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Wer bist Du wirklich? Taucher vs. Scanner!

21. Juni 2016
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Heute Morgen um 6.30 Uhr hatte ich die Wahl zwischen liegen bleiben, nochmal umdrehen und in meine Decke kuscheln oder aufstehen, Laptop anschmeißen und am „7 AM CLUB“ mit Mindful Empowerment Coach Laura Seiler teilnehmen.

Ihr kennt diesen inneren Zwiespalt oder? Zum Glück habe ich gestern einen wahnsinnig motivierenden und inspirierenden Podcast zum Thema „Motivation“ von Laura gehört, welcher mich heute Morgen daran erinnert und dazu gebracht hat, bewusst in mich zu gehen und mich selbst nach meinem Motiv, welches hinter diesem Zwiespalt steckt, zu fragen. Das ich darüber nachgedacht habe, hat mir gezeigt, dass mein heutiges Motiv das Ziel ist, dass ich positiv, gut gelaunt und voller Energie in den Tag starten möchte und deshalb auch die Motivation aufbringen will aufzustehen, den Laptop anzumachen und am „7 AM CLUB“ teilzunehmen. Ich habe gleichzeitig das Gefühl danach visualisiert und mir ganz konkret vorgestellt wie ich mich fühlen werde wenn ich aufstehe und wie glücklich ich sein werde danach rückblickend sagen zu können, dass ich mich dafür und nicht dagegen entschieden habe, ganz bewusst, achtsam und 100% bei mir.


Dieser Artikel ist für mich persönlich ein Beweisstück und meine persönliche Motivation dafür, dass ich immer dann wenn ich das Gefühl habe im Zwiespalt zu stecken oder vor einer Entscheidung zu stehen, mich für die vorerst unangenehme entscheiden möchte. Jedes Mal, wenn ich eine kleine Hürde überwinde und den inneren Quatschi mit meinem bewussten Handeln übergehe, bringt es mir im Nachhinein etwas Gutes und neue Inspiration, sodass ich daraus neue Energie schöpfe und durch die neuen Erkenntnisse wachsen kann.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich aufgestanden und an der heutigen Meditation und dem Input, zu welchem ich gleich noch komme, teilgenommen habe, da ich eine für mich sehr wertvolle Erkenntnis daraus gezogen habe. Laura sprach heute darüber, dass nicht jeder diese eine, klare Vision im Leben haben wird und auch keineswegs haben muss. Es gibt in dieser Hinsicht zwei verschiedene Arten von Mensch und Sein. Es gibt zum einen die „Taucher“ und zum anderen die „Scanner“.


Taucher sind diejenigen, die beispielsweise beruflich ein klares Ziel vor Augen haben, die Experte in einem ganz speziellen Themengebiet sein möchten und oft schon als Kinder ganz genau wissen, was sie später werden wollen. Sie verfolgen ihren Weg zielgerichtet und konsequent, fokussieren mit Allem, was sie denken und tun dieses eine Ziel, ohne rechts und links zu schauen, ohne Umwege und vor allem ohne dieses Ziel zu hinterfragen.

Die zweite Gruppe sind die „Scanner“, zu denen ich eindeutig selbst dazugehöre. Scanner sind und wollen nicht Experte in einem Gebiet sein. Sie sind chronisch neugierig, sie lieben es Dinge im Leben auszuprobieren, sich beizubringen und haben viele verschiedene Talente und Interessen. Meistens sind sie mit mehreren Projekten gleichzeitig beschäftigt und bringen auch nicht jedes zu Ende, da sich zwischenzeitlich ein neues Interessengebiet auftut und eine Chance ergibt, welche sie so sehr fasziniert, dass sie sich auf ein neues Projekt einlassen und das andere vorerst auf Eis legen.


Jetzt verstehe ich es als großes Geschenk, ein Scanner zu sein!

 


Was für eine Erkenntnis! Ich selbst kann mich oftmals nur schwer entscheiden wenn ich mich zwischen A oder B entscheiden soll, jedoch am liebsten beides und am besten beides gleichzeitig machen möchte. Ich habe schon immer viele Interessen, Ideen, Visionen und Träume gehabt, die ich mir für mein Leben vorstellen konnte und verfolgen wollte, jedoch nicht bis zum Ende verfolgt habe. Ich habe mich schon öfters gefragt, ob ich durch meine wechselnden Interessen und auch Jobs, durch den Abbruch meines Studiums, durch wechselnde Vorhaben und Ziele „schlechter“ bin als meine Mitmenschen, da für Außenstehende in meinem Lebenslauf vermutlich der „rote Faden“ fehlt. Schon als Kind haben sich diese vielen verschiedenen Interessen bemerkbar gemacht. Ich habe mit Handball angefangen, mehrere Jahre erfolgreich Tennis gespielt, war Mitglied im städtischen Sportverein in der Sparte Badminton und habe begeistert Basketball in einer Mannschaft gespielt. Jede diese Sportarten hat mir Spaß gemacht bis ich auf etwas Neues gestoßen bin, was ich nicht „verpassen“ und unbedingt ausprobieren wollte.

