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FORGESTELLT: The Yoga Affair // KaliKollektiv – Valerie Junger

14. Februar 2017
© Caroline Prange
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Heute gibt es die wunderbare Valerie Junger bei uns im Interview. Eine Powerfrau wie sie im Buche steht! Wenn Valerie dir gegenübersteht, spürt man die ruhige Aura, die sie umgibt und wenn man dann hört, was sie alles so auf die Beine stellt, kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Ein Grund mehr sie euch nicht vorzuenthalten, sondern sie auf unsere FORGESTELLT Bühne zu lassen.

Liebe Valerie, stell dich doch bitte einmal kurz vor. Wie sieht dein Alltag so aus?

Mein Alltag ist kunterbunt. Ich arbeite als Grafik Designerin, Yogalehrerin, Bloggerin und neben all dem auch full-time als Assistant Showroom Managerin bei lululemon in Berlin. Jeder Tag sieht anders aus und hält mich ganz schön auf Trab. Aber ich brenne für meine Projekte und liebe meine Arbeit, weil mich so wunderbare Menschen auf diesem Weg begleiten.

Du hast in den letzten Jahren sehr viel verändert und viele neue Herzensprojekte gestartet. Wie kam es dazu? 

Oh ja, die letzten Jahre waren tatsächlich ganz schön wild. Mein Leben hat sich durch meinen Umzug von Wien nach Berlin, meinem Schritt von der Selbständigkeit in die Anstellung, zurück zum Freelancen und noch mal zurück in den fixen Job mehrmals auf den Kopf gestellt. Ich bin auch durch die Hölle gegangen, letztendlich aber immer meinem Herz gefolgt und heute sehr stolz, dass ich so mutig war, diese Schritte gemacht zu haben.

Aus diesem inneren Drive und einem unglücklichen Agenturjob entstand eines Tages The Yoga Affair. Ich war lange auf der Suche nach einem Weg, meine Kreativität, meine Affinität zu schönen Produkten und meine Liebe zum Yoga zusammenzuführen. Das Ergebnis mit anderen zu teilen, hat dem ganzen das Krönchen aufgesetzt. Und so folgte eben eines zum anderen. Ich lerne ständig Menschen kennen, die mich inspirieren und herausfordern, Neues auszuprobieren.

Ich gehöre zu den Leuten, die sich jeden Tag aufs neue mit dem Thema Geduld auseinandersetzen müssen. Bei dir scheint es ebenfalls ein Prozess gewesen zu sein, dass du heute da stehst, wo du bist. Hast du hier Tipps und Tricks in der Hinterhand?

Willkommen im Club! (lacht) Ich bin nach wie vor inmitten dieses Prozesses. Und auch vermutlich noch mein ganzes Leben lang, weil ich der ungeduldigste Mensch auf Erden bin. Aber ich habe es erkannt und lerne damit umzugehen und ruhiger zu werden.

Regelmäßige „Dates“ mit mir selbst sind mein Zaubertool gegen Unausgeglichenheit. Ungeduld ist meistens nur das Resultat aus irgendeiner missachteten Unzufriedenheit heraus. Weil ich mir selbst zu wenig Zeit widme, um auf meine Bedürfnisse zu achten oder einfach gestresst bin. In meinem Alltag eignet sich der Morgen am besten für me-time. So kann es dann sein, dass ich am Wohnzimmerboden liege und Yin Yoga übe, bei lauter Musik durch die Wohnung springe oder mir eine kraftvolle Yoga Klasse oder ein Workout gönne.

All diese bewussten Auszeiten lassen mich neu mit mir in Verbindung gehen und mich erden. Es tut mir gut!

Erzähl uns doch bitte ein bisschen detaillierter über das KaliKollektiv. Was sind die Hintergründe der Gründung?

