat Einen Guten Plan gemacht

2. April 2016
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinmailby feather

„Meine stärkste Eigenschaft ist meine mangelnde Perfektions-Ader. Ich gebe mich eher mit Projekten, Menschen und Dingen zufrieden und schaffe es so, schneller voranzukommen. Perfektion ist ein Anspruch, den man oft an sich stellt, den andere aber gar nicht haben und nicht erwarten. Ohne Perfektion gibt man sich eher zufriedener und dadurch vielleicht auch ein Tick glücklicher. Ansonsten habe ich ADHS und bin sehr hibbelig und manchmal redselig, finde mich selber gar anstrengend, aber genieße dann umso mehr die kreativen Stärken, die damit einhergehen.“

Milena hat keine Angst vor Neuem und lernt gerne. Erst vor 3 Monaten hat sie mit YouTube Videos angefangen (Channel Milenskaya) und geht schon jetzt voll darin auf. Es ist schon nach so kurzer Zeit ihr Lieblingshobby geworden, da sie es mag sich mit neuen Themen zu beschäftigen, durch die Kommentare auch in die Diskussion zu kommen und sofort Feedback zukriegen.

Liebe Milena, du hast 2014 den „Original-Unverpackt-Supermarkt“ eröffnet. Hast du dir damit einen Traum erfüllt oder wie bist du zu diesem Schritt im Leben gekommen?

Milena: OU war eine Idee, die ich schon seit Kindheitstagen hatte, insofern ja, es ist ein Traum. Wobei ich nie genau wusste was ich werden wollte. Das hat sich einfach entwickelt. Nach einigen Praktika (Tattoostudio, Altherrenklamottenladen und  Fotograf), einer Ausbildung als Mediengestalterin und einem Semester Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation, wollte ich die freie Zeit im Studium nutzen und diese eine Idee umsetzen.

Wie kam es anschließend zu der Idee von „Ein guter Plan“?

Milena: Ein guter Plan kam vor knapp einem Jahr zustande, als nach einer Panickattacke ein Burnout folgte und ich plötzlich merkte, dass ohne mentale Gesundheit gar nichts geht. Mein Wohlbefinden und Gesundheit muss über Allem stehen, über dem Job, über meinen Hobbys und sogar meinen Freunden. Es klingt vielleicht egoistisch, aber wenn „Ich“ nicht funktioniere, dann geht halt gar nichts mehr. Als es mir dann nicht so gut ging, tauschten Jan Lenarz, mein  Partner in Crime bei EgP und einer meiner besten Freunde, uns über verschiedene Techniken aus. Diese sammelten wir und überlegten gemeinsam wie man diese am besten bündeln kann. Ein Buch, dass man einmal durchliest und dann weglegt fanden wir nicht so gut. Daher die Idee mit dem Kalender und Übungen, so dass man regelmäßig an seinem Wohlbefinden arbeitet.


Mein Wohlbefinden und meine Gesundheit muss über Allem stehen.


Wie sahen die ersten Schritte von der Idee bis zur Veröffentlichung der 1. Auflage aus?

Milena: Die Idee war da, aber wir wussten nicht, ob es denn überhaupt einen Markt oder Interesse gibt. Alle unsere Freunde meinten ja, so ein Buch wäre toll, aber Freunde sind natürlich voreingenommen. Also entwickelten wir ein Konzept, Jan gestaltete es, wir filmten ein Video und zack – das Crowdfunding war fertig. Die hohe Zahl an Vorbestellungen – und dass wir nach 2 Tagen fertig waren, zeigte uns, dass unsere Freunde vielleicht nicht sooo unrecht hatten.

Welche Vision verfolgst du persönlich mit dem Buch und inwiefern „verändert es dein Leben“?

Milena: Es verändert Leben, weil es hinterfragt. Es stellt Fragen, die vielleicht sonst ein Coach macht, aber eben nicht die beste Freundin. Wenn du diese Fragen dann schriftlich beantwortest, siehst du oft Zusammenhänge und kannst immer wieder zurückblättern, Entwicklungen beobachten und auch sehen, welche Ziele erreicht wurden und welche nicht.

Terminkalender, Lebensplaner und Sachbuch in Einem – Wie geht das?

Milena: Der erste Teil ist der Lebensplaner. Die Übungen helfen einem rauszufinden was man will und wie man sein Leben plant. Der Terminkalender ist ein Terminkalender, aber gespickt mit Workflow Tipps und einer Achtsamkeitsampel. Und der Sachbuch Teil beinhaltet Texte von uns und Freunden, zu Themen, die den Horizont erweitern wie achtsam Arbeiten oder minimalistisch Leben.

Benutzt du „Ein guter Plan“ auch selbst in deinem Alltag?

Milena: Jeden Tag. Morgens einmal um meinen Fokus für den Tag festzulegen und festzuhalten wie ich geschlafen habe und dann im Laufe des Tages um meine To Dos durchzugehen. Am meisten Zeit nehmen die Monatsreflexion ein, weil ich die sehr gründlich mache und das jeden Monat für runde 2 Stunden. Aber danach erlebe ich ein irre schönes Glücksgefühl, weil ich weiß, was ich dem Monat alles geschafft habe und was noch ansteht.

Wie ist es möglich, dass Du als junge weibliche Gründerin und Führungskraft noch Zeit für ein neues Projekt wie dieses gefunden hast?

Milena: Das frage ich mich auch. Ich glaube ich habe gelernt, Aufgaben gut zu verteilen. Ich muss nicht alles selber machen. Ich kann nicht alles selber machen. Und ich nehme mir die Zeit. Dann bleiben zwar einige Aufgaben liegen und Leute sind unzufrieden, aber ich habe dann eher einen erfüllten Arbeitsalltag. OU habe ich gestartet neben einem Vollzeit Studium und einer 15 Stunden Werkstudentenstelle. Im Vergleich dazu habe ich jetzt sogar mehr Zeit als im Studium.

Steckt hinter der Unternehmenskultur von „Ein guter Plan“ viel Aufwand?

Milena: Unsere Kultur sagt „du musst erst mal gar nix“ das heißt zur Not verschieben wir eine Deadline oder einen Drucktermin. Davon geht die Welt nicht unter, aber wir gönnen uns das. Das sind die Früchte der Selbstständigkeit.

Vielen Dank für deine Offenheit Milena. Wir sind beeindruckt und inspiriert durch deine klare Sicht der Dinge, deine Einstellung zum Leben und deine enorme Power!
Kira

 

Bildquelle: © Milena Glimbovski

Kommentiert für Fragen oder Anregungen gerne diesen Beitrag. Wir freuen uns immer über Feedback und interessieren uns für eure Meinung.

Lust auf unseren Newsletter?

Facebooktwitterinstagramby feather

    Leave a Reply