CAREER

So sabotierst Du erfolgreich Deine Selbstständigkeit – Teil 1

5. Dezember 2015
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Von: Sandra Stabenow 

Mein Tag begann um 7 Uhr. Nach einem kurzen Frühstück, ein bisschen Wohnungaufräumen, einer heißen Dusche und einer Stunde Ablage, ging es für mich in die Stadt. Erst zum Arzt, dann Besorgungen für ein Kundenprojekt machen. Nach einem kurzen Lunch, zog es mich weiter in das benachbarte Café, wo ich einen Chai Latte schlürfte und hoffte Zeit zu finden, um diesen Artikel hier zu schreiben. Es ist 14 Uhr. In zwei Stunden MUSS ich für mein berufsbegleitendes Studium in der Uni sein. Dort werde ich bis neun Uhr abends sitzen, bevor ich mich für die letzten Stunden des Tages auf die Couch und vor den Fernseher begebe. Runterkommen. Den Tag Revue passieren lassen. Schon jetzt weiß ich, welche Gedanken mir durch den Kopf gehen werden: “Und wieder ist ein Tag zu Ende gegangen, ohne das ich in meiner Selbstständigkeit weiter voran gekommen bin” – denn dafür war dieser arbeitsfreie Tag eigentlich gedacht. So geht es mir nun schon seit Wochen.

Anfang November habe ich hochmotiviert beschlossen: “Ab sofort widmest du dich an einem Tag in der Woche voll und ganz deiner Selbstständigkeit.” Und was ist passiert? Nichts. Absolut G-A-R N-I-C-H-T-S. Mir fehlt irgendwie der Antrieb. Dabei hatte ich mir doch so viel vorgenommen. “Wenn du erst einmal frei hast”, dachte ich mir, “MUSST du als erstes dein Geschäftsmodell in einem Business Model Canvas visualisieren. Dann machst du dir Gedanken zum eigenen Kursangebot und schreibst ein paar Artikel für deinen Blog. Außerdem hast du endlich Zeit, um dein Buchprojekt anzugehen.” Nach wie vor existieren diese Pläne nur in meinem Kopf. Warum? Weil ich einen Fehler gemacht habe.

Ich habe mich selbst zu sehr unter Druck gesetzt; mir unnötig viel Stress gemacht. Und alles nur durch die Verwendung eines kleinen Wörtchens. Das war mir lange nicht bewusst, bis mir der Facebook-Algorithmus einen Post von Veit Lindau in die Timeline gespült hat (es war bestimmt ein freier Tag, an dem ich mal wieder hart prokrastiniert habe! 😉 ).

Facebook Post Veit Lindau

Veits Beitrag hat mir die Augen geöffnet – denn auch ich MUSS vieles: Ich MUSS zur Uni; MUSS zum Kunden; MUSS … und habe bei dem ganzen “Gemüsse” vergessen, dass ich eben kein “Opfer der Umstände” bin. Im Gegenteil.

Aber für Dich ist diese Erkenntnis natürlich Gold wert. Du möchtest Dir langfristig die Freude an Deiner Selbstständigkeit rauben? Dann verwende bei jeder Gelegenheit das Wort MUSS und gib Dich nicht mit ‘dürfen’, ‘können’ oder ‘wollen’ zufrieden. Das würde nur dazu führen, dass Du die Dinge, die Du Dir vorgenommen hast, wirklich anpackst und dabei auch noch so etwas wie Spaß empfindest. Sicher nicht in Deinem Sinne, oder?

Eure Sandra

P.S. Wenn Dir dieser Tipp zur Selbstsabotage noch nicht ausreicht, geh auf Nummer sicher und lies den zweiten Teil dieser Artikelserie!

 

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