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In einem Kopf voller Ängste ist kein Platz für Träume

6. August 2015
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Von: Sandra Stabenow 

Ist in n einem Kopf voller Ängste ist kein Platz für Träume?

Der Titel „In einem Kopf voller Ängste ist kein Platz für Träume“ dieses Artikels ist nicht von mir. Leider. Ich wünschte er wäre es. Denn es steckt so viel Wahrheit in ihm. Der Satz stammt aus einem Buch, das ich gerade gelesen habe: Work is not a job. von Catharina Bruns. Ein Buch, dass Denkanstöße für eine neue Haltung zur Arbeit liefert und Menschen, die ihren Lebensentwurf nicht in einem klassischen Arbeitsverhältnis wiederfinden können, ermutigen möchte, die eigenen Ideen umzusetzen. Menschen mit guten Ideen gibt es viele, aber nur wenigen gelingt es diese umzusetzen – woran liegt das?

Meine Meinung? Es fehlt ihnen der Mut. Der Mut, die eigene Komfortzone zu verlassen und Veränderungen positiv gegenüberzustehen. Sie sind ängstlich und sorgen sich. Das kann ich verstehen – mir ging es auch so. Anfang des letzten Jahres stand ich vor der Entscheidung in einem Job weiter zu arbeiten, der mir zwar meine Miete sicherte, aber mir sämtliche positive Energie raubte, oder zu kündigen und einen neuen, aber finanziell unsicheren Weg einzuschlagen. Ich entschied mich für die Kündigung. Dieser Entschluss kam nicht von heute auf morgen. Ich habe viel nachgedacht: Wie bezahle ich in den kommenden Monaten meine Rechnungen? Wie und wann bekomme ich einen neue Anstellung? Eine Antwort fand ich durch all das Grübeln nicht. Auch meine Situation blieb dieselbe: Ich ging nach wie vor jeden Morgen unmotiviert zur Arbeit, war unglücklich und beschwerte mich tagein tagaus, dass die beruflichen Umstände unerträglich seien. In einem jener Momente, hörte ich mich selbst reden und war erschrocken – das Gejammer kann ja keiner ertragen! Ich zog einen Schlussstrich und gab meine Stelle auf. Einfach so. Ohne neuen Job und finanzielle Rücklagen.

Es ist für viele Menschen nicht leicht, sich aus der vermeintlichen Sicherheit eines festen Angestelltenverhältnisses zu lösen und sich in eine selbstständige und scheinbar ungewisse Zukunft zu begeben. Auch mir fiel der Schritt schwer. Aber mal ehrlich, wie sicher ist der klassische 9-to-5-Job wirklich? Erst kürzlich hat es Freunde von mir getroffen – Umstrukturierungsmaßnahmen. Vor einer Entlassung ist man eben nicht sicher. Zu keiner Zeit. Da kann man seine Arbeit noch so gut machen.

Ist es dann nicht besser seine Zukunft in der eigenen Hand zu haben?

“Selbstständigkeit wird häufig als <<last resort>> und unfreiwilliges Schicksal angesehen, Unternehmertum ist vielen als Option vollkommen fremd” (Vgl. Bruns, S. 10) Das ist schade. Heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten seine berufliches Glück zu finden – und die eigenen Träume zu verwirklichen. Sei es mit einem eigenen Magazin für veganen Lifestyle, einer Online-Galerie für junge Kunst oder einer kleinen Boutique für skandinavische Mode.

Die Gründerinnen von Noveaux, Junique und des Mili Store in Hamburg hatten sicher auch so manchmal ihre Zweifel. Der Unterschied zwischen den Dreien und so vielen anderen Menschen ist allerdings der, dass sie sich -von eventuell vorhandenen Unsicherheiten- nicht von ihrem Weg abbringen lassen haben. Ängste zu haben ist völlig okay. Man darf sich nur nicht von ihnen lähmen lassen. Mutig zu sein, heißt nämlich nicht, gar keine Ängste zu haben – sondern es trotzdem zu tun!

Eure Sandra

Bildquelle: © Sandra Stabenow

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