Nach meinem Umzug nach Berlin, habe ich mein gesamtes Leben auf „reset“ gestellt. Ich habe mich selbst neu gefunden und auf diesem Weg ganz zauberhafte Frauen kennengelernt, die mir auf Anhieb vertraut und sehr nah waren. Ich schnupperte mich durch die Yoga und Healing Szene rund um das Agape Zoe Festival und war gefesselt von der Offenheit, die in dieser Stadt gelebt wird. Berlin und die Menschen, die mich begleiten, haben diesen Impuls in mir geweckt, sich zu „verbünden“. Als ich Dana von meinem Wunsch der Gründung eines Frauenkollektivs erzählte, hatte sie sofort Feuer gefangen und wir dachten uns noch am gleichen Tag ein Konzept aus.

©Caroline-Prange

Was ist euer Ziel mit dem Kali Kollektiv? Wie sehen eure Pläne aus? 

Unsere Gesellschaft gibt Konkurrenzdenken in hohem Maße vor, was ich selbst in früheren Jobs und leider auch Freundschaften sehr verletzend und blockierend erlebt habe. Wenn wir dieses egoistische Denken für einen Moment zur Seite legen, unsere Herzen öffnen und in die Verbindung gehen, können wir die Kraft und Schönheit erkennen, die jeder von uns in sich trägt. Alle Vorurteile und Bewertungen uns selbst und anderen Frauen gegenüber loszulassen, in die Präsenz zu kommen und sich gegenseitig liebevoll zu unterstützen. Um das geht’s letztendlich! Man möchte gar nicht meinen, wie heilsam das ist!

Wir starten am 19.2. mal mit einem ersten Tagesworkshop in Berlin und gucken, wie unser Programm angenommen wird. Da die Tickets bereits innerhalb der ersten Woche nahezu ausverkauft waren, fühlen wir uns bestätigt darin, dass das Bedürfnis nach Verbindung und women empowerment absolut gegeben ist. Das berührt mich sehr und bestärkt, noch viel, viel größer zu denken! Ich möchte noch nicht zu viel verraten, aber es folgen sicherlich einige weitere Kurse – zusammen mit anderen Yogalehrerinnen, Powerfrauen, in und auch außerhalb Berlins. So stay tuned!

Inwiefern hilft dir Yoga dabei, dein inneres Gleichgewicht zu finden?

Yoga ist für mich wie ein Schlüssel, der mir ermöglicht, meinen Blick nach innen zu richten und zu erkennen, was ich in diesem Moment gerade brauche. Ich lasse mich von meinem Atem durch meinen Körper führen, Asana für Asana und ganz mit mir verbunden. Egal ob Yin Yoga oder Ashtanga – ich gleite dabei in einen meditativen Prozess, der mich in meine Präsenz führt. Dieses Verankert-Sein im Jetzt führt unweigerlich zum inneren Gleichgewicht!

Außerdem denke ich, wenn man liebevoll mit sich umgeht und seine Bedürfnisse wertschätzt, kann man den Alltag lockerer nehmen.

Was ist deine persönliche Superkraft?

Meine erste Reaktion war gerade „vegane Schokolade aus Kokosmilch“. (lacht) Aber wenn ich so darüber nachdenke, ist es viel mehr die Stille, dir mir Kraft gibt. Umso lauter es in mir und rund um mich herum wird, desto mehr brauche ich den Rückzug, obwohl es mir da am schwersten fällt. In der Ruhe kann ich mich erden und neue Kraft schöpfen. Aktuell starte ich meinen Tag mit einer kurzen Meditation, spreche Wünsche aus und bitte das Universum, mich in der Umsetzung und meinem Schaffen zu unterstützen. Tja, und ob du es glaubst oder nicht, es hilft tatsächlich! (lacht)

Ich hoffe inständig, dass dieses Interview Mut macht und den berühmten Funken überspringen lässt. Wenn ihr in Berlin seid, dann meldet euch gern für den Tagesworkshop an. Ansonsten findet ihr alle aktuellen Informationen auf The Yoga Affair.

Namaste!

Eure Julia

Fotocredit: http://www.carolineprange.com

 

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