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FORGESTELLT: Tijen Onaran Kommunikationstalent, Vernetzungsgenie und Powerfrau

19. Oktober 2015
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Tijen Onaran ist Leiterin Kommunikation beim Händlerbund. Zudem ist sie Initiatorin von „Women in E-Commerce“, einem Netzwerk für Frauen aus der E-Commerce Branche. Kolumnistin bei WiWo Gründer und Beitragsmitglied von STARTUP TEENS. Kürzlich hat ie außerdem Women in Digital gegründet. Das Umsetzen ihrer Ideen und etwas zu bewegen und zu prägen motiviert sie! Was ihr dabei hilft alles unter einen Hut zu bringen „zu priorisieren und zu fokussieren“.

Tijen, wie würdest Du dich und das was Dich momentan in deinem Arbeitsalltag in wenigen Sätzen beschreiben?

Tijen: Spannung und Spaß. Jeder Tag ist anders, so dass es immer spannend bleibt. Und ich mache das was ich mache, gerne. Gerade in der Kommunikations-Branche ist es wichtig, dass Du mit Spaß dabei bist – Du musst ja Dein Gegenüber von Geschichten begeistern, aber eben auch mal damit umgehen, dass der/die Journalist/-in nicht Feuer und Flamme für Deine Story ist. Dafür hat er/sie dann aber eine andere Idee. Das macht es nie langweilig.

Was motiviert Dich in letzter Zeit am meisten?

Tijen: Nicht nur in letzter Zeit, sondern ständig: Ideen umzusetzen. Die Entwicklung einer Idee ist spannend, aber für mich beginnt das Eigentliche bei der Realisierung. Wenn mir die Namen auf Teilnehmerlisten gegenüberstehen, Erfahrungen teilen und mich an ihren Geschichten teilhaben lassen – das gibt mir Power. Dann fallen mir direkt mögliche Sparringspartner für diesen Menschen ein oder wie wir gemeinsam was erreichen können. Damit wächst der gemeinschaftliche Erfolg für die Sache und das motiviert mich.

Du bist Leiterin der Kommunikation beim Händlerbund e.V., Initiatorin von WIE – Women in E-Commerce, Beiratsmitglied von STARTUP TEENS e.V. und Kolumnistin bei der WiWo Gründer – wie bekommst Du all das unter einen Hut?

Tijen: Indem ich mich meine innere Beziehung zu Mrs. Perfektion gelassener sehe. Wer viel macht, macht auch mal was nicht perfekt. Das fällt extern meist gar nicht auf, aber die eigene Stimme ruft Dir immer wieder zu: das geht doch noch besser. Gerade, wenn Du mit vielen Hüten unterwegs bist, sitzt einer halt auch mal nicht so gut oder vielleicht steht er Dir auch einfach nicht? Außerdem hatte und habe ich immer Menschen um mich herum, die mich haben machen lassen. WIE wäre ohne die Unterstützung meines Chefs, Andreas Arlt, nicht möglich gewesen, der nicht zur zum Erfolg des Auftakts beigetragen hat, sondern ein Unterstützer der ersten Stunde ist. Und STARTUP TEENS ist ein Projekt, das ich sehr gerne unterstütze, weil mir die Message: bei Jugendlichen anzusetzen und ihnen unternehmerische Werte zu vermitteln, sehr gefällt und das Team rund um STARTUP TEENS einfach klasse ist.

Welche organisatorischen Tipps und Tricks kannst Du unseren Leserinnen mit auf den Weg geben um viele unterschiedliche Projekte zu stemmen? Und wie schaffst du es vielleicht hin und wieder auch eine Pause einzulegen? Oder gibt es diese nicht mehr?

Tijen: Mir hilft zu priorisieren und zu fokussieren. Wenn ich eine Sache angehe, dann konzentriere ich mich darauf. Ich schreibe ganz analog „To-Do-Listen“, selbst wenn ich es an einem Tag nicht schaffe, schreibe ich Abends nochmal zusammen, was ich den Tag über geschafft habe. Das motiviert mich und ruft mir immer wieder in Erinnerung was erledigt ist. Entspannungsphasen sind sehr wichtig, daraus schöpfe ich Kraft und kann so immer auf „Energiespeicher“ zurückgreifen. Und: ich diszipliniere mich auch „technikfreie“ Momente zu haben.

Welches ist Dein Lieblingsort für eine Pause?

Tijen: Wann immer es geht: in der Natur

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© Tijen Onaran

Wie hast Du deinen Weg zu diesen tollen Projekten gefunden? Hast Du ein Ziel deines beruflichen Werdegangs in Sicht oder lässt Du alles eher auf Dich zukommen? Wie sah Dein bisheriger Werdegang aus?

