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FORGESTELLT: Sarah & Victoria von Keleya

8. März 2018
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Bildquelle: Sophia Lukasch für femtastics.com

Pünktlich zum Weltfrauentag stellen wir euch wieder zwei absolute Powerfrauen vor: Sarah und Victoria haben die App Keleya gegründet, die schwangere Frauen während ihrer Schwangerschaft und danach in verschiedenen Bereichen wie Sport und Ernährung unterstützt. Das alles getreu Credo „Mama werden, Frau bleiben“. Was ihre App der Nutzerin bietet und wie die Idee zu Keleya kam, erzählen sie uns im heutigen FORGESTELLT.

Liebe Victoria, welche 3 Bücher sollte man unbedingt gelesen haben?

Victoria:

Welche 3 Wörter beschreiben Euch am Besten?

Victoria: Humorvoll, offen, interessiert.
Sarah: Neugierig, humorvoll, optimistisch.

Wie sieht ein typischer Start in den Tag bei Euch aus?

Victoria: 8 Uhr klingelt der Wecker, dann frühstücken mein Freund und ich erst einmal gemütlich mit frischem Obst und selbstgemachtem Brot (backt er!). Danach schnell anziehen und mit dem Fahrrad ins Büro, auch bei -10° Grad.
Sarah: Der Wecker klingelt um 06:30 Uhr, ich schäle mich nach mind. 3 mal snoozen aus dem Bett, wecke die komatösen Kinder auf, trinke eine Soyalatte, während ich die Kinder antreibe, sich fertig zu machen, ihnen Frühstück mache und eine Brotdose vorbereite. Danach fahre ich den Kleinen mit dem Fahrrad in die Kita. Wenn ich dann im Büro ankomme, freue ich mich erstmal sehr über die Ruhe!

Sarah, Du bist ausgebildete Yoga-Lehrerin und unterrichtest pre- und postnatales Yoga – warum hast du dich genau darauf spezialisiert?

Sarah: Prenatalyoga hat mich schon fasziniert, bevor ich überhaupt Kinder hatte. Das Buch „Yoga für die Frau. Der Weg zur Gesundheit, Entspannung und innerer Kraft“ von Gita S. Iyengar, hat mich sehr inspiriert. Darin gibt es Fotos von der hochschwangeren Gita, der Tochter des großen Meisters B.K.S. Iyengar im Kopfstand und anderen fortgeschrittenern Asanas. So wollte ich auch sein, wenn ich schwanger würde. Nachdem ich 2004 meine Yogalehrerausbildung in Anusara Yoga gemacht hatte und in Berlin Mitte und Prenzlauer Berg unterrichtete, rannten uns die Schwangeren irgendwann die Bude ein. Daher mussten wir bei City Yoga auch Schwangerenyoga anbieten. Da ich die Schwangeren liebte, wollte ich natürlich diese Klassen anbieten. 2006 wurde ich selbst schwanger und erfuhr am eigenen Leibe, wie gut das Yoga mir tat und wie positiv es die Schwangerschaft und die Geburt beeinflusste. Zu dieser Zeit begann ich mich noch intensiver mit dem Thema zu beschäftigen, fokussierte mich auf Pre- und Postnatalyoga und unterrichtete darin sehr viele Klassen und Retreats. Auch in der zweiten Schwangerschaft war ich sehr angetan von der Wirkung des Yogas und hatte eine weitere schnelle und schöne Geburt. Besonders hat mich die Ausbildung zur Perinatalyoga Lehrerin geprägt, die ich bei Birthlight absolvierte. Die Gründerin ist eine der Pionierinnen des Pre- und Postnatalyoga und hat dazu auch viele schöne Bücher geschrieben, wie „Eltern-Wissen. Yoga in der Schwangerschaft: Sanfte Übungen zur Kräftigung und Entspannung„.

Ihr seid Gründerinnen der App Keleya – was bietet die App der Nutzerin?

