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Ladys wir müssen übers Geld reden!

13. July 2017
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Ein Gastbeitrag von Cora Christine Döhn

Das Thema Altersvorsorge erscheint ungefähr so spannend, wie die Briefmarkensammlung von Opa. Doch wer einmal mit der Lektüre zu den verschiedenen Möglichkeiten anfängt, wird neugierig. Denn was sich zunächst als staubtrocken präsentiert, ist ein heißes politisches Thema – vor allem für Frauen. Altersarmut ist nämlich offenbar insbesondere ein weibliches Problem. Als Weg aus der Misere ziehen Medien und Politik aktuell wieder häufig die Riester-Rente heran, weil sie zum einen ab 2018 erhöhte Zulagen verspricht und zum anderen lang geforderte Freibeträge enthält. Doch was bringt die staatlich geförderte Altersvorsorge überhaupt?

Riester-Rente: Altes Thema in neuem Gewandt

Für viele Frauen fällt die gesetzliche Rente durch Kindererziehungszeiten, schlecht bezahlte Jobs oder langjährige Teilzeitarbeit so gering aus, dass sie als Rentnerinnen von Sozialleistungen leben müssen. Private Vorsorge ist laut der Finanzbloggerin Natascha Wegelin von Madame Moneypenny und der Finanzberaterin Anette Weiß deshalb unerlässlich. Dafür bieten Politik, Banken und Versicherungsgesellschaften unterschiedliche Wege an. Doch welcher ist der Richtige?

Wer sich schlau macht, stößt aktuell häufig auf die Riester-Rente. Denn sie ist wieder sehr präsent in den Medien. Der Grund ist, dass der Bundestag ein Gesetzespaket verabschiedet hat, das die Grundzulage der Riester-Rente von 154 Euro jährlich auf 175 Euro pro Jahr erhöht. Ein weiterer Pluspunkt: Wenn Riester-Sparer beim Renteneintritt aufgrund ihrer geringen gesetzlichen Rente von Sozialleistungen leben, müssen sie ihr Erspartes aus der Riester-Rente nicht mehr zu 100 Prozent damit verrechnen. Ab 2018 soll es einen Freibetrag von bis zu 202 Euro geben, der anrechnungsfrei bleibt. Das klingt alles ziemlich gut. Doch ein Haken bleibt, warnt Natascha Wegelin.

Altersvorsorge: „Frau darf nur kaufen, was sie versteht“

Ob Altersvorsorge, Geldanlage oder andere Versicherungen: Auf den ersten Blick sehen viele Angebote oft gut aus. Doch jede Frau (und natürlich auch jeder Mann) sollte genau prüfen, welche Option die meisten Vorteile bietet. Natascha Wegelin hat etwa die bittere Erfahrung gemacht, dass sie nach dem Schritt in die Selbstständigkeit eine Rürup-Rente abgeschlossen hat, die sich im Nachhinein als viel zu teuer und gar nicht lohnenswert herausgestellt hat – nur weil sie im Vorhinein nicht ordentlich recherchiert hat. Auch Anette Weiß findet, dass jeder genau verstehen sollte, was er unterzeichnet. Bei der Entscheidungsfindung helfen laut der Finanzexpertin die eigene Finanzkompetenz und gegebenenfalls auch eine Beratung. Der größte Fehler, den frau in ihren Augen machen kann, ist einfach gar nicht fürs Alter vorzusorgen.

Riester-Rente – Fluch oder Segen?

Auch wenn die Riester-Rente ab 2018 mit erhöhten Zulagen und einem Freibetrag punktet, ist sie noch lange nicht für jede Sparerin die beste Wahl. Wegelin ist davon überzeugt, dass Frauen genau ausrechnen sollten, ob eine Riester-Rente inklusive der Grundzulage und der Kinderzulagen mehr Rendite erwirtschaftet als eine entsprechende Anlage ohne Risiko, wie etwa ein Tagesgeldkonto. Gibt es mehr Rendite, ist die Riester-Rente in ihren Augen durchaus sinnvoll für den Rentenaufbau. Denn das lebenslange Rentenversprechen der Riester-Rente ist ein wirklich reizvolles Argument, das Frau nicht vergessen sollte.

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Bildquelle: pexels.com

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