FAVORITEN & TIPPS

Prokrastination – Die Kunst, (nicht) anzufangen

1. Oktober 2015

Na, vor welcher unangenehmen Aufgabe drückst du dich gerade? Wir alle kennen es und wir alle tun es, zumindest ab und an: Prokrastinieren. Dir sagt der Begriff nichts? Wikipedia.de definiert es folgendermaßen: „Aufschieben, auch Prokrastination, Erledigungsblockade, Aufschiebeverhalten, Erregungsaufschiebung, Handlungsaufschub oder Bummelei (im Volksmund auch Aufschieberei oder Aufschieberitis), ist das Verhalten, als notwendig, aber unangenehm empfundene Arbeiten immer wieder zu verschieben, anstatt sie zu erledigen“. Na, hast du es wieder erkannt? Ich sage ja, du kennst es. Die Schwierigkeit ist, damit umzugehen.

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Nie wieder prokrastinieren – Tipps für Macher

Jeder von uns hat täglich mit einem Berg von Aufgaben zu kämpfen. An manchen Tagen gehen sie uns leicht von der Hand. An anderen Tagen türmt sich der Berg aber vor uns auf und wirft bedrohliche Schatten, die uns einen Schauer über den Rücken jagen, während wir zur Spitze hinauf schauen. In solchen Momenten ist es gut, ein paar Tipps an der Hand zu haben, die uns helfen. Hier sind ein paar, die für mich bisher immer gut funktioniert haben:

#1 Priorisiere deine Aufgaben nach Wichtigkeit!

Wenn das Prokrastinieren nicht mehr hilft und die Aufgaben nicht weniger werden, priorisiere sie. Ordne sie der Wichtigkeit nach absteigend, sodass du auf einen Blick weißt, was sofort erledigt werden muss und was am längsten warten kann. So bekommst du Struktur und läufst nicht Gefahr, dich selbst zu sabotieren, weil du eine wichtige Deadline vergessen hast.

#2 Erledige das Unangenehmste zuerst!

Die wichtigsten To-Do’s sind manchmal auch die, auf die wir am wenigsten Lust haben. Erledige diese Dinge zuerst! So nimmst du die größte Hürde direkt zu Beginn und der Berg an Aufgaben wirkt weniger bedrohlich.

#3 Schaff zuerst den Kleinkram weg!

Eine To-Do-Liste besteht selten nur aus riesigen Aufgaben. Schau dir deine Liste ganz genau an. Was ist in weniger als 20 Minuten zu erledigen? Tue diese Dinge zuerst. So schaffst du in kurzer Zeit eine ansehnliche Menge an To-Do’s und deine Liste schrumpft. Das gibt Motivation und Energie, dich nun auch an die großen Dinge zu wagen.

#4 Arbeite in festgelegten Zeitintervallen – und mach Pausen!

Häufig fangen wir doch gar nicht an, weil uns der Gedanke lähmt, nun für Stunden an den Schreibtisch gefesselt zu sein. Du hast die Schlüssel zu deinen eigenen Ketten in der Hand! Lege dir feste, kurze Zeitintervalle fest, in denen du fokussiert arbeitest. Ist die Zeit abgelaufen, machst du eine Pause. Meine Zeitintervalle sehen so aus: 15 Minuten fokussiert arbeiten – 5 Minuten Pause machen. Du glaubst nicht, wie produktiv du in 15 Minuten sein kannst! Ein weiterer Benefit – mit nur vier Intervallen á 15 Minuten hast du eine ganze Stunde konstruktiv gearbeitet. Am Ende zählt zwar eher das Ergebnis als die Zeit, aber mir gibt diese Rechnung ein gutes Gefühl und motiviert mich. Das Konzept dahinter ist auch als Pomodoro Technik bekannt.

#5 Don’t do Facebook!

Seien wir ehrlich – so klasse das Internet auch ist, nichts hilft besser beim Prokrastinieren als das World Wide Web. Nur mal eben die Pomodoro-Technik recherchieren…ups, da waren auch schon wieder zwei Stunden um. Kurz die Nachricht bei Facebook beantworten – hey, hast du das süße Katzenvideo gesehen? Wieder eine Stunde futsch… Wenn du das Internet für deine Arbeit benötigst, dann lass die Finger von sozialen Netzwerken, wenn du etwas schaffen möchtest. Für Facebook, Instagram und Co. ist nach getaner Arbeit noch genug Zeit. Du bist nicht diszipliniert genug? Bei chip.de gibt es eine Reihe nützlicher Add-Ons, die uns helfen, der Versuchung nicht zu erliegen.

#6 Fang an – und feiere Erfolge!

Meine Erfahrung ist: Das Schlimmste am Prokrastinieren ist das schlechte Gewissen. Weil ich weiß, dass ich etwas schaffen müsste, fühle ich mich schlecht, wenn ich nicht konstruktiv arbeite. Das Gewicht der Schuldgefühle drückt mich nieder und irgendwann fühle ich mich so schlecht, dass ich gar nicht mehr anfange. Dieser Sog aus schlechtem Gewissen und Verantwortungsbewusstsein führt direkt in eine Abwärtsspirale. Der einzige Weg hinaus: Das Anfangen. Egal womit, überwinde die Barriere und fang an, etwas zu tun. Es muss nicht schön sein – die Geste zählt. Wenn du auch nur irgendein kleines, unwichtiges Ranz-To-Do erledigt hast, dann feiere diesen Erfolg. Sei stolz auf dich, zelebriere es mit einem guten Kaffee oder was auch immer dir in den Sinn kommt. Wichtig ist, dass du dir ein gutes Gefühl über diesen Erfolg vermittelst und dich daran hochziehst. Nur wer zufrieden mit sich selbst ist, kann auch konstruktiv arbeiten.

Geschafft! Keine Macht der Prokrastination!

Nichts schmeckt besser als der Stolz, wenn wieder eine To-Do-Liste erfolgreich abgearbeitet worden ist! Erfolgreich und produktiv zu sein, bedeutet nicht, dass immer alles läuft wie am Schnürchen. Es bedeutet viel mehr, dass wir wissen, wie wir uns manchmal selbst austricksen können. Wie wappnest du dich gegen Momente chronischer Unlust? Was hilft dir, dich der Herausforderung zu stellen? Erzähl es uns in den Kommentaren!

Eure Celsy

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