FI: Forgestellt & Inspiration

FORGESTELLT: Christiane Wolff, Gründerin und CEO von Crafty

21. Juli 2020

Christiane kombiniert Handwerk, Innovation und Unternehmertum und möchte das Handwerk sexy machen. Wieso sie über diesen Berufsbereich so schwärmt, wie sie fit in den Tag startet und was sie anderen Gründerinnen rät, lest ihr in diesem Portrait. Ich finde ihre Idee spitze und Christiane einfach wahnsinnig sympathisch und authentisch! Umso mehr freue ich mich, dass sie in unserer FORGESTELLT-Reihe dabei ist.

 

Liebe Christiane, zu welcher Tageszeit bist du am leistungsfähigsten und warum?

Meine Lieblingsuhrzeit zum Denken ist in der Früh. Ich gehe gerne um 7 Uhr ins Fitnessstudio nebenan, danach gibt’s einen heißen Ingwertee mit Zitrone und einen Kaffee und bin ich fit  – und dann ab ins Büro!

Welche drei Eigenschaften schätzt du besonders an Anderen?

Zuverlässigkeit, Respekt und Mut.

Und welche Eigenschaften glaubst du schätzt dein Umfeld an dir?

Meine positive Macherart, mein Netzwerkgen und meine Neugier für Neues.

Du bist Gründerin und CEO bei Crafty. Was genau ist Crafty und wie bist du auf die Idee gekommen?

Crafty ist Handwerkstradition von morgen! Unser Handwerkerunternehmen sorgt für entspannte Kunden und zufriedene Handwerker gleichermaßen. Und das deutschlandweit. Renovieren, Umbauen oder Ausbauen der privaten oder gewerblichen Immobilie werden bei uns zu einem positiven Erlebnis. Denn bei Crafty übernimmt ein Technischer Koordinator die komplette Koordination und Verantwortung für alle gewünschten Arbeiten und fungiert als Bindeglied zwischen Kunde und unseren Handwerker.

Die Kerngewerke Maler, Klempner, Schreiner und Elektriker bilden wir mit eigenen Mitarbeitern ab – weitere Gewerke mit ausgewählten Partnerunternehmen. Aktuell gibt es Crafty in München, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Essen und Düsseldorf – weitere Städte folgen in diesem Jahr.

Mein Co-Geschäftsführer und -Gründer ist Jens Zabel. Er ist auch Geschäftsführer und Gesellschafter der gleichnamigen Unternehmensgruppe aus Essen und dreifacher Handwerkermeister. Mit der Zabel Group, einem Facility Management Unternehmen, und auch aus privater Erfahrung mit der Handwerksbranche hatte er die Idee zu Crafty bereits vor fünf Jahren – und hat mich dann vor eineinhalb Jahren gefragt, ob ich nicht mit einsteigen möchte.

Die Idee von Crafty und auch die Person dahinter haben mich relativ schnell überzeugt – und so bin ich zur Unternehmerin geworden!

Welche beruflichen Meilensteine gab es für dich vor Crafty?

Einige .-) Jugendschutzbeauftrage bei Premiere, Sprecherin der Filmwirtschaft bei der FSK, Führungspositionen in diversen Kommunikationsagenturen und zuletzt Chief Corporate Communications Officer der Serviceplan Gruppe.

Was ist deine Vision für Crafty?

Ich möchte das Handwerk wieder sexy machen!

Diese Branche ist extrem spannend und bodenständig zugleich und da steckt einfach wahnsinnig viel Potential drin. Wir möchten daher mit unserer Idee das Handwerk innovativer, digitaler und nachhaltiger machen und somit zukunftsfähig. Und damit nicht nur unsere Kundinnen und Kunden glücklich machen, sondern auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine tolle berufliche Perspektive bieten. Und Crafty zum deutschlandweiten Handwerkerunternehmen mit mehreren Tausend Mitarbeitern an den relevanten Standorten aufbauen.

Darüber hinaus möchte ich auch im Handwerk mit dem Thema Netzwerk einen Unterschied machen. Und so haben wir bereits mit Crafty und der Handwerkskammer für München und Oberbayern und der IHM, der Internationalen Handwerksmesse, eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen.

Du hast außerdem das Netzwerk „Nettwerk“ ins Leben gerufen. Was genau zeichnet Nettwerk aus?

Das Nettwerk ist mein privates Netzwerk für Führungsfrauen in den Medien und in Kommunikationsberufen. Wir treffen uns in München, Frankfurt und Berlin regelmäßig zum persönlichen Austausch und zu Workshops, Vorträgen und Diskussionen. Ich kenne jedes Mitglied, da ich das Nettwerk bereits vor 20 Jahren gegründet habe und langsam aufgebaut habe – so ist es wie ich finde – ein sehr persönliches und vertrauensvolles Netzwerk geworden.

Zusätzlich hast du 2010 eine Speakeragentur gegründet. Bitte berichte uns doch bitte darüber mehr.

Die Women Speaker Foundation ist der Wunsch, mehr Frauen auf die Bühne zu bringen – denn bis heute sind es meist Männer, die uns auf Veranstaltungen präsentiert werden. Regina Mehler, meine Cogründerin, ist nun Alleinverantwortliche und macht hier seit zehn Jahren einen sensationellen Job, wie ich finde.

Was ist für dich das Schönste daran, Gründerin und Unternehmerin zu sein?

Eine eigene Idee auf die Straße zu bringen und wachsen zu sehen ist einfach mega! Wenn ich das mal so ganz locker sagen darf. Dieses Gefühl, alles selbst in der Hand zu haben – mit allen Höhen und Tiefen – ist großartig und befriedigt enorm.

Wie schaffst du es, all deine Projekte und Visionen unter einen Hut zu bekommen?

Ich bin diszipliniert, schnell und relativ strukturiert. Herausforderung ist dennoch, meine vielen Ideen und Projekte zu bewerten. Und da braucht es auch manchmal einen Kick von außen, alle Ideen anzuschauen, zu diskutieren und auch das ein oder andere Projekt mal nicht umzusetzen.

Ganz ehrlich: Sind deine Akkus auch mal leer? Was machst du dann, um sie wieder aufzuladen?

Ich habe ein recht gutes Gefühl für meinen Körper und meine Leistungsfähigkeit und nehme mir genügend Zeit für Sport, Freunde, Kunst, Kultur und auch Schlafen. Und gesundes Essen natürlich! Und wenn das alles nichts hilft gönne ich mir eine tolle Massage bei meinem Lieblings Spa um die Ecke.

Zu guter Letzt: Was würdest du Frauen raten, die auch so viele (verschiedene) Ideen wie du haben und durchstarten möchten?

Einfach machen! Das meine ich ganz im Ernst. Nicht immer so viel diskutieren, grübeln oder zum Coach rennen. Sich selbst vertrauen, aufs Bauchgefühl hören und los geht’s!

 

Weiterführende Links:

www.crafty.de

Titelbild: ©Christiane Wolff

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