Ich denke für mich als Scanner führt ein anderer Weg zum Erfolg in meinem Leben. Lange habe ich mich nach dem „Warum“ gefragt, nach dem Sinn in meinem Leben und hatte das Gefühl auf der „Suche“ danach zu sein und deshalb nicht zum Stillstand zu kommen. Heute weiß ich, dass ich kein Liebhaber von Stillstand bin, dass ich es liebe neue Menschen kennenzulernen, die mich inspirieren, dass ich es liebe die Welt zu entdecken, um auch immer wieder zu erkennen wie wertvoll mein Leben ist und wie glücklich ich darüber bin, was ich habe. Ich denke ich bin auf einem guten Weg mein „Warum“ zu finden und habe durch meine wunderbaren Eltern und meine berufliche „Stipendien“ (Jobs) die Möglichkeit bekommen meine Scanner-Persönlichkeit zu entdecken, zu entwickeln und zu erforschen. Dafür bin ich heute dankbar!

Und Danke an Laura, welche mich dazu inspiriert hat diese Selbsterfahrung mit euch zu teilen!

Wenn auch Du ein Scanner bist, freue ich mich wenn du deine Erfahrungen mit mir teilst und mir erzählst wie es dir damit geht und inwiefern du deine Scanner-Persönlichkeit angenommen hast und lebst.

Liebe Grüße,

Eure Kira

Bildquelle: © pexels.com

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  • Reply
    Laura
    21. Juni 2016 at 14:48

    Liebe Kira,
    ein Hoch auf die Scanner! Ich bin selbst auch ein Scanner und habe oft die Taucher für ihre klaren Visionen beneidet, ja sogar geglaubt ich müsste mich auch endlich für ein Hobby, einen Beruf, eine Leidenschaft entscheiden. Dabei ist es doch wahnsinnig spannend, über den Tellerrand zu schauen und all die spannenden Dinge in der Welt auszuprobieren. Mach unbedingt weiter so! Gruß von Laura aus Köln

    • Reply
      Kira Siefert
      21. Juni 2016 at 15:56

      Liebe Laura,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar und ein Hoch auf alle Scanner auf diesem Planeten, welche die Welt bunt und vielseitig sehen 🙂
      Bis bald & liebe Grüße aus Berlin,
      Kira

  • Reply
    Ivonne Senn
    21. Juni 2016 at 15:10

    Hey Kira,

    ich kann das sehr gut nachvollziehen. Heute Morgen dachte ich auch nur: „Gut, dass ich mit diesem Wesenszug von mir schon vor langer Zeit meinen Frieden gefunden habe.“ Beruflich habe ich unbewusst immer nach drei Jahren entweder die Firma oder die Tätigkeit gewechselt. In der Zeit hatte ich alles gelernt, was es für mich in der jeweiligen Firma oder auf dem jeweiligen Gebiet zu lernen gab, und bin weitergezogen. Nicht aus Langeweile, sondern aus Interesse – an neuen Herausforderungen, Menschen, Themen. Dazu kamen die ganzen Sachen, mit denen ich mich in meiner Freizeit beschäftigt habe … Eines steht fest: Wenn mich etwas interessiert, werde ich vom Scanner zum Tiefseetaucher und tauche mit Haut und Haar in das Thema ein, sei es nun privat oder beruflich.

    Inzwischen habe ich zwei Berufe parallel, in denen ich nun schon seit sechs Jahren immer noch was dazulerne. Was vermutlich der Grund dafür ist, dass meine Drei-Jahres-Regel seitdem nicht mehr gilt. Und in beiden Berufen (Übersetzerin und Coach) kann ich alles, was ich in meinen Jobs und bei meinen Hobbys bisher gelernt habe, immer wieder einbringen. Das ist der rote Faden. Den man am Anfang vielleicht nicht gleich erkennt, der sich aber meiner Erfahrung auch durch das Leben eines jeden „Scanners“ zieht.

