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FORGESTELLT: Stefanie Bilen, Chefredakteurin von SAAL ZWEI und Buchautorin

21. Oktober 2016
Stefanie Bilen Forgestellt Buchcover Oktober 2016
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Wir stellen euch heute Stefanie Bilen vor,  Chefredakteurin von SAAL ZWEI, dem Online Magazin für Frauen, die einen professionellen Anspruch und gleichzeitig wenig Zeit für Medienkonsum haben. Zudem hat sie gerade ihr erstes Buch „Mut zu Kindern und Karriere“ herausgebracht und sie ist Mutter von zwei Kindern.

Liebe Stefanie, welche 3 Wörter beschreiben Dich am besten?

Stefanie: Muss ich das auf 3 Wörter herunter brechen? Mir fallen spontan verschiedene ein: Weltoffen, neugierig, engagiert, begeisterungsfähig, ich habe Spaß am Lachen und Spaß am Machen. Ja, ich bin definitiv eine Macherin. Das macht mich als Mensch besonders aus.

Wie sieht ein typischer Start in den Tag bei Dir aus?

Stefanie: Wenn der Wecker klingelt, geht mein erster Blick (leider) aufs Handy. Ich überfliege die News des Morgens und schaue nach E-Mails. Mit zwei Kindern ist der Morgen sowieso sehr vorprogrammiert, d.h. ich stehe immer so auf, dass ich erst mal eine halbe Stunde für mich habe. Dann schaue ich in die Zeitung und nutze die Anlaufzeit, bis der Morgen so richtig los geht. Das brauche ich auch, denn ein richtiger Morgenmensch bin ich nicht.

Du hast deine journalistische  Laufbahn beim Handelsblatt gestartet, es folgten die Financial Times Deutschland und verschiedene andere Medien. Wie kamst du zu deinem Beruf und was hat dich dazu motiviert Wirtschaftsjournalistin zu werden?

Stefanie: Um diese Frage zu beantworten, muss ich etwas ausholen, denn mein beruflicher Werdegang ist sehr kurvenreich. Ich habe ursprünglich eine kaufmännische Ausbildung gemacht und bin dann für ein Traineeship eines Spezialverlags nach Montreal gegangen. Das fand ich damals spannend und wollte das gern machen, also habe ich es gemacht. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich mein Abitur nachgeholt, denn die Schule hatte ich vor meiner Ausbildung nicht beendet. Direkt darauf folgte ein BWL-Studium. Und während des Studiums zeichnete sich so langsam ab, dass mich Marketing interessierte. Aber ich wollte nicht nur fertige Produkte vermarkten. Ich wollte gern am Produkt selbst mitwirken und es mit entwickeln.

Mein nächster Schritt führte mich zum Axel Springer Verlag, danach zum Handelsblatt. Ich hatte bereits während des Studiums für „Junge Karriere“ aus dem Hause des Handelsblatts geschrieben, deshalb fand ich es toll, dass ich einen Platz an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten bekam. Nach der anderthalbjährigen Ausbildung – mit externen Stationen bei „Die Zeit“ und „Bild“ – startete ich als Unternehmensredakteurin beim Handelsblatts, erst in Düsseldorf, später in Hamburg. Aber damit war mein Werdegang noch lange nicht auf eine gerade (Lauf-)Bahn gebracht. Mit der Wirtschaftskrise veränderte sich auch die Medienwelt und ich begann als freie Journalistin für verschiedene Medien zu arbeiten, weiterhin Handelsblatt, aber zum Beispiel auch Brand Eins und andere. Meine Themen blieben dieselben: Wirtschaft, Management und Start-Ups im Schwerpunkt, nur dass ich nicht mehr fest für ein Medium gearbeitet habe.

Vor fünf Jahren hast du mit deiner Co-Gründerin „SAAL ZWEI“ ins Leben gerufen, ein digitales Wirtschaftsportal mit Fokus auf Frauen. Wie kam es dazu?