Sarah & Victoria: Keleya ist eine App, die sich wie ein Coach an die Bedürfnisse von Schwangeren anpasst und sie durch individuelle Programme rund um gesunde Ernährung und Bewegung in der Schwangerschaft unterstützt. Die Nutzerinnen erhalten personalisierte Yoga- und Pilates – Workouts mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie etwa spezielle Rücken- oder Beckenbodenübungen, die sie zeitlich und örtlich flexibel durchführen können. Ergänzt wird das Programm durch gesunde und leckere Rezeptempfehlungen. Anhand der persönlichen Einstellungen wie der Schwangerschaftswoche und den individuellen Zielen als auch durch das Nutzerfeedback passt sich das Programm kontinuierlich an die Nutzerin an.

Wie genau ist die App aufgebaut?

Sarah: Unsere App besteht aus 3 Hauptelementen, dem Move, Food und Discover Teil. Basierend auf den persönlichen Eingaben der Schwangeren, z.B. die Schwangerschaftswoche, das Fitness-Level oder die Ernährungspräferenzen stellt die App ein individuelles Ernährungs- & Bewegungsprogramm zusammen.
Beim Bewegungsteil „Move“ kann man aus fünf Schwerpunkten, beispielsweise dem Hüftöffner für die Zeit vor der Geburt oder einer Entspannung, auswählen. Nach jeder Übung fragen wir nach Feedback der Nutzerin, damit die App konstant dazulernt. War die Übung beispielsweise zu einfach, erhält man in der nächsten Woche anspruchsvollere Workouts.
Victoria: Das gleiche Prinzip nutzen wir für den Ernährungsplan. Rezepte für jede Mahlzeit angepasst an die Bedürfnisse der Kundin. Im dritten Teil, dem Discover Teil bieten wir der Schwangeren Informationen rund um ihre Schwangerschaftswoche und was gerade bei ihr im Körper und beim Baby passiert.

Wie kam Euch die Idee zu Keleya?

Victoria: Eine meiner sehr guten Freundinnen ist schwanger geworden und hatte eine ziemlich komplizierte und anstrengende Schwangerschaft. Durch sie habe ich zum ersten Mal gesehen, wie verunsichert Frauen in der Schwangerschaft sind, wenn es um das Thema Sport und Ernährung geht. Zum anderen habe ich miterlebt, wie wenige geeignete Möglichkeiten es bisher auf dem Markt gibt. Das hat mich auf die Idee gebracht, eine einfach zu nutzende Lösung für junge und werdende Mütter zu entwickeln. Und so ist Keleya entstanden. Im nächsten Schritt habe ich dann nach geeigneten Mitgründern gesucht, die zum einen Erfahrung haben und zum anderen an die Idee glauben. Und so bin ich glücklicherweise auf Sarah gestoßen.
Sarah: Ich habe mich sehr gefreut, als Vici mit der Idee auf mich zukam, da ich in meinen Kursen gemerkt habe, dass jede Schwangere sehr individuell betreut werden möchte, da jede andere Beschwerden und Bedürfnisse hat. Auf der anderen Seite haben Schwangere häufig nicht die Möglichkeit, regelmäßig einen Kurs zu besuchen.

Warum ist besonders Yoga ideal für Schwangere?

Sarah: Yoga ist für das Wohlbefinden der Schwangeren enorm förderlich, um die Kraft und Ausdauer für die neun Monate und die Geburt aufzubauen und einen langen Atem zu entwickeln. Zu den physischen Bewegungsabläufen kommen gezielte Atem- und Entspannungsübungen hinzu. Es ist eine ganzheitliche Methode, die sowohl physisch, als auch mental wirkt.
Außerdem fördert das Yoga die Verbindung zum Baby und dessen gesunde Entwicklung. Durch den tieferen Atem in der Bewegung bekommt das Baby mehr Sauerstoff und durch gezielte, öffnende Bewegungen, wie Seitdehnungen und sanfte Rückbeugen auch mehr Platz. Auch die Entspannung, das Relaxin und die Endorphine, welche die Schwangere bei und nach der Betätigung ausschüttet, kommen beim Baby an.

©Tomas Nadler

Wie hat sich Euer Unternehmen seit der Gründung entwickelt?