    Bleib so vielseitig und vielseitig interessiert, wie du bist!
    Liebe Grüße, Ivonne

    • Reply
      Kira Siefert
      21. Juni 2016 at 16:02

      Liebe Ivonne,

      vielen Dank für deine Nachricht, ich habe mich sehr darüber gefreut und finde es schön etwas über deine persönlichen Erfahrungen zu lesen. Bei der „3-Jahres-Regel“ musste ich schmunzeln, da ich seit 2009 auf den Tag genau ebenfalls eine solche „3-Jahres-Regel“ bezüglich Job- und Ortswechsel einhalte 😀 Gefühlt ist diese jedoch vorbei, ganz genau werde ich es im Jahr 2018 wissen und bin gespannt, was mich erwartet. Ich bewundere deinen Werdegang und dein heutiges Leben, vielen Dank nochmal für die Inspiration & Motivation am Freitagmorgen!
      Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen in Hamburg, spätestens am 28. Juli zum femsemble 🙂

      Liebe Grüße,
      Kira

  • Reply
    Tina
    22. Juni 2016 at 16:37

    Liebe Kira,

    tausend Dank für deine Gedanken. Ich selber höre den Podcast von Laura ständig, auch mehrmals viele Folgen hintereinander und wiederholt.

    Ich bin auch ein Scanner und derzeit in einem Tief, was das „Warum“ in meinem Leben angeht. Ich fange viele Projekte an, finde verschiedene Dinge immer gleich super spannend, aber bin zutiefst traurig, wenn etwas nicht so funktioniert und ich es nicht durchziehe.
    Ich lerne gerade, dass dies okay ist, dass es gar nicht schlecht ist und ich deswegen kein schlimmer Mensch bin.
    Ich lerne soviel derzeit über mich, über das scannen und über Projekte- nur die Motivation fehlt mir derzeit.

    Danke daher für diesen tollen Text- freu mich auf mehr!

    • Reply
      Kira Siefert
      23. Juni 2016 at 10:56

      Liebe Tina,

      vielen herzlichen Dank für deine ehrlichen und offenen Worte.
      Ich finde es toll, dass du dich auf die Reise gemacht hast dich selbst noch besser kennenzulernen und dich selbst, deine Persönlichkeit, anzuerkennen anstatt zu verurteilen. Ein Scanner sein ist toll!
      Weißt du woran die fehlende Motivation liegt? Was steckt dahinter? Welches Motiv?
      Schreib mir gerne jederzeit eine Mail an kira@fielfalt.de wenn du dich darüber mit mir austauschen möchtest.

      Liebe Grüße & fühl dich umarmt,
      Kira

  • Reply
    Carina
    5. Juli 2016 at 20:39

    Liebe Kira,
    auch wenn ich mir vielleicht gleich eine Watschen abhole… ich riskier es trotzdem mal 😀
    Ich mag die Diskussion um „entweder oder“ bei Scanner-Persönlichkeiten gar nicht.
    Es klingt immer so schön, ein Scanner zu sein, denn wer möchte sich nicht auf’s T-Shirt schreiben können, viele Talente zu haben und hochinteressiert an so vielen Themen zu sein?
    Taucher klingen in Deiner Beschreibung spaßfrei, Ehrgeiz- und Erfolgs-getrieben, stur nur nach vorn blickend.
    Ich bin eine Taucherin, definitiv. Aber auch ich habe tausend Talente, interessiere mich für alles und mehr, was es definitiv im Alltag schwer macht. Aber ich habe mir etwas herausgepickt, mit dem ich wirklich etwas bewegen möchte, statt jedes Jahr auf ein neues Pferd zu hüpfen und – nennen wir das Kind doch beim Namen -so allen gefallen und gerecht werden zu wollen 😉
    Warum also schaffen wir nicht endlich auch diese zwei Lager-Gesellschaft ab und identifizieren uns einfach über unsere Leidenschaften. Denn manchmal, ganz manchmal… ist es da nicht auch eine einfache, angenehme Ausrede, sich als Scanner zu outen und damit die Verantwortung abzulegen, endlich auch mal etwas durchziehen zu müssen?
    Das ist der Kern für mich: Taucher sind weder Ehrgeiz-getrieben, noch sind Scanner undiszipliniert. Aber mit dieser Diskussion um beides, machen wir uns zu zwei Lagern. Und wollten wir das nicht eigentlich lassen – gegeneinander zu argumentieren, statt füreinander?!
    Liebe Grüße,
    Carina

