Instagram

Follow Me!

PORTRAITS Weitere Beiträge

FORGESTELLT: Natalia – Yogalehrerin und Lebemensch aus Leidenschaft

26. Januar 2016
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinmailby feather

Seit ein paar Jahren bin ich nun mit Yoga in Berührung und mache jedes Mal auf’s neue Erfahrungen, die mein Leben bereichern. Letztes Jahr traf ich auf Natalia, die mich mit ihrer wunderbaren Art verzauberte! Grund genug für mich, Sie auf FIELFALT in FORGESTELLT zu porträtieren und Euch die Möglichkeit zu geben vielleicht auch einmal in den Genuss, Ihrer unverwechselbaren Art Yoga zu praktizieren, zu kommen.

Für mich persönlich, ist sie ein Mensch mit einer unglaublich ruhigen Aura, die jeden dazu bringt herunterzukommen und abzuschalten – dabei jedoch gleichzeitig fokussiert und präsent zu sein. Nun durfte ich bei einem Abendessen einmal die andere, quirlige Natalia kennenlernen.

12316424_942634839143921_1233860532145760660_n

© Ailine Liefeld

Liebe Natalia stell Dich doch bitte einmal den FIELFALT Lesern vor. Wer bist Du und woher kommst Du?

Natalia: Mit zweieinhalb Jahren kam ich in das idyllische Sauerland, wo ich aufwuchs und mein Fachabi abschloss. Danach stand für mich die Frage im Raum entscheide ich mich für ein Vollabi, gehe ich nach Berlin, um ein soziales Jahr im Bereich Theater anzuhängen oder zieht es mich nach Köln, um Angewandte Medienwirtschaft zu studieren. Mit dem ursprünglichen Ziel Schauspielerin zu werden, zog es mich dennoch vorerst nach Köln zum Studium der

(c) Aleka Jahnig-Wollny

(c) Aleka Jahnig-Wollny

Angewandten Medienwirtschaft. Köln hat mich nachhaltig geprägt und auch jetzt zieht es mich immer wieder dorthin zurück. Dennoch konnte ich mich auch nach dem Studium nicht von dem Wunsch Schauspielerin zu werden, lösen und startete deshalb Richtung Berlin, um Schauspielunterricht zu nehmen. Irgendwie klappte es leider nicht so wie angedacht, deshalb war ich recht frustriert und kam zu diesem Zeitpunkt das erste Mal mit Yoga in Berührung. Mich hat Yoga so sehr fasziniert und ich konnte so viel Energie auftanken, dass ich auf einmal eine neue Passion hatte. Ich wollte jeden Tag neue Dinge lernen, weshalb ich richtig süchtig nach Yoga wurde. 🙂 Irgendwann war die Zeit gekommen und ich hatte wieder genügend Energie aufgetankt, deshalb konnte ich mich darauf einlassen mich wieder der Schauspielerei zu widmen. Deshalb ging es zurück nach Köln, wo ich in einem Kurzfilm mitgespielt habe. Jetzt lasse ich mich auf keinen Fall entmutigen und arbeite weiter daran meinen Traum der Schauspielerei näher zu kommen.


„Liebe das, was Dich zurückliebt!“


 

Was sollte man über Dich wissen?

Natalia: Ursprünglich wollte ich Profivolleyballerin werden! Nachdem ich leider sieben Jahre lang vom Pech verfolgt wurde und ständig einen Bänderriss oder ähnliches hatte, habe ich zunächst meine Lust verloren. Inzwischen habe ich wieder angefangen zu spielen, aber ich kann Euch eins sagen: super anstrengend für das eigene Ego! Warum? Nun, automatisch geht man eigentlich davon aus zumindest nach einer kurzen Zeit an alten Erfolgen anknüpfen zu können. Ich kann Euch sagen, dem ist nicht so und das fordert Euch und Euer Ego heraus. J Mir hat Yoga geholfen damit zurecht zu kommen bzw. ist das immer noch ein ongoing Prozess. Das schwierigste an dieser Sache ist der Umgang mit dem Ehrgeiz. Hierbei können Yoga und auch unterschiedliche Atmungstechniken helfen. Durch Yoga bin ich im Übrigen auch in der Schauspielerei viel feinfühliger geworden. Die Praxis hilft mir dabei mich zu Erden und den Weg zu mir selbst zu finden. Ich werde dabei unterstützt nicht zu werten, denn diese ständigen Bewertungen und Vergleiche fördern schlechte Energie. Im Übrigen bin ich ein Fan von Instagram und Facebook – allerdings muss ich sagen, dass die Netzwerke den Weg unterstützen, dass man den Draht zu sich selbst verliert. Wie viele Likes gibt es und wenn es wenige sind, warum ist das so?

