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Lovers gonna love, haters gonna mute

14. Juli 2016

Der tägliche Hass im Netz ist nicht allein ein Spiegel unserer Gesellschaft, sondern hat längst seinen festen Platz offline gefunden. Sichtbar. Laut. Dominant.

#OrganisierteLiebe

Im Mai dieses Jahres fand die Journalistin, Bloggerin und Aktivistin Kübra Gümüşay auf der Republica eindringliche Worte gegen Hate Speech im Netz und rief zur #OrganisiertenLiebe auf. Kritiker_innen der Kampagne waren schnell auf den Plan gerufen: Digitale Liebe in Form von Kommentaren, Memes, Beiträgen, Posts, Tweets oder Videos sei ein bequemer Protest. Als Signal gegen Ausländerfeindlichkeit, Diskriminierung und Hass würde das aber längst nicht ausreichen. Doch genau dieser totalitäre Anspruch des Politischseins im Sinne von „Du musst alles jeder Zeit politisch auffassen und analysieren und dich engagieren. Jetzt. Sofort.“ setzt viele unter Druck, sodass sie in Schweigen und Untätigkeit verharren – on- und offline.

Deshalb: Seid nicht leise. Denn „wenn sich Menschen für ihre rassistischen Äußerungen nicht mehr schämen, sind wir mit unserer Empörung zu spät dran.“

[Tweet „Hass ist keine Meinung. #NoHateSpeech #OrganisierteLiebe“]

#NoHateSpeech

Macht mit beim großen Online-Flashmob von piqd in Zusammenarbeit mit dem No Hate Speech Movement. Im Rahmen der Kampagne wird das Crowdspeaking genutzt. Anstatt Geld zu geben, sollt ihr als Unterstützer_innen eure soziale Reichweite spenden und zusätzlich mit Beiträgen, Videos, Sprüchen oder Bildern gegen Hate Speech aktiv werden. Der Clou: Statt eure Unterstützer_innen-Nachrichten sofort zu verschicken, werden diese während der Kampagnenlaufzeit gesammelt. Nach Ablauf der Kampagne kommenden Freitag (22. Juli) werden die Botschaften automatisch und gleichzeitig in den Streams der Unterstützer_innen und auf der Kampagnenwebseite veröffentlicht, um einen Online-Flashmob zu initiieren. Die Algorithmen von Facebook und Twitter deuten diese Aktivität als Trend und sorgen auf diese Weise für bessere Sichtbarkeit.

Wie ihr unterstützt: Geht auf die Kampagnenseite und supported die Kampagne mit ein paar Klicks auf die entsprechenden Buttons. Die bereits angelegte Unterstützer_innen-Nachricht könnt ihr gern personalisieren. Darüber hinaus teilt die Kampagnenseite.

In diesem Sinne: Click it, like it, tweet it, share it, link it, spread it, LOVE IT.

Denn Hass ist keine Meinung. Nicht mal im Internet.

Foto: ©vlasdv-Fotolia

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