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FORGESTELLT: Rebecca, Gründerin und Yoga-Lehrerin

28. Mai 2016
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Heute lest ihr den ersten Teil unserer FORGESTELLT-Reihe mit Rebecca von Fuck Lucky Go Happy. Erfahrt was es für Rebecca bedeutet etwas zu wagen und wir ihr unkonventioneller Weg aus der Festanstellung heraus in Richtung Yoga-Lehrerin aussah.

FIELFALT: Auf deinem Blog Fuck Lucky Go Happy schreibst du sehr persönlich über deinen Jobwechsel. Freiheit als Yoga-Lehrerin statt festes Einkommen und Festanstellung. Wie kam es zu der Entscheidung, diesen Schritt zu wagen?

Rebecca: Das Job kündigen war für mich nicht so sein Riesending. Der Job in der PR-Agentur war mein erster fester Job. Es war eher so, dass ich direkt nach dem Studium noch nicht genug Business-Skills hatte, um mich gleich selbstständig zu machen. In den zwei Jahren Festanstellung habe ich super viel gelernt. Über mich, wie ich arbeiten möchte, aber auch ganz handfeste Dinge wie Strategien konzipieren, Angebote schreiben und Mitarbeiter betreuen. Es war eher so, dass ich gewartet habe, bis ich mich fit genug fühlte, meine eigene Chefin zu sein und ein Business aufzubauen. Man könnte es so sagen: Die grundlegende Entscheidung, frei zu arbeiten – also wann, wo und mit wem ich möchte – stand schon immer. Sie musste nur ein wenig reifen.

FIELFALT: Was passierte danach?

Rebecca: Erstmal ging ich auf Reisen und war ein halbes Jahr alleine in Asien und Australien unterwegs, übte viel Yoga und stellte in der Ferne fest, dass ich mit der Gesamtsituation in Berlin eigentlich ganz zufrieden war. Wieder zuhause und pünktlich zu meinem 30. Geburtstag machte ich mich selbstständig. Erst einmal als Beraterin für PR- und Influencer Relations. Kurz darauf gründete ich mit Franziska Fuck Lucky Go Happy, lies mich zur Jivamukti Yogalehrerin ausbilden und begann Yoga zu unterrichten.

© Rebecca Randak

© Rebecca Randak

Dann ging alles sehr schnell und Yoga wurde mein Beruf. Heute unterrichte ich Privatstunden, Retreats und Workshops, schreibe auf meinem Blog sowie für andere Medien und kümmere mich darum, Fuck Lucky Go Happy noch besser, schöner und inspirierender zu machen. Ich bin jeden Tag aufs Neue dankbar, dass ich mein Geld mit Dingen verdiene, die mir so große Freude bereiten.

FIELFALT: Du schreibst, dass nicht alles easy going war, sondern eben immer Berg- und Talfahrten vorhanden sind. Mit Sicherheit hast du viele Bergfahrten erlebt und tolle Erfahrungen sammeln können. Wie bist du in dieser Zeit mit deinen Talfahrten umgegangen?

Rebecca: Augen auf und durch! Ich glaube, Weiterentwicklung ist dann möglich, wenn wir bereit sind, unseren alten Mist anzusehen und uns mit unseren Mustern auseinanderzusetzen. Konkret heißt das: Dranbleiben, viel heulen und sich bei Bedarf Unterstützung holen. Von Freunden aber vielleicht auch bei Heilern, Psycho-Therapeuten oder auf der Yogamatte. Nach einem reinigenden Gewitter scheint dann meistens auch wieder die Sonne. Das dauert manchmal eine Weile, aber so ist das im Leben eben.

© Grit Siwonia

© Grit Siwonia



FIELFALT: Wen möchtest du mit deiner Arbeit erreichen?

