PORTRAITS

FORGESTELLT: Theresa Bihn, Prinzessin oder Lehrerin? Programmiererin!

28. April 2015
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Darf ich vorstellen: Theresa Bihn, Team Lead in der Software Entwicklung.

Den Wunsch Prinzessin zu werden aufgegeben, um sich dem Programmieren zu widmen und den Vorurteilen der IT-Freaks mit fettigen Haaren und Akne zu trotzen. Theresa Bihn ist eine nthusiastische Visionärin mit dem Wunsch mehr Frauen für die IT Branche zu begeistern und ausgezeichnet als PANDA YOUNG TALENT 2014.

Was wolltest du mit 6 Jahren werden? Wer bist du heute?

Theresa: Mit 6 Jahren wollte ich Prinzessin werden, mit 11 Lehrerin und mit 18 alles andere als Programmiererin. Mein erstes Programm habe ich mit 15 Jahren geschrieben und mich kurz darauf dazu entschieden die Schule zu wechseln, um Informatik als Leistungskurs zu belegen. Ich habe einen wahren Kulturschock erlebt, als ich die ganzen IT-verrückten Jungs kennengelernt habe. Ich bin eher ein extrovertierter Mensch und meine Schulkameraden waren sehr schüchtern und introvertiert – manche haben sogar zwei Jahre nicht mit mir gesprochen.

Während meines Studiums der internationalen Wirtschaftsinformatik habe ich glücklicherweise eine Vielzahl an extrovertierten, kreativen Programmierern kennengelernt. Heute mit vier Jahren Erfahrung in der professionellen Software Entwicklung bin ich sehr glücklich mit meiner Berufswahl.

Womit verbringst du deinen Tag? Was gefällt dir dabei am besten?

Theresa:Ein normaler Arbeitstag beginnt mit 40 Minuten Snoozing und Frühstück. Dies ist allerdings auch das Einzige, was wirklich jeden Tag gleich ist. Ansonsten ist mein Arbeitsleben sehr abwechslungsreich. Je nach Projektphase variiert die Zeit, die ich mit programmieren verbringe, zwischen 1 – 8 Stunden. Den Rest des Tages verbringe ich klassisch in Meetings und Workshops – manchmal mit dem Kunden, manchmal mit den technischen Architekten, manchmal mit meinem Team.

Mir gefällt das Projektgeschäft sehr gut, da jeder Tag anders ist. Bis jetzt habe ich nur in Green-Field-Projekten gearbeitet, das bedeutet, dass ein System von Grund auf neu aufgebaut wird. Dies ist für mich die Königsdisziplin der Software Entwicklung. Hier hatte ich immer einen großen Gestaltungsspielraum und habe viel über (neue) Technologien, IT-Architekturen und natürlich Menschen im Projektgeschäft gelernt.

Was macht für dich eine gute Führungskraft aus?

Theresa:Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

Dieser Spruch sagt für mich sehr viel aus, was eine gute Führungskraft ist. Es ist das Schaffen von Rahmenbedingungen, so dass meine Mitarbeiter motiviert und engagiert zusammenarbeiten. Hierfür erachte ich es neben dem Aufzeigen einer Vision als wichtig, meine Teammitglieder, ihre Stärken, Schwächen und ihre innere Motivation zu kennen. Jeder Mitarbeiter sollte das Gefühl haben, dass er mit seinen individuellen Fähigkeiten dazu beiträgt, das gemeinsame Ziel zu erreichen. Dieses wird durch regelmäßiges Lob, Anerkennung und Feedback erreicht. Durch die Wertschätzung jedes Einzelnen als unverzichtbaren Teil des Teams, wird eine offene Atmosphäre geschaffen, in der jeder mitdenkt und potentielle Risiken früh kommuniziert.

Für mich besteht erfolgreiche „Führung“ aus der Summe von zufriedenen und engagierten Mitarbeitern, die zusammen ein gemeinsames Ziel haben und sich diesem gegenüber verantwortlich fühlen. Eine Führungskraft ist somit nur so erfolgreich, wie das Team, das hinter ihr steht.

Was hat sich für dich seit deiner Auszeichnung als PANDA YOUNG TALENT 2014 verändert? Und was hast du im vergangenen Jahr alles auf Grund von PANDA erlebt?

Theresa:Nach PANDA bin ich um ca. 10 cm gewachsen. Ich bin immer noch sehr stolz auf mich und auch ziemlich erstaunt, dass mich die Mehrheit von den Teilnehmerinnen als junges Führungstalent wahrgenommen hat. Meinen Sieg habe ich groß gefeiert, ich habe Kuchen mit auf die Arbeit gebracht und habe jedem davon erzählt. An meinem Alltag hat sich objektiv nicht viel verändert, allerdings habe ich das Gefühl, dass mich ein paar Menschen mit anderen Augen sehen.

Eine ganz große Bereicherung waren die ganzen Preise, die ich gewonnen habe. Neben zwei Coachings, einem Stimmtraining, einem Medientraining, einer Bahnfahrt, einer Übernachtung in Berlin habe ich auch viele neue Kontakte gewonnen und großartige Menschen kennengelernt. Das alles hat mir geholfen zu wachsen und weiter meinen Weg zu gehen.

Kannst du die Frage, ob du die einzige Frau im Team bist, heute mit „Nein“ beantworten?

Theresa:Nein, leider nicht. Ich arbeite daran, dass der Beruf ‚Software Entwicklerin‘ attraktiver für junge Frauen wird – allerdings gibt es viele Vorurteile und sind wir mal ehrlich, die pubertierenden IT-Freaks mit fettigen Haaren und Akne haben mich damals auch fast abgeschreckt.


Wann würdest du dir wünschen mutiger zu sein?

Ich wünsche mir mehr MutNein‘ zu sagen.

Vielen Dank Theresa!

Foto[14]

 

 

 

 

Theresa auf Xing: https://www.xing.com/profile/Theresa_Bihn

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  • Reply
    repair head gasket
    6. August 2015 at 14:53

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