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CAREER PORTRAITS

FORGESTELLT: Maxie, die mit Ruby Cup ein Tabu-Thema bricht und unsere Welt ein bisschen besser macht

28. November 2015
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Darf ich vorstellen: Maxie, Gründerin von Ruby Cup und Tabu-Brecherin!

Denn eins ist sicher, das Thema Menstruation ist nach wie vor gesellschaftlich ein Tabu-Thema. Mit Ruby Cup haben Maxie Matthiessen, Veronica D’Souza und Julie Weigaard Kjær ein tolles Produkt entwickelt, welches außerdem dem guten Zweck dient. Denn in Kenia gehen viele Mädchen nicht zur Schule, wenn sie ihre Tage haben. Denn Menstruationsbinden oder gar Tampons können sie sich nicht leisten. Ruby Cup unterstützt diese Mädchen mit einer „Buy One Give One“ -Strategie und schafft eine wunderbare Alternative zu Tampons oder Binden! Wie? Erfahrt mehr:

Ihr beschreibt Ruby Cup als Alternative zu Tampons und Binden. Was verbirgt sich dahinter und wie ist die Idee entstanden? Welche große Vision verfolgt ihr?

Maxie: Ruby Cup ist eine gesunde und langlebige Lösung für die Menstruation. Man muss sich eine Art zusammenfaltbarer Eierbecher aus medizinischem Silikon vorstellen. Einmal eingeführt, entfaltet sich das Produkt im Körper und bildet ein Vakuum, sodass nichts daneben läuft. Die Idee entstand an der Universität in Kopenhagen, wo ich ein ähnliches Produkt ausprobierte und so begeistert war, dass ich es unbedingt weiter entwickeln wollte und auch in anderen Regionen der Welt (Ostafrika) anbieten wollte, wo Mädchen und Frauen schwer an Binden und Tampon rankommen, da sie entweder zu teuer oder nicht vorhanden sind. Denn die Menstruation hält die Mädchen aus der Schule fern, da sie Angst haben, durchzubluten und sich zu blamieren. So geht 1 von 10 Mädchen in Afrika während ihrer Periode nicht zur Schule (Unicef).

Unsere Vision ist es, Ruby Cup als Mainstream Produkt im deutschen Markt zu platzieren und es für Frauen und Mädchen in Armutsgesellschaften zugänglich und erschwinglich zu machen. Dies machen wir seit ungefähr 3 Jahren erfolgreich durch unser innovatives Business Model „Buy One, Give One“. B1G1 bedeutet, dass für jeden über das Internet verkauften Ruby Cup, ein Produkt an ein bedürftiges Mädchen in Kenia gespendet wird. Inzischen haben wir so 15.000 Mädchen in Kenia, Uganda und Tanzania geholfen ohne regelbedingte Fehlzeiten in die Schule zu gehen.

Wieso gibt es in diesem Segment so wenig innovative Weiterentwicklungen? Oder ist dies nur eine falsche Wahrnehmung?

Maxie: Das ist ganz richtig gesehen. Und in dem Falle von Ruby Cup hat es wirtschaftliche Erklärungen. Ruby Cup hält sich 10 Jahre und kannibalisiert daher den Verlauf von Binden und Tampons in Supermärkten. Erst das Internet hat es ermöglicht, diese bessere Lösung für die Menstruation in Deutschland bekannt zu machen, sodass jetzt sogar Einzelhändler auf uns zukommen, um Ruby Cup zu verkaufen, da die Nachfrage von Kunden so stark gestiegen ist. Inzwischen geschieht viel in dem Bereich Menstruationshygiene. Man siehe nur die Firma THINX, die Unterwäsche anbietet, die eine Art „Back-up“ für herkömmliche Produkte (cups, tampons etc) während der Regel bietet. Oder auch der „smart menstrual cup“ Looncup, der die Quantität der Blutung messen kann, um seine Gesundheit zu verfolgen. Neue Technologien revolutionieren hier auch eine gesamte Branche, die Jahrelang als Art Dinosaurier sich breit gemacht hat, aber einfach nicht mehr zeitgemäß ist.

Wer einen Ruby Cup kauft, tut damit außerdem was Gutes. Wie funktioniert dieses Konzept und wem wird konkret geholfen?

Maxie: Der Verkauf in Deutschland und Weltweit über das Internet finanziert die Spenden Cups an Mädchen in Ostafrika.

Durch unsere „Buy One Give One“ Strategie wird gezielt Mädchen aus Tanzania, Kenia und Uganda geholfen, weiterhin zur Schule zu gehen, da die Menstruation eine der größten Ursachen für das Fernbleiben von Mädchen aus der Schule ist. Somit tun sich Frauen hierzulande etwas Gutes und auch einem Mädchen in Afrika.

Wollt ihr die sozialen Projekte auch außerhalb von Kenia weiter ausbauen?

Maxie: Ja, inzwischen haben wir Projekte in Nepal und anderen Ostafrikanischen Ländern. Dort arbeiten wir mit lokalen Organisationen vor Ort, die uns helfen Ruby Cups zu verteilen und die Mädchen im Bereich Menstruationshygiene aufzuklären.

