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FORGESTELLT: Petra Nann vom #imländle

12. Oktober 2017
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Begrüßt wird man bei Petra wie folgt: Willkommen #imländle!

Petra Nann war Vertriebsmanagerin in Düsseldorf.  Doch der Großstadt hat sie irgendwann den Rücken gekehrt und ist wieder zurück nach Hause. Ihr Daheim ist das Schwabenländle. Dort berichtet sie auf #imländle über ihre Liebe zu Land, tolle Leute und starken Geschichten als Ländle-Bloggerin, Vloggerin, Radiomoderatorin, Kolumnistin und Unternehmerin. Sie fängt das Lebensgefühl im Ländle ein und schreibt über Lifestyle, Mode, Kultur, Kulinarik, Kritisches und Kurioses. Sie ist außerdem alleinerziehende Mama und wirklich eine inspirierende Frau.
Freut Euch über ein schönes Interview mit Petra über Ideen, Selbstliebe und einige Tipps and diejenigen die selbstständig sind oder die Selbständigkeit in Erwägung ziehen.

Liebe Petra, welche 3 Bücher sollte man unbedingt gelesen haben?

Petra: Die Hütte: Ein Wochenende mit Gott, Morgen kommt ein neuer Himmel: Romanl, Das kleine Ich bin ich

Welche 3 Wörter beschreiben Dich am Besten?

Petra: Chaotisch, Lebensfroh, hoffentlich lustig

Wie sieht ein typischer Start in den Tag bei Dir aus?

Petra: Noch mal umdrehen und die warme Decke bis unter die Nase ziehen. Aufstehen, Frühstück mit Kaffee, Anziehen, ins Bad gehen und dann wach werden.

Du hast in Düsseldorf im Vertrieb gearbeitet und bist nach einiger Zeit wieder ins Schwabenland zurückgekehrt – wie schwer fiel dir dieser Schritt?

Petra: Überhaupt nicht schwer. Ich bin davon ausgegangen, dass meine Rückkehr nur ein Zwischenstopp ist und ich dann weiter, am liebsten ins spanische Ausland ziehe. Jetzt bin immer noch hier und kann mir nicht vorstellen wieder zu gehen.

Wie kamst du auf die Idee über die Region und die Menschen dort zu schreiben?

Petra: Ich liebe das Schreiben. Habe mal ein Buch geschrieben um zu sehen ob ich das Manuskript zu Ende schreibe – einfach so nur für mich. Außerdem habe ich bereits vor #imländle unter einem Pseudonym einen Blog geschrieben und recht schnell bemerkt, dass es unglaublich viele spannende Themen gibt, die unsere Heimat zu bieten hat. Dadurch entstand die Idee zu einem regionalen Lifestyle- Blog und ich legte los.

Du bist mit deinem Blog sehr erfolgreich, bist auch im Radio zu hören und schreibst eine Kolumne für eine Tageszeitung – wie hast du es geschafft deinen Blog so erfolgreich zu machen?

Petra: Das ist eine gute Frage. Ich glaube weil es Spaß macht und ich einfach mein Hobby gelebt habe und es unglaublich viele kreative Ideen gibt, die man verwirklichen kann. Es ist ein tolles Gefühl, wenn andere mitmachen und sich von der Begeisterung anstecken lassen. Auf einem Open-Air traf ich zufällig den Programmleiter von Radio Neckaralb Live, wir haben uns verabredet und gemeinsam die Idee für die #imländle Radiosendung gesponnen. Ähnlich war es mit einem TV-Magazin für einen regionalen TV-Sender. Die Redakteurin hat einen Beitrag über #imländle gedreht und wir haben uns danach getroffen und gemeinsam gesponnen und das TV-Magazin in meinem Wohnzimmer moderiert und vor der Haustür in unserer Region Beiträge gedreht. Heute Arbeit die Redakteurin, Stefanie bei uns als Videoreporterin. Damals war alles just for fun und unbezahlt. Dann kam der Druck und das war gut so. Ich bin alleinerziehende Mama. Arbeitete Tagsüber in  einem Büro, schrieb Nachts, drehte an den Wochenenden und war fleißig wie ein Bienchen.  Mein Mamaherz rebellierte. „Wie kann es sein, dass du so viel meisterst und ständig am springen bist und trotzdem klamm?“ Außerdem stand eine berufliche Veränderung an. Entweder einen Job mit mehr Stunden im Büro suchen oder den Traum leben und versuchen mit #imländle Geld zu verdienen. Ich habe mich für Letzteres entschieden und 3 Gesellschafter gefunden, die aus Überzeug das Projekt unterstützen und als Investoren eingestiegen sind. Ein Gesellschafter ist übrigens eine regionale Tageszeitung. Jetzt ratet mal was wir gesponnen haben: Die Kolumne.

Was sind Deine größten Herausforderungen?

