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Kolumne: Lieschen Müller aus Musterstadt

9. September 2016
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Kolumne Teil II

„Macht Platz Ihr alten Säcke!!!“

Meine lieben alten Säcke, äh Pardon, Herren dort oben,

Lieschen Müller zu Ihren Diensten!

Was ich diesmal habe? Mhm, lassen Sie mich mal überlegen, neben Frustration, Wut und allerlei „Jaaaa kleines Mädchen ist ja guuuuuttt!“-Getätschel, eine riesige Motivation Ihnen mal etwas ganz Direktes zu sagen!

Der „klassische“ Karriereweg hat ausgedient!

 

Der ist veraltet, konservativ, unflexibel, unterentwickelt und reichlich eingestaubt und leider leider leider wird er wohl immer noch eine Weile weiter präsent sein in der aktuellen Unternehmenswelt – ein bisschen wie Sie eben.

Die alte ausgeleierte Leier von wegen ein paar Jahre nett zum Vorgesetzten sein, dem gefällt dann deine Nase (weil er die noch gut gebrauchen kann, weil mal ehrlich, hier macht doch keiner auch nur irgendwas aus reiner Nächstenliebe), dann ein paar Pseudo-Projekte (am besten es wird noch gesagt man „leitete“ diese, klingt ja auch viiiieeeelll besser als nur Lakeie von XYZ), eventuell bissel im Ausland rumschippern (gehört ja heute zum guten Ton) und dann wenn Fortuna es wirklich gut meint: bisschen Assi spielen (damit meine ich Assistenz, nicht das andere abwertende Äquivalent dazu, obwohl…), darauffolgend muss man ja in den Gefilden hier zu Lande unbedingt noch irgendeine Qualifikation oder Lizenz machen um „führen“ zu dürfen und dann, Voila, Welcome! Sie sind CHEF! (Ohne in all den Jahren und weggeworfener Lebenszeit nicht ein einziges Mal wirklich geführt oder auch nur den Hauch einer Ahnung wie man mit Menschen gut und sensibel umgeht zu haben!)

Gratulation an euch da oben (und die, die diesen Weg gerade noch gehen)..

Ist das zukunftsfähig? – Nein! „Haben wir doch schon immer genau SO gemacht.“

Flexibel? – „Wo denkt Ihr denn hin?“

Innovativ? – „Komisches Fremdwort…“

… das Spiel könnten wir ewig so weiter machen, denn eure Antworten sind immer die gleichen.

Es war schon immer so und wieso sollte (was bis dato semi-gut lief) geändert werden?

Ja Jungs, stellt euch doch mal die einfache ehrliche Frage und dafür nutze ich gerne eine Metapher: „Wer einen Führerschein besitzt, muss noch lange kein guter Autofahrer sein.“ Ihr wisst wohl was ich damit meine… wer die Befähigung hat, muss noch lange nicht fähig sein. Weil ein großer Teil der alten Säcke bei euch oben keinerlei zukunftsorientierte Entscheidungen treffen kann, unflexibel ist (weil von all dem Kriechen ist ja eurer Rücken steif) und Innovationen sind doch irgendwelche komischen Parasiten, die einem das fein säuberliche Managerleben anknabbern. Wie viele unter euch sind den heutigen Anforderungen denn noch gewachsen? Und wer hat das Zeug Mitarbeiter zu fordern und zu fördern? Ja, da fallen wohl einige durch das Sieb…aber unten wartet ja der Firmenwagen, der Mega Bonus und die Assistenten, die euch auffangen und dieeuer Leben so zuckersüß bequem machen. Schon mal was von Selbstreflexion gehört?

Klar, Ihr habt euch euren Status auch erkämpft mit harter Arbeit und Kompetenz. Aber heißt das denn, das wir, die junge Generation, die anders aufwuchs, studierte, lebte und Erfahrungen sammelte, es genau SO auch machen soll/muss? Wacht doch endlich mal auf dort oben, und macht euch locker für andere neue Karrierewege, die eben keinen stringent roten Faden aufweisen, sondern die junge, dynamische und begeisterte Manager von Morgen hervor bringt, die euer verstaubtes Unternehmen, entstauben und neu (am besten kunterbunt) anmalen werden!

Der Karriereweg der alten Säcke ist gelaufen!

In diesem Sinne, nehmt eure Rollatoren und ab in die wohlverdiente Rentner-Freizeit! Ihr habt doch auch noch so viel Lebenszeit aufzuholen! Also, wird Zeit, dass Ihr endlich da oben Platz macht!

Euer Lieschen Müller

Bildquelle: © Lieschen Müller

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