Stefanie: Ich war unzufrieden mit der Art der Berichterstattung zu Wirtschaftsthemen. Dabei habe ich stets über sehr spannende Themen geschrieben und mir hat meine Arbeit immer Spaß gemacht. Aber ich fand es unbefriedigend, welche Rolle Frauen in der Wirtschaftsberichterstattung spielten. Wenn wir allein auf deutsche DAX-Unternehmen schauen, ist da sehr wenig Frau mit im Spiel. Und das wollte ich ändern.

Zudem war ich selbst in der Zwischenzeit Mutter und Co-Gründerin der Working Moms, einem Netzwerk für Frauen, die mit Kindern eine Karriere verfolgen. So war ich zum Einen selbst mit dem Thema Kind und Karriere konfrontiert und habe zum Anderen mit sehr vielen Frauen gesprochen, die vor der Herausforderung stehen, beides unter einen Hut zu bekommen. Es ist ja nach wie vor nicht so, dass Arbeitgeber Schwangere oder Mütter mit kleinen Kindern hofieren, um es mal vorsichtig auszudrücken. Warum werden arbeitende Mütter so häufig aufs Abstellgleis gestellt, statt weiterhin  anspruchsvolle und den Qualifikationen entsprechende Positionen einzunehmen?

Ein weiterer Grund für die Gründung von SAAL ZWEI war die Tatsache, dass Frauen anders als Männer den Tag nicht mit Zeitung lesen beginnen. Es ist von Studien belegt, dass viele Männer den Tag mit der Zeitungslektüre beginnen. Frauen dagegen nehmen sich die Zeit nicht bzw. sie haben andere Prioritäten. Vielleicht auch, weil sie morgens  mit ihren Kinder  frühstücken und sie zum Kindergarten oder zur Schule bringen. Es fehlte unserer Meinung nach tatsächlich ein Medium, das sich gezielt an diese Frauen richtet, sowohl thematisch als auch von Medientyp her, nämlich digital und somit praktisch überall lesbar. Und das ohne die Zeitung mit sich herumtragen zu müssen.

Dann bist du ja eine Pionierin im Thema Female Empowerment! Wie fühlt sich das heute für dich an?

Stefanie: Pionierin? Ja, das könnte man tatsächlich so sagen. Und obwohl in der Zwischenzeit fünf Jahre vergangen sind und heute sehr viel rund um diese Thematik passiert, hat sich in der Gesellschaft noch nicht genug geändert.

Zurück zur Gründung von SAAL ZWEI. Wir sind mit unserem Projekt auf sehr viele verschlossene Türen gestoßen. Anfangs war die Idee, dass wir uns einen Partner, sprich ein Medienhaus, suchen, das uns unterstützt. Es blieb bei der Idee. Die Wirtschaftsmedien haben unseren Ansatz nicht verstanden, denn es gab ihrer Meinung nach bereits eine funktionierende Berichterstattung zu relevanten Themen in Wirtschaft und Politik. Warum denn noch ein neues und dann auch noch digitales Magazin aufsetzen – und das auch nur für Frauen?! Und die Frauenmagazine wollten es lieber alleine machen. Spannend war wirklich der digitale Aspekt: Vor fünf Jahren war tatsächlich noch nicht bei allen Zeitungen durchgesickert, dass digital die Zukunft sein könnte. Wir fanden also keinen passenden Partner.

Aber wir haben es auch so geschafft, uns eine tolle Leserschaft aufzubauen. Interessanterweise sind Medienhäuser heute sehr offen für Kooperationen.

Seit diesem Monat bist du nicht mehr ausschließlich Journalistin, sondern auch veröffentlichte Autorin. Dein erstes Buch mit dem Titel „Mut zu Kindern und Karriere“ ist jetzt im Handel. Was beschäftigt Dich als Karrierefrau und Mutter von zwei Töchtern und was möchtest Du den Lesern in Deinem Buch mitgeben?

stefanie-bilen-buchcoverStefanie: Das Buch „Mut zu Kindern und Karriere“ ist ein Inspirationsbuch – eine Mischung aus Mutmacher und praktischem Ratgeber. 40 Working Moms erzählen, wie sie Karriere und ein erfülltes Familienleben in Einklang bringen. Die Frauen kommen aus ganz unterschiedlichen Branchen und Berufen, arbeiten in Teilzeit oder Vollzeit, als Selbstständige oder Angestellte, leben mit ihrem Partner oder als Alleinerziehende. So unterschiedlich die Frauen auch sein mögen, in einem Punkt sind sie sich alle einig: Das Leben mit Kind und Karriere kann zum Teil sehr anstrengend sein, ist aber gleichzeitig auch sehr erfüllend.

