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OUT OF OFFICE: Digitale Nomaden – Arbeiten um zu leben

4. September 2016
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Digitale Nomaden: Der moderne Arbeitsplatz von morgen bietet einiges: keinen festen Wohnsitz, man ist immer unterwegs und führt ein Leben auf Reisen.

Für die einen ein wahrgewordener Traum, für die anderen ein richtiger Alptraum. Was bedeutet aber eigentlich „digitaler Nomade“?

In erster Linie bedeutet es ein digitaler Nomande, dass man fast ausschließlich digitale Technologien anwendet, um seine Arbeit zu verrichten und dabei ein ortsunabhängiges und multilokales Leben führt. Dieser Lifestyle bedeutet jedoch mehr als nur zu reisen und überall auf der Welt zu arbeiten, es bedeutet freie Zeiteinteilung, Besuche von Orten, um die Kreativität und Produktivität zu steigern und sich mit Menschen zu umgeben, die die gleichen Ansichten teilen und genauso gerne die Freiheit genießen. Muss man sich diesen Lifestyle hart erarbeiten oder ist man einfach nur ein rastloser Reisender mit einem Notebook unter dem Arm?

Zugegeben ist es schwer vorstellbar, sich vor den Laptop zu setzen um zu arbeiten, während einem die Sonne ins Gesicht scheint und man unter den Palmen eines Traumstrandes im Paradies liegt. Wie soll man sich da motivieren? Viele haben andere Vorstellungen, wenn sie sich ein Bild darüber machen sollen, wie der Job eines digitalen Nomaden aussieht. Jeden Tag von unterwegs arbeiten, alle paar Tage den Standort wechseln, ständig auf Achse sein – dem ist nicht ganz so. Es geht einfach um die freie Entscheidung, wo man lebt und wo man arbeiten will.

Arbeiten, wo andere Urlaub machen: für digitale Nomaden ist das die Realität. Es gibt sogenannte „Co-Working Spaces“ wie beispielsweise auf der thailändischen Insel Koh Lanta, wo man sich mit anderen Nomaden zusammenschließen kann, um sich nicht isoliert zu fühlen. Junge Unternehmer aus aller Welt teilen sich einen Arbeitsplatz, welcher auch mitten am Strand sein kann und verdienen so ihr täglich Brot. Alles was es dazu braucht ist eine gutfunktionierende Internetverbindung. Die meisten sind Online-Worker, die ihre Geschäftsbeziehungen ohnehin nicht persönlich pflegen können, weil die Geschäftspartner zum Beispiel in einem anderen Land aufhalten. Optimal also. Die Produktivität bei diesen Co-Working Spaces ist sehr hoch. Man hat andere um sich herum und fokussiert sich besser auf seine eigene Arbeit, anstatt zuhause völlig abgeschottet von der Welt zu sein. Und die beste Motivation aller Zeiten ist: Urlaub nach Feierabend.

Die Verfügbarkeit mobiler Endgeräte, Technologien und Cloud-Services, sowie wie Instant Messaging und Videokonferenzen geben den digitalen Nomaden die Freiheit, von überall und zu jeder Zeit zu arbeiten. Aber auch strukturelle Veränderungen, wie die Globalisierung, der demografische Wandel und die Work-Life-Balance sind Antriebe für diese Effekte. Aber ist das wirklich so? Gerade bei uns geht es noch immer recht konservativ zu. Denken Unternehmen wirklich an einen Wandel, so dass bald jeder von uns die Möglichkeit hat zu Hause, im Café oder am Strand zu arbeiten? Crisp Research hat im Auftrag des US-amerikanischen Softwareunternehmen Citrix hat die Studie „The Adaptive Workplace“ zu dem Thema „Der feste Arbeitsplatz stirbt aus. Ist das wirklich der Fall?“ veröffentlicht. Befragt wurden 166 Entscheider aus Unternehmen der DACH-Region und mindestens 500 beschäftige Mitarbeiter, ob sich die Mitarbeiter zukünftig vorstellen könnten, wo anders zu arbeiten und wie die Veränderungen von ihnen eingeschätzt werden. Nur wenige konnten sich einen mobilen Arbeitsplatz vorstellen, hingegen rechnen viele mit einer Steigerung der Home-Office-Stunden. Shared Offices und Co-Working Spaces werden nur ein schwächeres Wachstum zugetraut. Der Trend zum nicht-festen Arbeitsplatz ist nicht für alle Unternehmen der richtige Weg. Nicht alle Firmen sind flexibel genug, um mobile Arbeitsplätze zu ermöglichen. Gebäude, die im Besitz eines Unternehmens sind, wären nicht ausgelastet, die Datensicherheit könnte nicht gewährleistet werden, sowie die Umstellung der Arbeitsprozesse und Kontrollmechanismen würde ein Problem darstellen. Sowie die Anschaffung anderer technischer Infrastrukturen und die internen Widerstände wären bei den Mitarbeitern ein Hindernis.

Dennoch versprechen sich die Befragten von den neuen Mobilitätskonzepten und der größeren Freiheitsgrade eine Steigerung der Produktivität. Das selbstbestimmte Arbeiten lässt die Motivation und Kreativität steigen. Laut Studie, erkennen viele Unternehmen durchaus die Vorteile mobiler Arbeitsplätze. Es wird wohl nicht zu einer bahnbrechenden Revolution oder zu massiven Umbauten in den nächsten fünf Jahren in diesem Bereich kommen, deshalb kann man auch nicht von einem Aussterben des festen Arbeitsplatzes sprechen – das wäre ein wenig weit hergeholt.


Lese mehr in unseren FORGSTELLTS über Feli, digitale Nomadin


Doch die Möglichkeiten ortsunabhängig Geld zu verdienen sind vielfältig. Im Grunde gibt es zwei Hauptkriterien, um als digitaler Nomade durchzugehen:

Die Jobs, wo man als Digitaler Nomade seine Brötchen verdienen kann, liegen überwiegend in der Onlinewelt. Ob durch Freelancing-Tätigkeiten, durch Betreiben von Webseiten, als Texter oder Programmierer, selbstständiger Online-Marketer, als Blogger, Schriftsteller, Musiker oder als Poker-Profi – es gibt viele Wege Geld zu verdienen.

Digitale Nomaden sind nicht an einen Ort gebunden. Die Arbeit kann im Grunde überall auf der Welt verrichtet werden, sei es an einer Strandhütte in Thailand oder eingeschlossen in seinem Hotelzimmer auf Bali oder mitten in der Pampa, das spielt keine Rolle, die Liste der Möglichkeiten ist lang. Digitale Nomaden brauchen lediglich einen Computer mit guter Internetverbindung. Man muss also nicht permanent unterwegs sein – kann es aber.

Nicht jeder findet Gefallen an dem Gedanken ortsunabhängig zu sein. Die Lebensentwürfe vieler digitaler Nomaden sind für andere Menschen überhaupt nicht erstrebenswert. Wer jedoch wenig Reiz an einem stickigen Büro findet und gerne Herr über seine eigene Zeit mit einem großen Maß an Selbstbestimmung ist, für den ist das digitale Nomadentum genau das Richtige.

Über unsere Gastautorin Nicole:

Nicole ist studierte Kommunikationswissenschaftlerin, im Online Medien Bereich tätig und seit November 2014 auf Reisen. Derzeit lebt sie mit ihrem Hund auf einer Insel am Mittelmeer und genießt dort das entspannte, sonnige Leben und schreibt von dort aus am liebsten über die verschiedensten Themen.

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Fotoquelle: pexels.com

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