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Kraft der Sprache: 5 Tipps, wie du dir mit deinen Worten ein glücklicheres Leben schaffst!

13. März 2017
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Buchstaben, Worte, Sätze –

Vanessa liebt die Sprache!

Als freiberufliche Texterin entwickelt sie Konzepte und schreibt Texte für Selbstständige, Unternehmen und Kreative. Das Ganze läuft unter dem Namen hearts and habits – denn ebenso liebt Vanessa es, Herzensgeschichten und Gewohnheiten in Worte zu fassen.

Gastbeitrag von Vanessa Beyer

Kennst du diesen Spruch aus dem Talmud? „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.“

Alles beginnt mit unseren Gedanken und Worten. Aber mal ehrlich: Wie sehr achtest du darauf, wie du denkst, sprichst und schreibst?

Denn es ist doch so: Oftmals quasseln wir in unserem Kopf und in Gesprächen einfach drauf los, ohne Punkt und Komma, geschweige denn, auf unsere Wortwahl zu achten. Wir verwenden unsere Sprache, um Inhalte und Emotionen auszutauschen. Dabei kann sie so viel mehr!

Wenn du bewusst mit deinen Worten und der Struktur der Sprache umgehst, schaffst du dir unterbewusst mehr Kraft, Selbstwertgefühl und Liebe.

Warum beeinflusst die Sprache unser Leben?

Dein Gehirn überträgt sämtliche Informationen, sowohl die Sinneseindrücke der Außenwelt, als auch deine Fantasien. Bei dieser Übertragung unterscheidet das Gehirn nicht zwischen Wirklichkeit und Imagination, also zwischen dem, was wirklich passiert und dem, was du denkst.

Wenn du über Unsicherheiten und Selbstzweifel grübelst, nimmt dein Gehirn an, es ist tatsächlich so. Es sendet Botenstoffe an deinen Körper, die dich entsprechend fühlen und handeln lassen. Das Tolle: Ebenso ist das auch mit positiven Gedanken!

Der Hirnforscher Andrew Newberg sagt dazu: „Unsere sprachbasierten Gedanken formen unser Bewusstsein, und das Bewusstsein formt die Realität, die wir wahrnehmen. Wählen Sie also Ihre Worte mit Bedacht, denn sie werden so wirklich, wie der Boden, auf dem Sie stehen.”

Faszinierend, wie etwas Alltägliches so viel bewirken kann, stimmt’s?

Wie kannst du also die Kraft der Sprache nutzen? Ich möchte gerne 5 kleine Tipps mit dir teilen, mit denen du im Alltag eine große Wirkung erzielen kannst.

5 Tipps, wie du positiv und bewusst mit deiner Sprache umgehen kannst

  1. Wortwahl: Schenke dir selbst ein Lächeln

Bei welcher dieser beiden Wortgruppen fühlst du dich besser: „müssen, Problem, schwierig“ oder „liebevoll, Idee, lächeln“? Sicher bei der zweiten, richtig?

Die erste Gruppe besteht nur aus negativen Begriffen. Diese Worte wirken sehr hart, rufen Stress, Zwang und Druck in uns aus. Unser Unterbewusstsein nimmt diese Stimmung wahr und wie oben bereits beschrieben, fühlen wir uns dann auch dementsprechend schlecht.

Positive Worte verbessern unsere Laune, wecken Leichtigkeit und Engagement. Sie geben uns Kraft und zaubern uns oft ein Lächeln ins Gesicht.

Mit einem bewussten Umgang der Sprache kannst du diesen Effekt für dich und dein Leben nutzen. Beobachte mal, welche Worte du tagtäglich wählst und versuche gezielt positive Bezeichnungen zu verwenden. Denn wie heißt es so schön: Wir denken sowieso, warum dann nicht gleich positiv?