Neben den Erfahrungsberichten der Frauen geben wir ganz praktische Tipps, vom Mutterschutz über Kinderversorgung bis hin zur Gründung eines eigenen Unternehmens. Das Buch zeigt die verschiedenen Facetten des Mutterseins als Berufstätige und soll Frauen Mut machen, die noch zweifeln, ob Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen sind.

Hattest Du je Zweifel, Kind und Karriere unter einen Hut zu bekommen? Welche Herausforderungen sind dir begegnet und welche Tipps hast Du parat, Kind und Karriere bestmöglich zu vereinen?

Stefanie: Jede Frau mit Kind stellt sich wohl hin und wieder die Frage, warum sie sich das antut (lacht). Denn wenn man eine wichtige Präsentation am Morgen halten muss, die Nacht aber nicht durchgeschlafen hat, weil ein Kind krank ist, ist das anstrengend. Und da kann man nicht einfach sagen „Oh, ich habe nicht geschlafen. Die Präsentation kann ich nicht halten.“ Da muss man professionell sein. Meine Kinder stehen für mich immer an der ersten Stelle, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, meine Arbeit aufzugeben. Warum sollte ich auch? Für mich gehört das Geldverdienen genauso zum Leben dazu wie meine Familie.

Wichtig ist auch, dass der Partner mitmacht. Ein Kind hat schließlich nicht nur eine Mutter, sondern auch einen Vater – und das gilt auch für Eltern, die vielleicht nicht mehr zusammen sind. Männer sind genauso für ihr Kind verantwortlich wie Mütter. Und das ist auch etwas, was wir den Chefs der Väter naheliegen müssen. Es heißt heute nicht umsonst Elternzeit.

Grundvoraussetzung ist, dass Eltern die richtige Betreuung für ihr Kind finden. Das fängt bei der Kita an und zieht sich durch die gesamte Schulzeit. Auch hier müssen Firmen flexibler werden, denn die Vereinbarkeit von Job und Kind ist der Grundstein für eine funktionierende  Karriere als Mutter.

Wenn ich allein an die Sommerferien denke – schulpflichte Kinder haben in Deutschland 13 Wochen Ferien, Berufstätige aber nur fünf bis sechs Wochen Urlaub. Die anderen sechs bis sieben so abzudecken, dass die Kinder auch tatsächlich das Gefühl haben, sie sind in den Ferien, ist eine Herausforderung für Familien.  Es kann sich schließlich nicht jede Familie eine private Kinderbetreuung leisten.

Was wünschst Du dir für Frauen in den nächsten 5 und 10 Jahren, welche Veränderungen sollte es im Wesentlichen im Bezug auf Karriere und Familie geben?

Stefanie: Frauen sollten nicht so viel hadern – und ja sagen zu Kindern! Und dabei auch an ihre eigene Zukunft denken. Ein Mann ist eine schlechte Altersvorsorge, das belegt die Scheidungsstatistik. Auf Seiten der Gesellschaft muss ein grundsätzliches Umdenken stattfinden, und damit auch auf Seiten der Arbeitgeber. Frauen, die ein Kind bekommen, verlieren dadurch ja nicht ihre Qualifikationen. Ich würde sogar sagen, dass sie neue und sehr wertvolle hinzugewinnen. Da muss noch einiges passieren und das wünsche ich mir für uns Frauen. Dass wir nicht mehr das Gefühl haben, uns entscheiden zu müssen. Kind oder Karriere.

Zu guter Letzt: Hast Du ein Vorbild und was zeichnet diese Person aus?

Stefanie: Ich habe nicht direkt ein Vorbild, aber mir imponieren grundsätzlich Menschen, Frauen wie Männer, die ihren Weg gehen, ohne sich dabei zu verbiegen. Und mit Freunde durch Leben wandeln.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Foto: © Stefanie Bilen

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