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FORGESTELLT: Irka von Paperblooms und der PomPom Manufaktur

1. Februar 2016
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„Let love bloom“! Irka und Marcell von Paperblooms verzaubern mit blühendem Konfetti, PomPoms, Seedbombs!

Irka und Marcell von Paperblooms und der PomPom Manufaktur stellen nicht nur wunderbare bunte PomPoms aus qualitativ hochwertigen Papier her, nein sie verbinden die Reste des hochwertigen Seidenpapiers mit zarten Blumensamen und lassen daraus ein außergewöhnliches, innovatives sowie vollkommen nachhaltiges Produkt entstehen!

Wie die Idee entstanden ist, wann ihre Produkte zum Einsatz kommen und an welchem Punkt sie nun mit Ihrem Business stehen, erfahren wir im nachfolgendem Interview:

Irka, wenn Du dich in 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Irka: idealistisch, kreativ chaotisch, perfektionistisch!

Gemeinsam mit Marcell hast Du die PomPom Manufaktur gegründet, sowie Paperblooms. Was steckt dahinter und wie kam das eine zum anderen?

© paperblooms by PomPom Manufaktur

© paperblooms by PomPom Manufaktur

Irka: 2010 haben Marcell und ich in Indien geheiratet. 2001 sind wir kurz nachdem wir uns kennengelernt hatten, sechs Wochen gemeinsam durch dieses faszinierende Land gereist. Die bunten Farben Indiens sollten auch bei unserer Hochzeit in Deutschland im Mittelpunkt stehen. Das erwies sich als ziemliche Herausforderung. Bei der Planung habe ich mich vor allem auf amerikanischen Hochzeitsblogs inspirieren lassen. In Deutschland gab es damals noch recht wenig in diesem Bereich. Dabei bin ich auch über Seidenpapierblüten gestolpert und fand diese sehr hübsch. In Europa waren diese zum damaligen Zeitpunkt nicht zu bekommen. Also haben wir uns im Bastelladen farblich passendes Seidenpapier besorgt und haben über 80 kleine und große PomPoms für unsere Hochzeit selbst gefertigt.

Die PomPoms haben unseren Familien und Freunden sehr gut gefallen. Anstatt diese nach der Hochzeit zu entsorgen, haben wir die PomPoms aufgeteilt und mit nach Hause genommen. So hatten auch wir in unserer Wohnung PomPoms dekoriert. Marcell hatte davon ein paar Fotos gemacht und an einem Sonntagnachmittag entschlossen wir uns spontan, diese als Produkt bei DaWanda einzustellen. Wenn ich heute diese Fotos sehe, muss ich lachen. Erstaunlich, dass wir damit so viel Erfolg hatten und aus der Sonntagsidee schließlich eine kleine Manufaktur wurde, die inzwischen eine Vielzahl verschiedenen Produkte herstellt…. von Hand und mit viel Liebe.

Paperblooms ist 2015 hinzugekommen. Wir haben nach einer Möglichkeit gesucht, die bunten Papierreste, die in unserer Manufaktur entstehen, weiterzuverarbeiten. Das Seidenpapier von Satin Wrap, das wir verarbeiten, ist sehr hochwertig. Es ist FSC-zertifiziert, besteht bis zu 80 % aus recyceltem Papier und wir mit Sojafarben gefärbt. Kurz: Viel zu schade zum Wegwerfen. Irgendwann entstand die Idee, die Papierreste zu neuem Papier zu verarbeiten. Wir haben die Papierschnipsel zerkleinert und damit experimentiert, Papier daraus geschöpft und ähnlich wie Pappmaché geformt. Dann haben wir Blumensamen hinzugefügt. Die ersten Versuche mit Blumensamen sind leider kläglich gescheitert. Manche Blumensamen haben das Papier beim Trocknen so stark verfärbt, das dieses ganz unansehlich wurde. Außerdem musste das Samenpapier so schnell, aber gleichzeitig so schonend getrocknet werden, dass die Samen ihre Keimfähigkeit behalten. Im Sommer kein Problem. In den kühleren Monaten eine ziemliche Herausforderung. Schließlich haben wir eine Lösung gefunden und begonnen, die blühenden Produkte auf Designmärkten zu vertreiben. Wir haben inzwischen so viele Nachfragen, dass wir dringend einen größeren Trockenofen anschaffen müssen.

Für welche Anlässe sind Eure Produkte insbesondere geeignet?

Irka: Unsere Produkte eignen sich für viele Anlässe und Gelegenheiten. Klassischerweise denkt man dabei sicher erst einmal an Hochzeit, Taufe, Geburtstag, Baby Shower oder andere Parties. Wir statten damit aber auch Schaufenster und Firmenevents aus, dekorieren Foto- und Filmsets.

Sogar die VIP-Lounge des Coldplay-Konzerts in Zürich durften wir mit unseren PomPoms schon ausstatten.

Mit unseren Produkten wollen wir das Leben bunter machen. Sie dürfen daher gerne nach der Party im Wohn- oder Kinderzimmer zweitverwertet werden.