Wie viele Frauen nutzen bereits RubyCup? Was sind die Vorteile und was ist zu beachten?

Maxie: Das sind natürlich zahlen, die wir nicht preisgeben aber wir bewegen uns im Bereich von mehreren 10.000

Wir sind alle Gewohnheitstiere, wie wollt ihr es schaffen in diesem „Tabu“-Bereich ein Umdenken im Handeln hervorzurufen?

Maxie: Aufklärung ist ganz wichtig und momentan erleben wir den sogenannten „snowball effekt“, das heißt, Mädchen und Frauen erzählen anderen Mädchen und Frauen davon. Wohin wir vorher viel Push-marketing betrieben haben, bewegen wir uns inzwischen im Pull Bereich, was uns natürlich sehr freut.

Und nun zu Dir:) Was hast Du vor RubyCup gemacht? Wann wurde Dir klar dass Du Unternehmerin werden möchtest?

Berlins Kreative - Potrtrait Maxie Matthiesen (29 Jahre alt, Dänisch-Deutsch) Co-Founder von Ruby Cup - wieder in Berlin seit 4 Monaten aufgenommen am 23.07.2013 im Social Impact Lab in Berlin KreuzbergMaxie: Ich habe Ruby Cup mit Veronica D’Souza und Julie Weigaard Kjaer aus der Uni heraus gegründet und haben vorher immer den Wunsch verspürt, selbst zu gründen. Während der Uni verdient man ja noch nicht viel und ist es gewöhnt, mit wenig Mitteln auszukommen. Daher war die Gründungszeit eigentlich sehr geeignet. Und ich persönlich habe Gründen sowieso als Lernerfahrung gesehen und mit diesem Blick kann man, auch wenn es schief geht, nichts verkehrt machen. Denn aus Fehlern, sowie aus Erfolgen, kann man viel lernen.

Zuerst hat jeder noch fast alles gemacht und erst hinterher haben sich die Rollen herauskristallisiert. Veronica hat das Fundraising und Investor relations gemacht, Julie das Back.end und finanzen, ich das Marketing und den Verkauf.


„Ich würde sagen, aller Anfang ist schwer und manchmal wird einem alles zu viel. Daher hilft das Gründen im Team.“


 

Wie hat Deine Familie und wie haben deine Freunde auf die Idee reagiert? Gab es Zweifel, Kritik? Wenn ja, wie bist du damit umgegangen?

Maxie: Glücklicherweise hat mich meine Familie immer unterstütz, obwohl sie die Idee auch verrückt fanden. Aber wir hatten so schnell Erfolg und haben von verschiedenen Seiten sehr viel Zuspruch bekommen, sodass anfängliche Zweifel schnell aus dem Weg geräumt waren. Gleichzeitig machte das Business Konzept natürlich auch sehr viel Sinn. Denn der Markt ist gigantisch und wenn wir davon auch nur ein wenig abbekommen, ist das genug, um gut zu leben 🙂 Zusätzlich fanden die Meisten unseren sozialen Ansatz sehr attraktiv und diejenigen, die skeptisch waren am Anfang konnten wir mit positiven Resultaten vom Gegenteil überzeugen.

Was waren und sind die größten Herausforderungen und wie geht ihr damit um? Wie bewahrst Du persönlich einen kühlen Kopf und welche Tipps kannst Du uns geben?

Maxie: Ich würde sagen, aller Anfang ist schwer und manchmal wird einem alles zu viel. Daher hilft das Gründen im Team. Somit kann man sich unterstützen und motivieren und gegenseitig entlasten. Und man muss lernen zu priorisieren, denn alles kann man nicht schaffen. Das Wichtige um Unwichtigen trennen ist ganz klar ein Must und mit der Zeit wird man immer besser darin, diesen Unterschied zu erkennen.


 

Mein Tipp: Überall liest und hört man, dass “Sie war die geborene Unternehmerin” oder “Er war der geborene Unternehmer”. Man muss aber nicht als Unternehmerin geboren sein, jeder kann es lernen. Wenn man das Unternehmer Dasein als Lernerfahrung sieht, dann kann sowieso nichts schief gehen, denn man lernt aus jeder Erfahrung. Also seid mutig and “just do it”.


 

Vielen Dank Maxie!

Erfahrt mehr über Ruby Cup auf der Website und im Blog!

Wir freuen uns über Eure Kommentare zum Beitrag: „FORGESTELLT: Maxi, die mit RubyCup ein Tabu-Thema bricht und unsere Welt ein bisschen besser macht“!

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  • Reply
    6 gute Taten zur Weihnachtszeit -
    6. Dezember 2015 at 15:39

    […] Alternativen für Deine Menstruation gesucht? Wie wäre es mit einem Ruby Cup? Beim Kauf spendest Du einen Ruby Cup an ein Mädchen in Kenia! Erfahre mehr über die Gründerin Maxie und Ruby Cup! […]

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