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FORGESTELLT – Sportliche Inspiration von Isa und Laura von run munich run

30. Januar 2016
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Run Munich Run?

Insgeheim nimmt sich wohl jeder zum Jahresanfang vor, irgendwas besser zu machen. Egal ob durch eine aufmerksamere Einstellung zur Ernährung oder voller Elan für mehr Sport. Mir helfen motivierende Instagramaccounts, Blogs oder Bücher immer sehr, den Hintern einmal mehr von der Couch hoch zu bekommen. Ein Duo, das gleich mehrere Kanäle bedient, sind Isa und Laura von run munich run . Die beiden Sportskanonen lernten sich 2014 bei (wie könnte es anders sein?!) der Vorbereitung zu ihrem ersten Marathon kennen und starten seit 2015 gemeinsam auf Instagram, ihrem eigenen Blog und als Schreiberlinge für run.de durch. Ich freue mich sehr euch die Beiden, deren Werdegang ich von Anfang an verfolgt habe, heute vorstellen zu können:

Erzählt unseren Lesern doch mal, wer ihr seid und wie ihr euch kennengelernt habt.

Laura: Die etwas langsamere und jüngere bin ich, Laura. Ich bin 24 Jahre alt und studiere im Master Kommunikationswissenschaft. Kennengelernt haben wir uns vor allem auf den zwei bis dreistündigen Läufen am Wochenende. Ratsch und Tratsch verlegten wir auf die Laufstrecke und wurden schnell Freundinnen. Seitdem sind wir schon viele Halbmarathons und den Berlin Marathon gelaufen und starten das nächste Mal am 17. April in Hamburg durch.

Isabell: Dann bin ich wohl die etwas schnellere und ältere. Ich heiße Isabell, bin 30 Jahre und arbeite für eine große Fitnessstudio-Kette in der Corporate-Abteilung. Sprich, ich betreue Firmenkunden und deren Mitarbeiter entweder auf Aktionstagen oder wenn die sich für eine Mitgliedschaft bei uns interessieren. Zum Kennenlernen gibt´s eigentlich nur hinzuzufügen, dass wir währenddessen für den München Marathon trainiert haben und uns irgendwann sonntags niemand weiter begleiten wollte, als die Distanzen immer länger wurden.

Euch zwei kennt man eigentlich nur im Sportoutfit. Wie verbringt ihr eure Freizeit denn sonst so?

Laura: Freeletics, Essen und Freunde! Neben der ganzen Lauferei darf Krafttraining nicht zu kurz kommen. Deshalb findet man mich zweimal die Woche beim Burpees oder Liegestütze durchquälen. Ansonsten treffe ich gerne meine Freunde bei einem gemütlichen Abendessen oder auf einen Kaffee. Leider habe ich nicht das typische Frauen-Shopping-Gen in mir, sondern besitze tatsächlich mehr Sport- als normale Outfits.

Isabell: Wenn ich noch genug Energie habe und wir es mindestens zwei Wochen im Voraus geplant haben, verbringe ich auch möglichst viel Zeit mit Freunden. Arbeit und Training schlauchen mich ehrlich gesagt, schon ordentlich. Bei vier Laufeinheiten pro Woche, einem Wassersport-Date mit meiner Freundin und dem blöden Stabitraining bleibt irgendwie nicht mehr so viel Zeit übrig. Deshalb bin ich echt mega-unspontan. Denn wenn wir uns abends treffen, muss ich ja schon vor der Arbeit laufen. Das kann dann auch mal “Weckerklingeln 4:15 Uhr” heißen, wenn 18 Kilometer im Trainingsplan stehen.Und ich lese viel, das beruhigt mich total.

run munich run

© Laura und Isabell von run munich run

Was hat euch dazu inspiriert, euer Wissen mit anderen zu teilen? Gab es einen ausschlaggebenden Moment, in dem ihr entschieden habt, den Blog zu starten und euer Läuferleben bei Instagram zu dokumentieren?

Laura: Einen solchen Entscheidungsmoment gab es nicht, das Ganze war eher ein Prozess. Wir hatten ja damals beide unsere privaten Instagram Accounts und haben dort eben nach den Läufen gepostet. Aber wir hatten beide den Wunsch unser sportliches Leben zu dokumentieren und da entstand die Idee eines gemeinsamen Accounts. Der Hintergedanke war auch, dass wir beide abwechselnd posten können und nicht Jede immer und ständig gezwungen ist alles zu berichten.

Ihr lauft bei Wind und Wetter, sehr früh morgens oder spät abends – woher kommt eure Motivation?

Laura: Das ist eigentlich einfach zu erklären, denn ich kenne den sportlichen Schweinehund eigentlich kaum. Besonders morgens, wenn ich aufwache, steige ich automatisch in meine Laufklamotten und damit ist die Entscheidung getroffen. Und wenn ich mal zwischendrin keine Lust habe, dann lasse ich es einfach. Das kommt aber selten vor, ich gehe auch in Nicht-Wettkampfphasen dreimal wöchentlich laufen. Ich finde es persönlich aber auch sehr wichtig sich immer wieder neue Ziele zu stecken. Für mich ist der Wechsel zwischen einem intensiven 12-wöchigen Marathontrainingsplan und drei Monaten “Entspannungsläufen” perfekt. Daraus ziehe ich meine Motivation.