Victoria: Unser Startup hat in den letzten Monaten rasante Entwicklungsschritte gemacht. Im September haben wir die App auf den Markt gebracht. Seitdem haben wir Keleya bereits auf Englisch veröffentlicht, in fast allen Märkten dieser Welt gelauncht, tolle Kooperationen umgesetzt und über 10.000 Nutzerinnen gewonnen. Aber auch die nächsten Monate werden wieder viel Neues bringen.

Sarah, Du bist selbst auch Mutter – wie bringst du Familie und Job unter einen Hut?

Sarah: Das ist in der Tat manchmal ein ganz schöner Spagat, aber mein Mann hilft zum Glück tatkräftig mit. Während ich vor der Keleya Zeit sehr viel alleine für die Kinder verantwortlich war, springt er jetzt auch öfter ein, um die Kids nachmittags zum Sport oder zum Arzt zu bringen und organisiert unsere Einkäufe. Häufig macht er auch das Abendessen. Er ist sowieso der bessere Koch von uns beiden.

Was sind Deine größten Herausforderungen als Mutter und als Unternehmerin?

Sarah: Herausfordernde Situationen sind für mich, zum Beispiel, wenn die Kids mal krank sind oder Ferien haben. Dann ist es eine ziemliche Jonglage, was wir mit ihnen machen und manchmal nehme ich sie auch mit ins Office. Wir sind ja ein Start up und den Urlaub sparen wir uns für’s erste auf.

Gerade zu Beginn der Selbständigkeit, wie habt Ihr es geschafft auf Euch aufmerksam zu machen?

Victoria: Das ist eine gute Frage. Zum Glück bringen wir alle ein gutes Netzwerk mit, dass uns ermöglicht hat, bereits sehr früh tolle Kooperationspartner finden. Zum anderen konnten wir, aufgrund unseres Investments, gewisses Marketing schalten und so unsere Reichweite erhöhen.

Wie sehen Eure Pläne für die Zukunft aus?

Victoria: Wie bereits erwähnt, wird es auch in den nächsten Monaten wieder sehr spannend. Zum einen werden wir ein Programm für die Zeit nach der Schwangerschaft integrieren und zum anderen sind noch ein paar andere Überraschungen geplant. Unsere Vision ist es, mit Keleya die Marke für starke und selbstbewusste werdende und junge Mütter zu werden.

Wie bildet Ihr Euch weiter und was tut Ihr aktiv dafür Euer Business weiterzuentwickeln?

Victoria: Zum einen ist Netzwerken sehr wichtig. Ein aktiver Austausch mit anderen Gründern und Visionären hilft, die Innovationskraft aufrecht zu erhalten und einen offenen Blick für neue Ideen zu behalten. Zum anderen versuche ich pro Monat mindestens ein Business-Buch zu lesen, um mich in relevanten Themen weiterzuentwickeln. Derzeit lese ich beispielsweise „Pitch Anything„.

“ Welche 3 Tipps für die Schwangerschaft kannst Du unseren Leserinnen mit auf den Weg geben?

Sarah:

  • Lass dich nicht verrückt machen von all den gut gemeinten Ratschlägen, die auf dich einprasseln, sobald du deine Schwangerschaft verkündest!
  • Folge deinem Bauchgefühl!
  • “ Genieße deine Schwangerschaft, die Zeit der Transformation wie eine Reise zu dir selbst!

Wir von Keleya wollen keine Verbote aussprechen und ermahnen, sondern lieber wie eine gute Freundin zur Seite stehen. Mit unseren Anregungen wollen wir die Schwangere durch eine aktive und entspannte Schwangerschaft begleiten.

Vielen Dank, liebe Victoria, liebe Sarah, für das Interview!

Hier könnt ihr die Keleya App gratis herunterladen:
iOs App Store
Google Play Store

Für mehr Inspiration rund um die Schwangerschaft folgt Keleya hier:
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Eine tolle Vorstellung der beiden Mädels und ihrer App findet ihr auch bei Femtastics hier.

Über die Autorin: Ann-Kathrin ist 29, kommt aus dem schönen Harz und ist seit einigen Jahren in Berlin zu Hause. Sie reist gerne, liebt Konzerte, den Sommer in Berlin und Serien.

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