EL: Entwicklung & Laufbahn

Das sind die Trendberufe 2020

15. Juli 2020

Gastautor: A.B. von Studi Kompass

 

Ob Data Artists oder Fachleute für künstliche Intelligenz – Trendberufe werden zunehmend digitaler. Erfahre mehr im nachfolgenden Artikel!

Jobs der Zukunft: Trendberufe des Jahres 2020

Die digitale Entwicklung macht heutzutage vor dem Arbeitsmarkt nicht Halt. So verwundert es nicht, dass zunehmend Berufe im Kommen sind, die direkt oder indirekt mit der Digitalisierung zusammenhängen. Im nachfolgenden Artikel verraten wir euch, welche Berufe im Jahr 2020 zu den vielversprechendsten Jobs der Zukunft gehören!

IT-Branche erlebt einen Aufschwung

Die ersten Plätze des vom Karriereportal Linkedin veröffentlichten Jobreports 2020 verzeichnen eine IT-Affinität. Schließlich gelten Fachleute mit fundiertem IT-Wissen 2020 als begehrte Arbeitskräfte. Mit Abstand belegen die Fachleute für künstliche Intelligenz hierbei den ersten Platz. Auf dem zweiten Rang folgen ihnen die sogenannten Site Reliability Engineers, die sich um den Aufbau von Webseiten kümmern. Auch Fachkräfte, welche die Digitalisierung als solche vorantreiben sollen, bieten sich auf dem Arbeitsmarkt aktuell ausgezeichnete Zukunftschancen. Dies trifft etwa auf qualifizierte Chief Digital Officer zu, die immerhin den elften Platz der aktuellen Trendberufe belegen.

Neue Berufsbezeichnungen symbolisieren digitale Zeiten

Viele der aktuell angesagten Trendberufe entwickelten sich erst in den vergangen Jahren. Dazu zählen beispielsweise die Data Scientists und Artists, die anhand von analysierten Daten neue Erkenntnisse über das Kundenverhalten oder andere Aspekte gewinnen. Für diese Tätigkeiten werden die Experten entsprechend entlohnt: Data Artists verdienen bis zu 48.000 Euro jährlich, Data Scientists bekommen anfänglich bis zu 58.000 Euro ausgezahlt.

Jobs in der Kranken- und Altenpflege bleiben als Trendberufe bestehen

Wie der 2020 veröffentlichte Pflegereport der Bertelsmann Stiftung verrät, verzeichnet Deutschland zunehmend einen Fachkräftemangel in der Pflege. Experten schätzen, dass bis zum Jahr 2030 bis zu 500.000 zusätzliche Vollzeitkräfte in der Pflege gebraucht werden. Fest steht also: Wer in der Pflege arbeiten will, muss aktuell und zukünftig keine Angst vor Arbeitslosigkeit haben. Der Bedarf ist definitiv vorhanden, zudem möchte die Bundesregierung einen Mindestlohn von rund 15 Euro pro Stunde für Pflegekräfte festsetzen. Aktuell können Altenpfleger noch mit einem jährlichen Gehalt von rund 32.000 Euro rechnen, während Krankenpfleger bis zu 38.000 Euro verdienen.

Ingenieure für Elektrotechnik gewährleisten Mobilität von morgen

Verbrennungsmotoren werden die Menschen noch eine Weile begleiten, doch nichtsdestotrotz zeigt der Trend eindeutig in Richtung Elektromobilität. So möchte das Autounternehmen Audi beispielsweise in den nächsten Jahren bis zu 2.000 Stellen für Digitalisierung und Elektromobilität schaffen. Die Chancen stehen daher für Elektroingenieure gut, einen ausgezeichneten Job zu finden. Auch das Gehalt kann sich mit bis zu 60.500 Euro jährlich sehen lassen.

Scrum Master gewährleisten agile Organisationsprozesse

Scrum Master kommen insbesondere in der Softwareentwicklung zum Einsatz. Dort sollen sie agile Organisationsstrukturen gewährleisten und interdisziplinäre Teams koordinieren. Als eine Art Teamtrainer überwachen Scrum Master alle Prozesse und Schritte, damit sich die gewünschten Ziele umstandslos erreichen lassen. Da in vielen verschiedenen Organisationen agile Prozesse schon auf der Tagesordnung stehen, ist zu erwarten, dass der Trendberuf in den kommenden Jahren noch unentbehrlicher wird. Finanziell betrachtet stehen die Scrum Master ebenfalls gut da – mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von rund 56.100 Euro.

CSR-Manager sorgen für mehr Nachhaltigkeit

Job-Experten sehen auch die CSR-Manager (abgekürzt von Corporate Social Responsibility) auf der Liste der Trendberufe 2020. Diese qualifizierten Fachkräfte haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass in Unternehmen gewisse soziale und ökologische Standards eingehalten werden. Vom Gehalt her können CSR-Manager mit bis zu 45.100 Euro Jahresgehalt rechnen.

IT-Berater und Softwareentwickler bleiben gefragte Berufe

Laut Angaben des Branchenverbands Bitkom werden IT-Berater und Softwareentwickler händeringend gesucht. In kaum einem anderen Bereich gibt es so viele offene Stellen zu besetzen. Nahezu jedes Unternehmen kann entweder Softwarenentwickler oder IT-Berater brauchen, weshalb die Hochschulabsolventen dieser Fächer beste Chancen haben, um sofort in dem Beruf Fuß zu fassen. Softwareentwickler, die im Backend arbeiten, verdienen sogar als Anfangsgehalt bis zu 61.000 Euro. IT-Berater können sogar noch mehr verdienen. Ihr Gehalt kann sich, abhängig vom Arbeitgeber, auf bis zu 75.000 Euro jährlich belaufen.

Jede Branche verzeichnet neue Berufsbilder

In allen Branchen setzen die Unternehmen laut Jobreport inzwischen auf Fachkräfte der Zukunft, die neuartige und gefragte Kompetenzen mitbringen. So sind in der Versicherungsbranche aktuell weit mehr als 42 Prozent der Berufe relativ neuartig. Im Verlagswesen suchen sogar gut 50 Prozent aller Unternehmen nach Talenten, die in einem der Trendberufe arbeiten. Ein ähnliches Prinzip gilt für den sich wandelnden Sektor der erneuerbaren Energien und dem Umweltschutz, in denen bis zu 50 Prozent alle ausgeschriebenen Stellen auf die genannten Trendberufe oder ähnliche Berufsfelder abzielen.

Trendberufe haben in folgenden Städten Zukunftspotenzial

Die vorgestellten Trendberufe entstehen nicht ausschließlich in den großen Ballungsräumen, sondern vielmehr in ganz Deutschland. Im Vergleich zu anderen Ländern zeichnen sich in Deutschland also deutliche Unterschiede ab: Zwar zieht es viele der Menschen, die in einem der Trendberufe 2020 arbeiten, weiterhin in die hippe Hauptstadt Berlin. Doch auch kleinere Städte wie beispielsweise Bielefeld verzeichnen mit bis zu 56 Prozent ein starkes Wachstum anzuziehenden Fachkräften.

Darüber hinaus ergeben sich, was die Geschlechter angeht, immer noch deutliche Unterschiede: So würden mehr als 69 Prozent der in den Trendberufen ausgeschriebenen Stellen von männlichen Bewerbern besetzt. Zwar erlebt der naturwissenschaftliche Sektor im Hinblick auf weibliche Bewerberinnen einen Aufschwung, doch machen diese folglich mit 30 Prozent immer noch eine Minderheit aus.

 

Titelbild:: ©Clem Onojeghuo on Unsplash

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