MOTIVATION Weitere Beiträge

Warum Du Dir Ziele setzen solltest

19. September 2015
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinmailby feather

Warum Du Dir Ziele setzen solltest?

Vor ein paar Wochen war ich abends mit einer guten Freundin essen. Sie ist Ingeneurin bei einem großen Elektronikkonzern und erzählte mir, dass sie vor kurzem zur stellvertretenden Chefin ihrer Abteilung gewählt wurde. Sie erzählte auch, dass diese neue Position einen Mentor mit sich bringt, mit dem sie sich fortan in regelmäßigen Abständen zu alltäglichen, aber auch Leadership-Themen austauschen könne. Ein erstes Gespräch gab es bereits. Während dieser Unterhaltung fragte der Mentor meine Freundin nach ihren Zielen: “Wo sehen Sie sich in einem Jahr? In fünf Jahren? Und in zehn Jahren?” Meiner Freundin war die Nachfrage sehr unangenehm – wie sie mir berichtete. Eine Antwort blieb sie ihrem Mentor schuldig. Mir erzählte sie, dass sie das Gespräch mit einem unguten Gefühl verließ. Das wundert mich nicht. Nicht, weil ich finde, dass ihr Mentor sie in eine Lage gebracht hat, die sie als unbehaglich empfand, sondern weil sie -wenn auch unterbewusst- gemerkt hat, dass sie sich selbst gar keine beruflichen Ziele gesteckt hat. Also, warum Du Dir Ziele setzen solltest?

Sich keine Ziele zu setzen ist ein Fehler. Warum? Michelle Goodman hat in ihrem Buch “My so called freelance life” einen schönen Satz geschrieben: “Yes, ambition is a beautiful thing, but you still need a roadmap if you want to arrive.” Dies gilt für Angestellte und Selbstständige gleichermaßen – ist für letztere aber von noch größerer Bedeutung. Ziele sind unser Antrieb. Sie erinnern uns daran, warum wir tun, was wir tun. Damit Dir als Selbständige(r), egal ob Freelancer oder mit eigenem Business, nicht unterwegs die Puste ausgeht, ist es wichtig, dass Du Dir Deine Ziele aufschreibst. Keine Angst, es muss nicht der 30 Seiten starke Businessplan sein. Es reicht, wenn Du Deine Ziele auf ein Blatt Papier schreibst und es über Deinem Schreibtisch aufhängst. “All you need is a short list of your freelance goals for the year – a roadmap of where you want your career to go, and some directions for how to get there”, rät Goodman. Wenn Dir das Aufschreiben Deiner Ziele für ein Jahr zu viel Angst einflößt, dann versuche es zunächst mit drei Monaten. Und setze Dich nach drei Monaten wieder hin und erfasse erneut Deine Ziele für das nächste Vierteljahr. Aber bitte nicht so vage wie “Ich möchte mehr Geld verdienen”. Nein, Deine Ziele müssen schön konkreter sein. Und realistisch natürlich. Eine Million Euro in einem Monat zu verdienen, erscheint mir illusorisch.

Schreibe aber nicht nur Deine Ziele auf, sondern auch die Schritte wie Du sie erreichen willst. Schritt für Schritt. Ein Beispiel:

Eine Idee für einen Roman erarbeiten und diese in ein fertiges Werk umsetzen.

  1. Jeden Montag und Mittwoch morgens direkt nach dem Aufstehen eine Stunde schreiben, beginnend mit dem 1. Oktober. Gucken, ob ich die Länge und/oder die Anzahl dieser Kreationsphasen bis Januar ausbauen kann.
  2. Einen Schreibkurs bei der Volkshochschule belegen.
  3. Interviews und Blogposts von Autoren lesen, die ich bewundere, um herauszufinden, wie sich deren Weg vom Skript zum fertigen Buch gestaltet hat. Was kann ich von ihnen lernen?

Fällt euch was auf? In Punkt 1 habe ich ein konkretes Startdatum integriert. Es ist wichtig die einzelnen Schritte mit einem konkreten End- und Anfangspunkt zu versehen. Warum, dass könnt ihr in meinem Artikel „Erfolgreich selbstständig – Von Träumen und Zielen“ nachlesen.

Übrigens, kann es für Dich vielleicht hilfreich sein, ein eigenes Belohnungssystem einzuführen. D. h. immer wenn Du einen weiteren Schritt zur Erreichung Deines Ziels gemacht hast, gibt es eine Kleinigkeit für Dich. Das kann ein leckeres Frühstück mit Freundinnen am Wochenende sein oder eine neue Folge Deiner Lieblingsserie. Ganz egal, was immer für Dich funktioniert. Manchmal benötigt man die Karotte vor der Nase. Aber ich versichere Dir, sobald Du Deine Ziele erst einmal klar vor Augen hast, sind diese Incentivierung genug!

Warum Du Dir Ziele setzen solltest – hat Dich inspiriert? Dann hinterlasse einen Kommentar.

Lust auf unseren Newsletter?

Facebooktwitterinstagramby feather
  • Reply
    Lina
    27. September 2015 at 16:09

    Jetzt habe ich diesen Tab seit Tagen offen, weil ich nicht vergessen möchte, hier zu kommentieren! Und endlich schaffe ich es mal: Danke für den Artikel! Mir ist die Bedeutung von Zielen gerade in beruflicher Hinsicht auch noch gar nicht so wahnsinnig lange klar. Vielleicht, weil die Beschäftigung damit auch erfordert, dass man sich damit auseinandersetzt, was man bisher geschafft hat – und was eben nicht. Und doch: Wenn man sich endlich mal dazu überwindet, seine Ziele festzustecken und sich Pläne zu machen, dann scheint alles so viel leichter! Das muss man sich immer klarmachen, finde ich. Deshalb bin ich das jetzt endlich auch mal angegangen und es fühlt sich so gut an!

  • Reply
    Sandra Stabenow
    29. September 2015 at 7:39

    Hallo Lina, vielen Dank für Deinen herzlichen Kommentar! Ich habe mich sehr darüber gefreut und drücke Dir für all Deine persönlichen und beruflichen Ziele fest die Daumen!

Leave a Reply