Und wie entwickelt Ihr Eure Produkte und das Design. Gibt es besondere Tipps Deinerseits, wie man seine Kreativität ankurbeln kann?

paperblooms by PomPom Manufaktur

© paperblooms by PomPom Manufaktur

Irka: Ideen für unsere Produkte und Designs entstehen meist recht spontan. Ich habe immer ein kleines Büchlein in der Tasche, in das ich meine Ideen skribbele. So gehen Ideen nicht verloren und wenn ich Zeit habe, z.B. beim Auto- oder Zugfahren kann ich daran weiterarbeiten. Nicht alle Ideen schaffen ist bis zum fertigen Produkt und manchmal braucht es auch sehr lange, bis aus einer Idee ein fertiges Design entstanden ist.

Inspiration holen wir uns hier vor allem beim Reisen… in ferne Länder und virtuell im world wide web. Ich liebe Pinterest und Instagram.

Wie funktioniert der Herstellungsprozess bei Paperblooms, worauf legt ihr besonders wert?

Irka: Die Herstellung bei Paperblooms funktioniert wie zu guten alten Zeiten als in Papiermühlen, Papier noch von Hand geschöpft wurde. Die Papierreste, die in der Manufaktur anfallen, werden zunächst mit Wasser eingeweicht und dann zu einem Faserbrei zerkleinert. Diesem Faserbrei setzen wir dann eine ausgewählte Mischung von Samen zu. Je nachdem, ob wir Samenpapier und blühendes Konfetti herstellen oder Samenherzen, wird der Faserbrei dann klassisch geschöpft oder in eine Form gepresst. Dann muss das Papier ganz schonend getrocknet werden. Bei Samenherzen kann dies schon mal mehrere Stunden dauern.

Und wie verbindet sich dann Papier und Erde? Was gibt es zu beachten?

paperblooms by PomPom Manufaktur

© paperblooms by PomPom Manufaktur

Irka: Das Papier, das wir verwenden, besteht aus Zellulose. Pflanzt man das Samenpapier oder die Samenherzen in Erde ein, dient das Papier zunächst als Träger für die darin eingebetteten Samen und als Wasserspeicher. Zellulose ist nicht wasserlöslich. Wenn die Samen keimen, wachsen Sie aus dem Papier heraus und durch das Papier hindurch. Mit der Zeit wird das Papier dann durch die in der Erde enthaltenen Mikroorganismen zersetzt und unter Energiefreisetzung wieder zu Kohlenstoffdioxid und Wasser umgebaut.

Die schöne Idee ist bei mir persönlich auf viel Begeisterung gestoßen. Diese Woche startet ihr auch Eure Crowdfunding Kampagne. Wieso habt ihr Euch für Crowdfunding entschieden?

Irka: Es freut mich sehr, dass Dich unsere Idee so begeistert. Das Besondere beim Crowdfunding ist, das eine Vielzahl an Menschen – die Crowd – ein Projekt finanziell unterstützt und somit mit ermöglicht. Neben dem finanziellen Aspekt ist Crowdfunding aber auch eine sehr gute Möglichkeit, ein Projekt bekannt zu machen.

Was gilt es dabei zu beachten und was erhofft Ihr Euch dadurch?

© paperblooms by PomPom Manufaktur

© paperblooms by PomPom Manufaktur

Irka: Eine Crowdfunding-Kampagne muss gut vorbereitet sein und es ist wichtig, genügend Aufmerksamkeit dafür zu bekommen. Erst wenn eine Idee im Internet viral wird, kann man es schaffen, ausreichend Menschen für die Idee zu begeistern und die notwendige Fundingsumme zusammenbekommen.

Wir erhoffen uns zum einen, dass wir über die erfolgreiche Kampagne den heißersehnten Trockenschrank anschaffen können. Zum anderen wünschen wir uns, dass möglichst viele Leute von unserer Idee erfahren und das Credo „Let love bloom“ mit möglichst vielen anderen Menschen teilen.

Habt ihr schon weitere Produktideen im Kopf Euer Portfolio zu erweitern?

Irka: Wir tüfteln eigentlich ständig an neuen Ideen. Eine Produktidee, die wir recht kurzfristig umsetzen werden, sind kleine Sondereditionen als Geschenkset. Auf der letzten Hochzeitsmesse in Berlin haben wir einige Anfragen von Paaren erhalten, die erst im Herbst heiraten und für die die Sommerblumenmischung daher nicht passt. Wir planen daher gerade auch auch Kräuter ins Sortiment aufzunehmen. Diese kann man dann auch in den kühleren Monaten auf der Fensterbank ziehen.

Wenn Du dir für Euer Geschäft was wünschen könntest, was würdest Du gerne bis Ende des Jahres erreichen?

Irka: Bis Ende 2016 würden wir gerne den Umzug in die neuen Manufakturräumlichkeiten gut über die Bühne bringen und die neue Fertigungsstrecke optimieren. Toll wäre es, wenn wir bei Paperblooms 1 bis 2 Teilzeitarbeitsplätze schaffen könnten.

Vielen lieben Dank für das Interview Irka!

Unterstützt Ikra und Marcell bei ihrer Crowdfunding-Kampagne!

Bildquelle: © paperblooms by PomPom Manufaktur

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