Isabell: Wenn Laufen im Plan steht, dann steht Laufen im Plan. Fertig aus. Wie Laura schon sagte, man braucht eben ein Ziel. Dienstag, Donnerstag und Sonntag sind seit gefühlt einer Ewigkeit meine Lauftage und seitdem ich Marathon laufe, ist halt noch ein vierter Tag dazu gekommen. Mir hilft es aber zusätzlich zu wissen, dass ich “dran bin” mit Posten bzw. wir so viele Follower im Hintergrund haben, die dadurch ebenfalls motiviert werden.

Was müsste passieren, damit ihr einmal nicht laufen geht?

Laura: Null-Bock-Stimmung, eine Verletzung oder die Couch-Anziehungskraft. Mir fällt es beispielsweise sehr schwer mich nach der Arbeit zum laufen zu motivieren. Da ziehe ich die Early-Birds vor, denn das frühere Aufstehen ist reine Gewöhnungssache und man startet so viel frischer und besser gelaunt in den Tag.

Isabell: Verletzung oder andere Krankheit (Schnupfen nicht!) oder ein sehr langer Arbeitstag in Kombination mit Hunger. Dann lass ich es vielleicht mal sein. Meistens laufe ich dann aber doch und nur eine kleine Runde, um schnell essen zu können.

Gibt es ein „läuferisches“ Ziel, das ihr erreichen möchtet? Oder einen Traumort, an dem ihr gerne mal einen Marathon laufen würdet?

Laura: Mit einer Zeit beim Marathon von unter 4 Stunden ist mein Hauptziel erreicht. Ansonsten würde ich wahnsinnig gerne mal in New York laufen, denn das ist meine absolute Traumstadt. Als ich dieses Jahr Bilder vom Polar Run gesehen habe, bin ich auch etwas neidisch geworden. Einen Halbmarathon durch eine so tolle Winterlandschaft zu laufen, ist sicherlich etwas ganz Besonderes.

Isabell: Neben der 4-Stunden-Marke im Marathon hab ich mir für Mai noch einen Ultramarathon vorgenommen. Knapp 73 Kilometer über den Rennsteig. Ich schwanke nahezu täglich zwischen Vorfreude und Angst. Ansonsten will ich in so vielen Städten wie möglich (Halb)marathon laufen, unter anderem ganz dringend und unbedingt in Istanbul.

run munich run

© Laura und Isabell von run munich run

Eure größte Schwäche? Und herausragendste Stärke?

Laura: Schokolade und Verbissenheit. Beim Berlin Marathon habe ich mich so sehr in meine Angst die 4-Stunden Marke zu knacken reingesteigert, dass ich den Lauf überhaupt nicht genießen konnte. Das war furchtbar. Wir sind schließlich nur Hobbysportler und der Genuss sollte vor allem anderen stehen. Diese Schwäche hat gleichzeitig auch was mit meiner Stärke zu tun: Wenn ich im Sport ein klares Ziel vor Augen habe, ziehe ich den Plan ohne wenn und aber durch. Schwieriger fällt es mir da schon mich an strenge Ernährungspläne zu halten….

Isabell: Da sind Laura und ich uns ziemlich ähnlich. Ernährung kriege ich nur sehr schwer auf die Reihe, weil ich einfach immer Hunger habe. Und Salat ist einfach unbefriedigend. Ehrgeiz ist definitiv meine größte Stärke. Ich kann mich wirklich gut quälen und liebe es mittlerweile, meine Grenzen immer weiter auszudehnen.

Klassische Frage: Wie schaffe ich es, meine (sportlichen) Vorsätze über den Januar hinaus weiterhin umzusetzen?

Laura: Realistische Ziele in kleinen Etappen setzen. Außerdem sollten die Vorsätze relativ einfach und mit Freude ins Leben integrierbar sein. Wenn man beispielsweise mehr Sport machen möchte, sollte man zunächst unterschiedliche Sportarten austesten und dann bei der bleiben, für die man brennt. Nur weil alle im Umfeld laufen, heißt das nicht, dass das der neue Traumsport für sich selbst wird. Das Gleiche gilt für die Ernährung: Nicht alle sind dazu bestimmt sich lebenslang low carb zu ernähren und sehen trotzdem gesund und glücklich aus.

Isabell: Nicht erst im Januar damit anfangen. Wer im Dezember überlegt “mehr Sport” zu machen, kann doch auch im Dezember schon anfangen! Ich sehe es ja bei uns in den Studios bzw. in meinem Postfach jeden Tag. Am Anfang flippen alle aus, die Clubs sind überfüllt und zwei Wochen später lässt das alles schon wieder nach. Definiert erst einmal genau euer Ziel. “Mehr Sport machen” ist kein Ziel. Was heißt denn “mehr”? Einmal pro Woche Sportart xy machen oder zweimal oder dreimal? Sucht euch jemanden, der euch begleitet. Das kann ein Lauftreff sein oder eine Freundin, die einmal pro Woche mit euch zum Zumba geht. Ganz wichtig, wie Laura schon sagt: Spaß muss im Vordergrund stehen.

Vielen Dank für eure Zeit und einen ganzen Sack voller Motivation!

Mehr über die Mädels gibt es auf Run Munich Run, auf Facebook, Instagram oder auf Run.de.

Bildquelle: © Laura und Isabell von run munich run

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