    • Reply
      Kira Siefert
      8. Juli 2016 at 17:00

      Liebe Carina,

      Watschen? Schmarn, warum denn? Du kannst jederzeit deine Meinung äußern und ich danke dir für dein Feedback 🙂 Es ist immer interessant, zu erfahren, was der Leser denkt über den Artikel oder das Thema.
      In meinem Artikel geht es aus meiner Sicht nicht um für oder gegen etwas, das ist ein Missverständnis. Es handelt sich um meine persönliche Erfahrung, meine Erkenntnis und meine Entscheidung, mich selbst als Scanner anzusehen, weil ich meine Persönlichkeit mit dieser Sichtweise besser verstehen kann, manche Zweifel sogar ablegen kann und lerne, mich zu akzeptieren wie ich bin. Darum ging es mir in diesem Erfahrungsbericht und nicht um die Bewertung der einen oder der anderen Seite. Da bin ich ganz bei dir, es gibt kein „richtig“ oder „falsch“ oder „dafür“ oder „dagegen“. Über dieses Thema lässt sich meiner Meinung nach auch gar keine Diskussion führen, nicht gegeneinander und nicht füreinander, da jeder Mensch selbst für sich festlegen und entscheiden kann wie er leben möchte.
      Ich sehe und verstehe mich selbst wie beschrieben sehr gerne als Scanner, da es mir in mancher Situation mein Selbstvertrauen zu wahren erleichtert und ich dadurch Selbstverantwortung übernehmen kann.

      Ich wünsche dir einen wunderschönen Abend & Happy Weekend!

      Liebe Grüße,
      Kira

  • Reply
    Rebekka
    22. September 2016 at 20:21

    So langsam beginne ich, Scanner wirklich zu lieben! 🙂
    (Und somit irgendwie auch mich… :*D)
    Ich habe auch immer die Leute beneidet, die in einem Gebiet einfach total gut sind, die sich auf eine Sache konzentrieren und vor allem auch durchziehen (mein Zwillingsbruder zum Beispiel…).
    Ich hatte immer schon total viele Interessen, wollte als Kind schon alle möglichen Hobbys ausprobieren – ich habe immer noch mein Einrad, welches ich irgendwann einmal zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, in der Garage stehen und kann es nicht fahren xD
    Weil ich einfach nicht die Muße dafür hatte, es richtig zu lernen ^^
    Weil ich mich irgendwann einfach für etwas anderes interessiert habe.

    Inzwischen merke ich, dass es eigentlich ziemlich cool ist, so viele verschiedene Interessen zu haben. Man lernt immer wieder Neues kennen, probiert immer wieder neue Sachen aus. Aus so ziemlich jedem Themengebiet weiß man so ein bisschen was. Und das ist cool.
    Es macht Spaß, neugierig zu sein und alles entdecken zu wollen.
    Ich bin so froh, dass ich es geschafft habe, auch die Neugierde auf Wissen durch die Schule nicht komplett verloren zu haben – bzw. sie danach wiederzufinden. :’D

    Freunde haben mich schon des öfteren als „Multitalent“ bezeichnet. Man hat irgendwie ein gewisses „Grundkönnen“, wenn man neue Sachen ausprobiert. 😀

    Wer kann da denn bitte noch sagen, dass das nicht cool wäre!? 😉

    • Reply
      Kira Siefert
      23. September 2016 at 14:11

      Liebe Rebekka,

      genial! Ist es nicht geil ein „Multitalent“ zu sein? Ich sehe das genauso wie du und habe mich richtig gefreut während ich deine Worte gelesen habe. Ab und zu kommen hier und da nochmal kleine Zweifel durch, bei mir, jedoch bin ich mir dieser Zweifel nun bewusst geworden und löse sie schneller auf als früher.

      Ich war gerade ein paar Tage in meiner Heimat Hamburg und hatte ein sehr schönes Erlebnis, welches ich gerne mit dir bezüglich des „Vielseitigseins“ teilen möchte. Eine Freundin aus Kindheitstagen hat zu mir gesagt:
      „Kira, du bist für mich sehr inspirierend. Ich finde, dass man viel zu oft in den Strudel von Selbstzweifel, Karrieredruck und ein Leben ohne Ecken und Kanten gedrückt wird. Und da bist du oftmals diejenige, die mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringt. Ich finde es einfach toll, was du machst, wie muutig du bist und dass es dir wichtig ist, dass du liebst, was du tust.“

      Und so ist es! Bleib neugierig, saug deine Umwelt, die Möglichkeiten und alles, was dich interessiert, wie ein Schwamm auf.
      Denk nicht immer über das nach, was du machst und sagst, sondern sei einfach nur DU 🙂

      Ich sende dir viele Grüße & Happy Friday!

      Kira

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