FI: Forgestellt & Inspiration

FORGESTELLT: Anja Happe und Heike Möllers, Verlagsgründerinnen

20. April 2021

Mitten in der Coronakrise haben Anja Happe und Heike Möllers Mut bewiesen und einen Verlag gegründet, in dem u. a. ein Hochzeitsmagazin verlegt wird. Beide nutzen die Krise als Chance. Wie sie darauf gekommen sind, wieso ihre Zusammenarbeit einer Ehe gleicht und was ihre Vision ist, lest ihr in diesem Beitrag.

 

Liebe Anja, liebe Heike, wie startet ihr normalerweise euren Tag?

Anjas idealer Start in den Tag beginnt ganz in Ruhe mit einer Tasse Kaffee in der Hand und der Zeitung auf dem Tisch, bevor sie Kinder und Mann weckt.

Heike läuft ihre erste Runde mit dem Hund, bevor sie eine Tasse Chai-Tee trinkt und ihren Mann im Ausland anruft.

Welche drei Eigenschaften schätzt ihr an der anderen am meisten?

  • Anja schätzt an Heike: ihren Ideenreichtum, ihre gestalterische Kreativität und last but not least dass die beiden nicht nur über das Business reden können, sondern auch immer herzhaft zusammen lachen.
  • Heike schätzt an Anja: ihre Wortgewandtheit, ihren Einsatz mit Herz und Seele, ihren (schwarzen) Humor

Ihr habt mitten in der Coronakrise einen Verlag gegründet. Wie ist es dazu gekommen?

Auf Grund dessen, dass wir in unseren Einzelunternehmen in der Hochzeitsbranche durch Corona und die damit einhergehenden Verschiebungen und Stornierungen von bereits gebuchten Hochzeiten nicht so ausgelastet waren wie normalerweise, haben wir während eines Shootings zusammengefunden. Dort haben wir sehr schnell festgestellt, dass wir den gleichen Traum haben, den wir im Team in die Tat umgesetzt haben.

Warum ausgerechnet einen Verlag?

Wir sind beide Leseratten bzw. Bücherwürmer und lieben es, ein Buch/ein Magazin in der Hand zu halten und zu blättern. Uns wurde schnell bewusst, dass wir nur mit einem eigenen Verlag etwas von bleibendem Wert schaffen können.

Ihr habt ein Hochzeitsmagazin auf den Markt gebracht. Wieso habt ihr euch auf Print fokussiert?

Unser Hochzeitsmagazin fokussiert sich auf zeitlose, elegante Hochzeiten. Ein Magazin in Printform ist für uns zeitloser und beständiger als ein PDF. Unsere Kundinnen sollen in unserem Magazin blättern und in Ruhe schmökern können und es in der Handtasche mit zu ihrer besten Freundin tragen. Die Zeit des Lesens ist wertvoll und besonders. In einer sonst sehr digitalisierten Wert ist es umso wertvoller, ein Hochzeitsmagazin in den Händen halten zu können.

Doch auch wir haben als Ergänzung zu unserer Printausgabe einen WHITE WEDDING Blog ins Leben gerufen, der unsere Leserinnen mit wöchentlichen Inspirationen und Ideen rund um ihre Hochzeitsplanung versorgt.

Welche beruflichen Meilensteine gab es bei euch davor?

Anja war lange Jahre Senior Product Manager bei der Traditionsfirma ZWILLING in Solingen tätig, bevor sie sich nach der Geburt ihres ersten Kindes als Traurednerin selbständig gemacht hat. In ihrem eigenen Trau-Blog FreiAnker teilt Anja seit Anfang 2020 ihr gesammeltes Wissen aus den letzten Jahren zum Thema Freie Trauungen mit Bräuten und Traurednern aus ganz Deutschland.

Heike hat sich nach ihrem Lehrende als Beste ihres Jahrgangs direkt als freiberufliche Fotografin selbständig gemacht. Mit Aufträgen im Ausland, bevorzugt Ibiza, hat sie sich einen Traum erfüllt. Heute wird sie als Fine Art Hochzeitsfotografin in Deutschland und der Welt für ihren einfühlsamen und natürlichen Bildstil gebucht.

Was steckt hinter dem Coffee-Table-Book?

Zu Coronazeiten wollten wir ein Buch herausbringen, dass den Zusammenhalt und die Freundschaft zelebriert. Während wir alle gerade “social distancing” praktizieren, wollten wir damit Nähe herstellen. Und was eignet sich hierzu  besser, als ein kleines Coffee-Table-Book als Geschenk für die beste Freundin, Mutter oder Trauzeugin?

Was ist das Ziel eures Verlags?

Neben der jährlichen Herausgabe unseres WHITE WEDDING – The Magazine wollen wir mit unserem Verlag eine Plattform schaffen, der Newcomern, Neuausrichtern und Experten die Möglichkeit gibt, sich ganzheitlicher mit Printmedien ein weiteres Einkommen zu schaffen. Wir denken hier an Imagebroschüren, Kochbücher, Coffee-Table-Books und vieles mehr.

Was ist das Schöne daran, gemeinsam zu gründen?

Gemeinsam ist man weniger allein – frei nach dem Roman von Anna Gavalda.

Wir haben festgestellt, dass man zusammen mehr schafft und mutigere Entscheidungen trifft. Man hat immer einen Ansprechpartner an der Seite, mit der man alles besprechen kann, die kleinen Erfolge zusammen feiert und die Tiefschläge gemeinsam meistert.

Gibt es auch etwas Negatives, im Duo Unternehmerinnen zu sein?

Falls wir irgendwann was Negatives feststellen sollten, melden wir uns noch mal 😉 Ansonsten ist unsere Partnerschaft wie eine gute Ehe aufgebaut – man muss Kompromisse machen können und prüfen, bevor man sich bindet.

Was würdet ihr Frauen raten, die auch im Zweierteam gründen möchten?

Es ist wichtig, dass man sich auf derselben Augenhöhe begegnet und beide Frauen für die Sache “brennen”. Wir glauben, dass Zweierteams nur in einer gleichberechtigten Konstellation funktionieren, in der man sich gegenseitig schätzt und auch offen für ehrliche Worte ist. Ein weiterer unschlagbarer Vorteil unseres “2-Frauen-Teams” sehen wir darin, dass sich unsere Kernkompetenzen so wunderbar ergänzen und wir uns mittlerweile schon fast ohne Worte verstehen.

Zu guter Letzt: Was macht ihr jeweils als Letztes, bevor ihr die Augen schließt?

Da machen wir tatsächlich beide das Gleiche: wir lesen vor dem Einschlafen. Natürlich am liebsten in unserem Magazin.

 

Weiterführende Links:

https://www.whiteweddingmag.de/

https://www.instagram.com/whiteweddingmag/

https://www.facebook.com/whiteweddingthemagazine

https://www.pinterest.de/WHITEWEDDINGMag/

 

Bilder: ©Heike Moellers photography

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