Tijen: Ich weiß ganz gut, was ich nicht will, worin ich stark bin, was ich besonders gut kann und wobei andere die Experten sind. Dadurch filtere ich genau, was und mit wem ich Projekte angehe und sehe viele Projekte als Gemeinschaftserfolge. Mein politischer Weg hat mich sicherlich beeinflusst – in der Politik bist Du auf Koalitionen angewiesen und manchmal macht es mehr Sinn, anderen die Bühne zu überlassen. Ich habe schon während meines Studiums für Europa-, und Bundestagsabgeordnete gearbeitet und war zudem während meines Abschlusses am Bundespräsidialamt tätig. Die Zeiten haben mich sehr geprägt, zum einen was den Umgang mit Stress- und Krisensituationen betrifft, zum anderen wie wichtig es ist, eine gute Distanz zu sich als „Berufsmensch“ zu haben. Nach dem Bundespräsidialamt war ich Leiterin Kommunikation an der Quadriga Hochschule und habe dort u.a. auch das Netzwerk an Kuratoren und Mentoren betreut. Und auch da hat mich meine Leidenschaft Menschen zusammenzubringen und für Ideen zu begeistern, begleitet. Als nächste Station folgte der Verband der Automobilindustrie, einer der traditionsreichsten Verbände – dort habe ich Fachveranstaltungen auf der IAA 2014 betreut und weiß jetzt alles über das Gefahrgutrecht und Ladungssicherung. Will heißen: macht auch aus Feldern, in denen ihr keine Experten seid, das Beste! Es gibt immer Menschen, die einem helfen. Seit November 2014 gestalte ich die PR-Arbeit des Händlerbundes.


„Es gibt immer Menschen, die einem helfen“


Was ist Dir das Wichtigste in an den verschiedenen Projekten an denen Du mitarbeitest?

Tijen: Zu bewegen und zu prägen. Ob es als Leiterin Kommunikation beim Händlerbund ist und dabei den Journalisten gute Experten und Geschichten zu vermitteln. Oder als Schreibende für WiWo Gründer – ich freue mich jedes Mal, wenn mich Positives zu meiner Kolumne erreicht, das gibt mir Rückenwind und dann weiß ich, dass ich was bewegt und geprägt habe.

Als Initiatorin von WIE, hast Du im September in Berlin eine klasse Auftaktveranstaltung auf die Beine gestellt. Welche Vision verfolgt WIE und was möchtest Du in den nächsten 12 Monaten mit WIE erreichen?

Tijen: WIE soll wachsen und immer mehr Frauen für die Digitalbranche begeistern. Diese Frauen sollen sichtbar sein, in der Öffentlichkeit, ob auf Podien, Kampagnen oder in den Medien: nur wenn wir mehr sichtbare Vorbilder mit unterschiedlichen Geschichten haben, bewegt sich auch was. Und dann heißt es nicht mehr: wir brauchen noch eine Frau für´s Podium, sondern dann heißt es: sie ist absolute Expertin in einem bestimmten Themenfeld, wie bekommen wir sie für unser Podium begeistert? Wenn ich dazu beitragen kann, dass das alles selbstverständlicher wird, freue ich mich. In den nächsten 12 Monaten gibt es weitere Formate von WIE, Diskussionsrunden auf Konferenzen und Möglichkeiten wie sich die Frauen auch außerhalb der Veranstaltungen austauschen und vernetzen können.

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© Tijen Onaran

Welche Bedeutung hat der Aufbau eines Netzwerks unter Frauen für Dich persönlich? Denkst Du dass wir diesbezüglich in Deutschland noch Aufholarbeit leisten müssen? Und wie können wir das gemeinsam schaffen?

Tijen: Netzwerke sind wichtig und mir machen sie auch einfach Spaß. Es ist viel Arbeit, eines aufzubauen, aber auch da gilt: ich bin nicht alleine. Es gibt schon viele tolle Initiativen und Organisationen in Deutschland, die Frauen zusammenbringen, sie fördern und auf ihrem Weg begleiten. Mir persönlich ist es wichtig, mit einem Netzwerk einen echten Mehrwert zu bieten und auch Raum für die Ideen der Frauen zu lassen. Sie sollen neben dem Austausch, auch Kooperationen eingehen und sich gegenseitig unterstützen.

Gibt es noch weitere Ideen die Du Zeitnah umsetzen möchtest?

Tijen: Auf jeden Fall, aber das „Step by Step-Prinzip“ hilft mir, mich nicht zu verhaspeln. Schritte sind Schritte und manchmal sind kleine erfolgreicher als große.

 Zu guter Letzt, wie sieht nach einem Arbeitstag Dein perfekter Feierabend aus?

Tijen: Mit dem besten Feierabend, den es gibt: meinem Hund Leo

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© Tijen Onaran

Vielen Dank liebe Tijen!

Weitere Informationen zu Women in E-Commerce, STARTUP TEENS oder Händlerbund

Lese außerdem unseren Beitrag zur Auftaktveranstaltung Women in E-Commerce in Berlin hier.

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