Rebecca: Im Prinzip alle, die sich auf den Weg gemacht haben, um sich weiterzuentwickeln. Oft sind das Yogis oder Menschen, die sich in irgendeiner Form für Spiritualität interessieren. Mir ist es ein Anliegen, zu zeigen, dass Spiritualität im täglichen Leben stattfinden kann. Dass man nicht unbedingt in eine Höhle oder ein Kloster muss, um die Verbundenheit mit der eigenen inneren Wahrheit zu stärken. „High Vibes down to Earth“ sozusagen. Deshalb gibt es auf Fuck Lucky Go Happy neben dem Montagsmantra auch Artikel wie den Yogamatten-Test, Yoga-Guides oder leckere Rezepte.

FIELFALT: Wie sieht deine Morgenroutine aus? Oder startest du „einfach so“ in den Tag?

© Rebecca Randak

© Rebecca Randak

Rebecca: Meine Morgenroutine ist nicht jeden Tag exakt gleich, aber in ihren Grundstrukturen sehr ähnlich. So ungefähr starte ich in den Tag: Aufstehen, Tee trinken, 20 Minuten bis 1 Stunde sanfte Asanas, meditieren und Pranayama (Atemübungen). Dann Frühstück mit meinem Freund, duschen, Kram erledigen und los ins Büro oder an den Schreibtisch. Die Reihenfolge und die Art der Morgenpraxis ändern sich immer wieder.

FIELFALT: Wie oft übst du Yoga?

Rebecca: Intensiv Asana 4-5 Mal pro Woche. Meistens im Studio. Plus meine Morgenpraxis eben, wo ich den Fokus auf ein bestimmtes Thema lege. Aktuell sind das Rückbeugen und Schulteröffner.

FIELFALT: Wie empfindest du den aktuellen Yoga-Hype und was würdest du Menschen raten, die überlegen eine Yoga-Ausbildung zu machen?

Rebecca: Ich finde eher, dass der Yoga-Hype schon wieder am Abklingen ist und andere spirituelle Praktiken gerade in sind. Aber hey, ich liebe Yoga und die Welt drumherum. Es ist das, über das ich bis tief in die Nacht reden könnte und was mich seit mittlerweile 10 Jahren nicht mehr loslässt. Als Teil der schillernden Yoga-Bubble wünsche ich mir trotzdem manchmal etwas weniger Aufregung und Heiligkeit. Der Yoga-Weg ist eine lange innere Reise und wir sind alle nur Menschen, die immer wieder mit den Anforderungen des täglichen Lebens zu kämpfen haben.

FIELFALT: Was bedeutet es für dich, etwas zu wagen?

Rebecca:  In die Tiefe seiner Seele zu tauchen und sich dort ordentlich umzuschauen. Und dranzubleiben, wenn man es unangenehm wird. Schwierigen Entscheidungen nicht aus dem Weg zu gehen. Der eigenen Angst ins Gesicht zu schauen, sie auszuhalten und zu handeln. Das erfordert viel Mut und Kraft, wird aber meistens mit Freude und Leichtigkeit belohnt.

Wow – so viel Inspiration und Motivation – vielen lieben Dank dafür liebe Rebecca!

Solltet ihr Fragen haben, so kommentiert gern unter diesem Post: FORGESTELLT: Rebecca, Gründerin und Yoga-Lehrerin oder schreibt Rebecca auf ihrem Blog.

Eure Julia

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  • Reply
    Petrina | Moment: New York
    28. Mai 2016 at 20:30

    Schönes Interview! Der Satz „Dranbleiben, viel heulen und sich bei Bedarf Unterstützung holen“ wird mir sicherlich lange im Gedächtnis bleiben. Wenn ich auf meine Selbständigkeit zurückblicke, entdecke ich da vieles wieder, diese Haltung liegt mir wohl einfach näher als die Sache mit dem Krönchenzurechtrücken. 😉

    • Reply
      Julia Kounlavong
      29. Mai 2016 at 11:56

      Wunderbar, dass du dich darin wieder findest liebe Petrina! Niemand ist allein und ich glaube, dass viele das gleiche durchgemacht haben.

      Happy weekend!
      Julia

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