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Work Life Balance? Nein danke!

13. Juni 2015
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Von: Jana Lübben

Work Life Balance? Nein danke!

Die Suche nach der perfekten Work Life Balance hat sich zu einer scheinbar unerreichbaren Utopie entwickelt. Dabei ist der Grundgedanke ein schöner: Der Einklang von Arbeits- und Privatleben. So klar, so einfach. So einfach?

Auf den ersten Blick erscheint es tatsächlich leicht, den Zustand einer Ausgeglichenheit zwischen Arbeits- und Privatzeit zu erreichen. Job erledigt, pünktlich Feierabend, ab nach Hause – easy peasy. Wo liegt dann die Schwierigkeit?

 

Gibt es Arbeit ohne Leben, ein Leben ohne Arbeit?

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© Jana Lübben

Der Begriff „Work Life Balance“ lässt vermuten, dass das Arbeits- und Privatleben Gegensätze sind, die es nebeneinander zu vereinen und optimieren gilt. Doch verwässert die Grenze zwischen den beiden Bereichen mehr und mehr, zum Beispiel durch eine ständige Erreichbarkeit via Smartphone & Co. Nur wer es schafft, einen konsequenten Cut zu ziehen, kann sich in einem solchen Umfeld emotional von seinem Job abgrenzen. Nur ist das mit der Konsequenz ja so eine Sache.

So spricht man heutzutage von „Work Life Blending“ – einem fließenden Übergang zwischen dem Arbeits- und Privatleben. Hier werden Ergebnisse in den Fokus gestellt, unabhängig von Präsenzzeiten der Mitarbeiter. Doch ist auch dieses flexible Wechseln zwischen den beiden Welten für viele (noch) Utopie: So sind Arbeitnehmer dauerhaft gedanklich „online“, setzen sich 24/7 mit ihren beruflichen Herausforderungen auseinander und schaffen es nicht abzuschalten. Zudem ist die technische Realisierbarkeit in vielen Unternehmen Zukunftsmusik.

 

Ein Leben ist nicht nur arbeitsfreie Zeit

Zerlegt man den Begriff „Work Life Balance“ in seine Einzelteile, ergibt sich eine weitere Herausforderung. Während „Work“, die Arbeit, in den meisten Fällen ein vom Arbeitgeber vorgegebener Bereich oder zumindest ein (mal mehr, mal weniger) definiertes Aufgabenpaket ist, ist der Begriff „Life“ hingegen nicht definiert. Das Leben muss von einem selbst geformt werden.

„Life“ ist nicht allein dadurch erreicht, sich Zeit neben der Arbeit für sich einzurichten. Wichtig ist vor allem, diese Zeit sinnvoll zu nutzen. Und „sinnvoll“ ist das Stichwort. Denn was sinnvoll, also voller Sinn ist, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Die Kernfrage ist: In was möchte ich Energie stecken, um daraus Energie zu tanken anstatt dieser beraubt zu werden? Für den einen ist es die Familie, für den anderen das Alleinsein oder ein Hobby, in dem er aufgeht und die Welt um sich herum vergisst.

 

Seinen eigenen Weg zu finden ist das Ziel

Und was nun? Ziel? Leider kann ich kein Erfolgsrezept liefern, wie der eigene Weg hin zu einer ausgeglichenen Arbeitsbelastung aussieht. Ich denke aber, dass der persönliche Ausgleich extrem wichtig ist. Für Menschen, die schon wissen, wo ihre Interessen liegen, ist die Formel einfach: Multipliziere diese Sache mit einem möglichst hohen Faktor an Zeit!

Für die Menschen, die keine (oder eine vage) Ahnung von ihren Interessen haben, habe ich folgenden Appell: Probiert aus! Lasst nicht locker! Was habt ihr als Kind gern gemacht, wobei könnt ihr die Zeit vergessen, was lässt euer Herz höher schlagen? Investiert Zeit in diese Dinge – es wird euch glücklich machen!

Eure Jana

Bildquelle: © Jana Lübben

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