  1. Verneinungen: Hilf deinem Gehirn auf die Spur

Wusstest du, dass unser Gehirn ein „nicht“ nicht sieht? Unser Gehirn kann Negationen nur schwer verarbeiten. Wenn wir beispielsweise „nicht schlecht“ oder „kein Stress” sagen, nehmen wir unterbewusst „schlecht“ bzw. “Stress” wahr. Die Botschaft, die eigentlich gut gemeint ist, wirkt sich so negativ auf unser Empfinden aus.

Versuche daher, Verneinungen mit „nicht“, „kein“ und Begriffe mit der Vorsilbe „un-“ zu vermeiden und verwende positive Formulierungen.

  1. Personalpronomen: Bring dich und andere wieder in dein Leben ein

Wir lassen uns viel zu oft von der Schnelllebigkeit unserer Zeit anstecken – auch, wenn wir reden und schreiben. So wird beispielsweise aus „Ich komme gleich.“ fix ein „Komme gleich.“

Die kleinen Wörtchen ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie mögen vielleicht ein kleines bisschen deiner Zeit in Anspruch nehmen, ja. Viel mehr als das, drücken Personalpronomen auch Präsenz und Wertschätzung aus – für dich selber und deine Mitmenschen. Sie sind ein Zeichen von Menschlichkeit und Persönlichkeit. Baue dich und andere also wieder in dein Leben ein!

  1. Zeitformen: Schaffe dir Kraft für das Hier und Jetzt

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass wir für alles, was in der Gegenwart und in der Zukunft liegt, die gleiche Zeitform verwenden? In der Umgangssprache reden wir immer im Präsens. „Ich treffe mich heute mit Tim.“ und „Ich treffe mich nächste Woche mit Tim.“

Für unser Unterbewusstsein machen wir alles im Hier und Jetzt und sind dadurch oft gestresst und stehen unter Druck. Mit der Zeitform Futur (Hilfsverb „werde“ + Infinitiv) bringen wir wieder Entlastung, Freiräume und Kraft in die Gegenwart: „Ich werde mich nächste Woche mit Tim treffen.“

  1. Affirmationen: Ich bin…

„Jeder kann erstaunliche Erfolge erzielen, wenn er die tiefsten Schichten seiner Psyche für sich arbeiten lässt.“, sagt der Schriftsteller Napoleon Hill in seinem Buch „Think and Grow Rich“. So, wie du im Alltag bewusster mit deiner Sprache umgehst, kannst du sie auch ganz gezielt für dich einsetzen: mit Autosuggestion. Bei der Autosuggestion verbindest du den Teil des Gehirns, der das bewusste Denken steuert mit dem, der die unterbewussten Reaktionen und weitere psychische Vernetzungen leitet.

Das einfachste und bekannteste Tool der Autosuggestion sind Affirmationen. Das sind kurze, bejahende Sätze, die du dir immer und immer wieder in Gedanken oder laut aufsagst. Sie wirken sich positiv auf dein Unterbewusstsein und mit der Zeit auf deine Einstellung und dein Handeln aus.

Beispiele für Affirmationen sind „Ich bin glücklich.“, „Ich bin wertvoll.“, „Ich vertraue.“ oder „Ich glaube an mich.“ Formuliere deinen Satz positiv (siehe Tipp 2) und in der Gegenwart. So suggerierst du deinem Gehirn, dass der gewünschte Zustand schon jetzt so ist.

Probiere es mal aus. Du wirst überrascht sein!


Zusatztipp:

 Habe Geduld mit dir! Dein Umdenken und Umfühlen braucht einige Zeit, denn dein Gehirn wird sich erst auf die neuen Gewohnheiten einstellen. Statt dich zu ärgern, wenn dir ein negatives Wort oder ein „nicht“ rausrutscht, nehme es bewusst wahr und schmunzle einfach…

Aus eigener Erfahrung und von Herzen kann ich dir sagen: Wir können vielleicht nicht alle Umstände in unserem Leben kontrollieren und ändern, sei es ein verpasster Bus, eine Absage oder ein schlimmer Verlust. Was wir jedoch beeinflussen können, ist unsere Einstellung – und diese beginnt mit unseren Gedanken und Worten.

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