Petra: Mein chaotischer Lebensstil zum Beispiel, wäre die oberflächliche Antwort. Denn ich könnte viel Zeit und Energie sparen, wenn ich organisierter wäre. Tiefgründiger setze ich mich viel mit dem Gedanken der Selbstliebe auseinander. Unsere Gesellschaft ist unglaublich erfolgsorientiert. Die Frage ist, wer definiert den Erfolg – können wir das nicht selbst tun? Wäre ich ein Organisationsgenie, würde ich mich vielleicht nach mehr Kreativität sehnen. Wer legt überhaupt fest, dass ich ein besserer Mensch bin, wenn ich weniger chaotisch bin? Vielleicht wäre alles auch einfacher und leichter, wenn ich ja sage zu meinen Schwächen und mich annehme wie ich bin. Das tut meiner Selbstreflektion nichts ab und fühlt sich gut an. Ja, ich glaube die aufrichtige Selbstliebe ist ein großes Thema. Ich glaube wir müssen nicht immer stark sein und unsere Schwächen besiegen – kämpfen macht mir nämlich kein Spaß. Es ist an der Zeit sich selbst zu lieben. Das in allen Lebenslagen zu versuchen und umzusetzen ist eine große Herausforderung.



Gerade zu Beginn der Selbständigkeit, wie hast Du es geschafft Kunden auf Dich aufmerksam zu machen?

Petra: Das ist seltsam. Ich habe relativ wenig gemacht. Ich glaube, dass ein regionaler Lifestyle-Blog im ländlichen Raum selten vorkommt. Die Menschen haben Lust auf neue Ideen und digitale Möglichkeiten. Ich glaube wichtig ist, egal ob Leser oder Kunde, dass man aufrichtiges Interesse zeigt, authentisch und emphatisch ist. Wir haben das große Glück, dass Interessenten auf uns zukommen und gemeinsam mit uns kreativ werden wollen.

Welchen Tipp kannst Du aus Deiner Erfahrung anderen mit auf den Weg geben, die sich mit einem Blog  selbständig machen wollen?

Petra: Das ist eine gute Frage. Ich glaube egal ob Blog oder ein anderes Projekt. Wenn man den Funken der Leidenschaft in seinem Herzen spürt, sollte man Raum für das Feuer schaffen. Egal was andere sagen oder denken. Es muss primär um die Sache gehen und nicht um das Geld verdienen. Ich denke dann hat man die Chance sein Hobby zum Beruf zu machen und vielleicht davon und mit der Schreiblust leben zu können. Mein Anspruch ist es übrigens nicht, reich zu werden. Ich möchte meinem Kind ein schönes und sorgenfreies Leben bieten, ab und an in den Urlaub fahren und eine gute Zeit auf dieser Welt genießen. Das Glück sollte niemals an materiellen Dingen gemessen werden, da gibt es wertvolleres im Leben.

Was hast Du in nächster Zeit für Pläne? Gibt es neue Projekte?

Petra: Was den Blog betrifft, gibt es fast täglich neue Ideen und Pläne. Im Moment arbeiten wir an einem Online-Adventskalender. Wir wollen zudem die Online-Welt mehr mit der echten Welt verknüpfen. Es gibt zum Beispiel monatlich eine #imländle After Work Party in einem Club, weitere Events sind in Planung. Ein Merkmal von jedem Event ist, dass wir immer einen gemeinnützigen Verein aus der Region unterstützen. Bei der After-Work Serie verlangen wir anstelle Eintritt 2 Euro als Spende für jeweils einen Verein, der an den einzelnen Abenden präsent ist.  Überhaupt finde ich den guten Zweck elementar wichtig. Randthemen aufgreifen, wie Kindesmissbrauch, Hospizarbeit, häusliche Gewalt usw. solche Themen gehören in die Mitte wie jedes Ausflugsziel, jedes Portrait, jeder Kulturbeitrag und jede Vlogstory. Wenn #imländle weiterhin erfolgreich besteht,  möchte ich für eine Woche in ein kleines Steinhaus in ein Dorf in Ligurien – hab´s mir schon rausgesucht.  Allein. Ohne WLAN mit Wein aus dem Barriquefass und meinem Hund. Dann will ich ein Buch schreiben, über diese ganze abgefahrene Sache, die mir da gerade widerfährt. Einfach so vielleicht auch wieder nur für mich.

Wie bildest Du dich weiter und was tust Du aktiv dafür Dein Business weiterzuentwickeln?

Petra: Ich hab an ein Onlinekursen teilgenommen, tausche mich anderen aus, gehe auf eine Influencer Konferenz, hole mir aktiv Feedback von Kritikern ein, stöbere im Netz und versuche mein Daily Business immer wieder kritisch zu hinterfragen.

Was ist deiner Meinung nach der Vorteil am Leben auf dem Land?

Petra: In einem Dorf unweit von hier lebt eine sehr alte Dame in einem kleinen Bauernhaus. Wenn die Haustüre offen ist, wissen die anderen Dorfbewohner, dass die Türe für Besuch offen steht. Wer will kommt rein, trinkt einen Kaffee und hält ein Schwätzle. Ein schönes Beispiel für ländliche Vertrautheit. Ich liebe und schätze immer mehr die landschaftliche Weite. Was mich früher genervt hat finde ich heute toll. Das Überschaubare, Bauernhöfe, Weiden und ein Stück Ruhe und Frieden.

Welche 3 Tipps für die Selbstständigkeit möchtest du unseren Leserinnen mit auf den Weg geben?

  • Bleib ehrlich
  • Bleibe dir treu
  • Mach das, was Spaß macht.

Vielen Dank liebe Petra für das Interview!

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