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FORGESTELLT: Robert Franken, Digital Transformation Experte und Gründer von Male Feminists Europe

9. Mai 2016
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Robert Franken ist Experte zum Thema Digital Transformation, Diversity und Gender Parity

Er hat mehr als 15 Jahre Erfahrung im Digital Business mit Schwerpunkt Publishing, er war .a. Geschäftsführer von urbia.de und Chefkoch.de. Sein Credo ist Veränderung von Unternehmenskulturen entlang „weiblicher“ Koordinatensysteme. Er setzt sich für Gender Empathy ein und ist zudem Jury-Mitglied beim Panda Women Career Contest!

Er ist außerdem Speaker bei der „GET EMPOWERED SUMMIT„, welche am 26.05. in Berlin stattfindet und von FIELFALT und MentorMe organisiert wird. Jetzt anmelden!

Robert, welche 3 Wörter beschreiben Dich am Besten?

Robert: Engagiert, verlässlich, albern

Du hast urbia.de zur Marktführer im Segment Parenting gemacht, warst CEO von der weltweit größten Kochplattform chefkoch.de, berätst verschiedene Unternehmen in Bezug auf die Digitale Transformation und bezeichnest Dich selbst als Potenzial-Entfalter. Was hat Dich in den letzten Jahren beruflich am meisten geprägt?

Robert: Das Agieren unter unsicheren Rahmenbedingungen und stetiger Veränderung sowie die Gewissheit, dass im Zentrum digitaler Transformation immer der Mensch stehen muss. Die Digitale Transformation benötigt exzellente Leadership und eine neue Demut vor den Bedürfnissen der Nutzer_innen. Ich konnte immer wieder hinter das Produkt, für das ich verantwortlich war, zurücktreten und habe dabei gelernt, dass Technologie niemals Selbstzweck ist.

Welche Fehler werden oft in der digitalen Transformation begangen? Wie kannst Du unterstützen?

Robert: Viele denken, man könne eine_n Verantwortliche_n für Digital installieren und hätte die Herausforderungen damit gemeistert. Dabei hat Digital mindestens so viel mit Haltung und der Art zu arbeiten zu tun wie mit Prozessen und Technologie. Wer das „Was“ dem „Wie“ unterordnen will, wird große Probleme bekommen. Ich versuche stets indviduelle Perspektiven und Lösungsansätze zu erarbeiten und bewege mich dabei immer im Zentrum des Unternehmens und der Branche, um die es geht. Dabei beziehe ich die Mitarbeiter_innen in alle Fragestellungen und Projektschritte ein und versuche dabei ganz bewusst Komplexität zu reduzieren, Ängste abzubauen und Motivation über Begeisterung zu entfachen.

Du bezeichnest Dich außerdem als Feminist. Was zeichnet Dich diesbezüglich aus?

Robert: Ich bin überzeugt davon, dass Frauen aufgrund ihrer Fähigkeit eine Vielzahl von Parametern bei der Entscheidngsfindung einzubeziehen, Archetypen der Digitalen Transformation sind. Gleichzeitig habe ich extrem positive Erfahrungen mit Müttern gemacht, die in Teilzeit arbeiten. Darüber hinaus fühle ich mich verpflichtet mein Handeln und Wirken an einem „weiblicheren“ Koordinatensystem auszurichten, damit „gender equality“ endlich kein Lippenbekenntnis mehr ist.

Was verstehst Du unter „Gender-Empathy“ und wie schätzt Du aktuell die Situation in Deutschland ein?

Robert: Gender Empathy ist für mich die Fähigkeit Vielfalt zu antizipieren und die Unterschiede von Frauen und Männern positiv nutzbar zu machen. In der Komplementarität der Geschlechter steckt unglaublcihes Potenzial. Hier liegt vermutlich auch die größte Chance für Wachstum und Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft verborgen. Leider stößt das Thema noch immer auf viele Widerstände, auch und vor allem in Deutschland. Das System ist männlich und die Verharrungstendenzen sind zum Teil nur schwer zu durchbrechen.

In einem gemeinsamen Gesprächen meintest Du, dass die erfolgreiche digitale Transformation nur mit mehr Frauen in Führungspositionen möglich ist, weshalb?

Robert: Es gibt unzählige Studien und Forschungsergebnisse, wonach Diversity der Schlüssel zum Erfolg von Unternehmen ist. Ganz abgesehen von den Zahlen ist es jedoch auch ein Unding auf 50 Prozent des talent pools zu verzichten. Ich habe ja bereits gesagt, dass ich Frauen für die Eckpfeiler der Digitalen Transformation halte. „Seeing is believing“: Wenn wir mehr Frauen an der Spitze wollen, dann müssen wir Vorbilder schaffen.

Gemeinsam mit Henrik Marstal aus Kopenhagen hast Du kürzlich die Initiative „Male Feminists Europe“ gegründet. Was wollt Ihr mit der Initiative erreichen und welche konkreten Ziele verfolgt Ihr?

Robert: Wir wollen Männern einen intellektuellen Zugang zur feministischen Agenda verschaffen, weil wir überzeugt davon sind, dass ohne die Männer keine gesellschaftliche Veränderung stattfinden kann. Außerdem fühlen wir uns dem europäischen Gedanken verpflichtet und wollen unseren Inhalten, die zum Teil bereits in landessprachlichen Blogs veröffentlicht wurden, eine größere Leserschaft verschaffen; daher sind unsere Inhalte in englischer Sprache verfügbar. Wir erhoffen uns einen europäischen Diskurs und vielfältige Unterstützung auf dem Weg zu echter Gleichberechtigung. Mansplaining o.Ä. ist uns dabei übrigens völlig fremd.

Wie schaffst Du es, Dein Engagement in verschiedenen Bereichen und Deine kleine Familie unter einen Hut zu bekommen? Und wie verbringst Du am liebsten Deine Freizeit?

Robert: Das ist manchmal schon ein Ritt. Aber ich habe eine Partnerin, die meine Begeisterung für Themen teilt und mir viel Denkraum und Flexibilität ermöglicht. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meiner Familie in unserem Kölner Veedel.

Vielen Dank Robert!

Zu Robert`s Blog Digitale Tanzformation 

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  • Reply
    Empowerment für Berufseinsteigerinnen (und Erfahrene)
    13. Mai 2016 at 6:54

    […] Robert Franken, Digital-Berater und Gründer der Initiative Male Feminists Europe […]

  • Reply
    Ann-Carolin Helmreich
    13. Mai 2016 at 13:36

    Großartig und so wahr!
    Ich bin immer wieder beeindruckt von Männern, die sich diesem Thema mit Leidenschaft widmen und damit ein Manifest in die Welt tragen, das schon lange gelebt gehört. Keep on rocking!

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