Wie kam es zu der Entscheidung Yogalehrerin zu sein?

Natalia: Zunächst habe ich in Berlin mit Jivamukti Yoga angefangen. Diese Art der Praxis hat in diesem Augenblick bzw. zum damaligen Zeitpunkt sehr zu mir gepasst. Es ist eine eher spirituelle Art des Yoga und beinhaltet zudem Musik. Wir haben während der Klassen auch viel über spirituelle Dinge geredet, was in mir einiges ausgelöst und so auch gelöst hat. Yoga ist eine Form der Selbstliebe und man lernt, dass es nicht um Bewertung geht. Mein Ziel wurde es nach und nach immer mehr darüber zu erfahren, so dass ich mich entschloss eine Ausbildung als Yogalehrerin zu beginnen, jedoch nicht mit dem Ziel zu unterrichten, sondern mein Wissen zu erweitern. Am Ende hat sich alles gefügt. Ich habe zunächst an der Rezeption eines Yoga Studios gearbeitet um dann die Urlaubsvertretung für eine Lehrerin zu übernehmen, so bin ich zu meiner aktuellen Aufgabe gekommen.

Bist Du mit deiner Situation glücklich?

Natalia: Insgesamt ist es in der heutigen Zeit recht schwierig, da man an sich selbst hohe Erwartungen stellt. Nehmen wir Instagram oder Facebook, wenn man einen neuen Post teilt, guckt man immer wie viele Likes man erhält und stellt entsprechende Erwartungen an einen selbst. Dadurch verliert man auch den Weg zu sich selbst oder zumindest kann dieser Fall eintreten. Die Aufmerksamkeit, die man von außen bekommt ist toll, macht einen aber nicht immer glücklich. Ich arbeite jeden Tag daran mit mir und meinem Körper im Reinen zu sein und nicht so hohe Erwartungen zu haben, dann fühle ich mich gut und bin auch glücklich.

(c) Aleka Jahnig-Wollny

(c) Aleka Jahnig-Wollny

Würdest Du, wenn Du die Zeit zurückdrehen könntest, Dinge anders machen/entscheiden?

Natalia: Ich habe bereits erzählt, dass mein Leben zu Beginn mit einer Entscheidung gestartet ist. Diese würde ich heute anders treffen. Ich würde mich eher für das Kulturjahr anstelle des Studiums entscheiden. Aber ansonsten würde ich nichts ändern, denn irgendwie ist es ja Bestimmung bzw. Schicksal.

Welche Tipps hast Du gegen Stress im Alltag?

Natalia: Step by Step!

Ehrlich, man kann und muss nicht alles auf einmal machen. Manchmal muss man auch akzeptieren, dass der Zug abgefahren ist und dabei hat man trotzdem tolle Dinge erlebt. Wenn sich eine Tür schließt, wird sich automatisch eine andere öffnen. Wenn man wieder nicht so hohe Erwartungen an sich stellt, kann man gelassener in den Tag starten. Der Stress wird dann vielleicht nicht komplett verschwinden, aber zumindest geringer. 🙂

Gibt es eine Anleitung für Zufriedenheit?

Natalia: Puh, diese Frage ist irgendwie schwierig zu beantworten. Insgesamt sollte man sich ausprobieren, schauen welche Dinge zu einem passen und Dinge machen, die einen zurücklieben. Man sollte darauf achten in Balance zu bleiben und sonst einfach Spaß haben an den Dingen, die man gerne macht.

Ihr habt Anmerkungen zu unserem Artikel: „FORGESTELLT: Natalia – Yogalehrerin und Lebemensch aus Leidenschaft“? Dann kommentiert gern unter diesem Artikel. Ebenso falls Ihr Fragen an Natalia habt oder gar mit ihr Kontakt aufnehmen möchtet.

Eure Julia

Bildquelle: @ Ailine Liefeld

Facebooktwitterinstagramby feather

Leave a Reply