FI: Forgestellt & Inspiration

FORGESTELLT: Ines Eschbacher, Gründerin von punkt & komma

18. Mai 2020

FIELFALT.AT: Auf Ines bin ich aufgrund einer Buchempfehlung gekommen. Sie hat ein Buch über Content Marketing geschrieben, welches absolut empfehlenswert ist. Danach bin ich erst darauf gekommen, dass sie ein Unternehmen in diesem Bereich in Salzburg gegründet hat und tolle Sachen umsetzt. Nach sehr sympathischen Mails mit ihr und dem Team freue ich mich, dass Ines bei unseren Portraits dabei ist und mit positiver Energie von ihrem Alltag und ihrer Gründung erzählt. Vor allem bei der letzten Antwort musste ich kurz innehalten, um sie wirken zu lassen. Unbedingt bis dahin lesen!!

Liebe Ines, wie startest du normalerweise deinen Tag?

Ich starte den Tag mit meiner Familie. Mein zwölf Monate alter Sohn begleitet mich am Morgen bis zur Abfahrt ins Büro. Wir machen uns gemeinsam für den Tag fertig, frühstücken mit Papa und finden immer noch Zeit, ein oder zwei seiner aktuellen Lieblingsbücher zu lesen. Dann geht’s schon los in Richtung Büro. Fahrzeit ist für mich zugleich Qualitätszeit. Ich nütze sie, um mit Freundinnen zu telefonieren oder Podcasts zu hören. Ein kurzes Zeitfenster für mich, das ich mit Dingen fülle, die mir gut tun.

Aktuell ist das „Präsent-Sein“ im Büro noch um einiges aufregender: Nun, nach acht Wochen im Homeoffice, ein besonders schönes Gefühl, wenn ich mein Team wiedersehe und wir Face-to-Face kommunizieren können. Aber wo auch immer ich bin: Um 8:00 Uhr starte ich mit einem Kaffee in den Arbeitstag.

Welche drei Eigenschaften würden deiner besten Freundin spontan einfallen, wenn ich sie zu dir befrage?

Tatkräftig und spontan, optimistisch und intuitiv.

Ich bin ein neugieriger Mensch. Definitiv. Und um das herauszufinden, habe ich sie tatsächlich angerufen, meine beste Freundin, und spontan nachgefragt. Ich muss ehrlich sagen, über ihre Worte habe ich mich sehr gefreut. So etwas hört man ja nicht alle Tage und es ist spannend, wie uns unsere Liebsten charakterisieren. Sie erwähnte insbesondere meine ungebremste Tatkraft, im Sinne von „Wie können wir loslegen“, und meinen Optimismus. Sie meinte, ich schaffe es beinahe in jeder Situation, das Gute zu sehen und optimistisch zu bleiben.

Und welche drei Eigenschaften würde dein Team über dich nennen?

Gute Frage. Aber ich würde sagen: empathisch, verlässlich und pragmatisch.

Wie kam es dazu, dass du punkt & komma gegründet hast?

Um diese Frage ehrlich zu beantworten, muss ich auf zwei Faktoren eingehen. Zum einen steht bei einer Geschäftsidee natürlich immer das Thema an sich im Vordergrund. In meinem Fall war das „Content-Kreation“ in Form von textbasiertem Content und Social-Media-Content. Zum Gründungszeitpunkt war der Markt bereit dafür. Es war genau der richtige Moment, um sich als Content-Expertin zu positionieren. Und hier kam der zweite, wesentliche Faktor mit ins Spiel: meine Persönlichkeit. Ich war jung (unter 30), tatkräftig, optimistisch, pragmatisch und intuitiv. Und … ich hatte noch nicht die Erfahrung, auf die ich heute zurückblicken kann. Insbesondere der letzte Punkt war ausschlaggebend. Ich hatte einfach noch keine Vorstellung davon, was als Unternehmerin alles auf mich zukommen kann. Und das war gut so. Denn somit hatte ich auch keine Angst davor. Ich habe mir aber auch nicht die Zeit genommen, um wirklich jedes Detail durchzudenken, jedes Szenario durchzuspielen. Ich hatte einen sauberen Businessplan, eine Strategie, eine Zielgruppe und ein Kommunikationskonzept. Meine Euphorie war groß, meine Zweifel klein und mit dieser motivierten Haltung habe ich einfach losgelegt. Und heute – sieben Jahre später und um ein 16-köpfiges Experten-Team reicher – kann ich sagen: Es war die beste Entscheidung, meiner Intuition zu vertrauen.

Was genau macht ihr bei punkt & komma?

Wir sehen uns gerne als externes Team für Content & Content-Marketing und betreuen unsere Kunden auf allen damit zusammenhängenden Ebenen – ob als Sparring-Partner, in der Konzept- und Strategiephase oder bei der operativen Umsetzung im Bereich Content-Kreation in Wort und Bild. Hier sind wir insbesondere als Webtexter, in der Social-Media-Betreuung, im Influencer-Marketing und als Visual Storyteller aktiv. Spezialisiert haben wir uns auf die Branchen Tourismus, Genuss und Erlebnis. Seit zwei Jahren sind wir auch verstärkt im Bereich Automotive und Industrie tätig.

Du hast auch ein Buch über Content Marketing geschrieben. Wie kam es dazu?

Jeder hat doch seine persönliche Bucket-List. Auf meiner stand, unübersehbar, ein Buch zu schreiben. Ich wollte ein Werk schaffen, das tatsächlich als Arbeitsbuch verwendet werden kann. Etwas, das Know-how vermittelt, das auch sofort umgesetzt werden kann. Als dann ein Verlag auf mich zukam, haben wir die Idee gemeinsam weitergesponnen und daraus entstand schlussendlich ein Buch, auf das ich sehr stolz bin. Aktuell sitze ich gerade über der Neu-Auflage, die im Herbst 2020 erscheinen soll.

Content Marketing und Content Management ist in aller Munde. Was macht für dich guten Content aus?

Es geht ganz klar nicht um mehr, sondern immer um besseren Content. Und guter Content muss eines können: relevant sein – für den Leser, für den Moment.

Bei all den Projekten, die du betreust, wird dir sicherlich nicht langweilig. Wie erkennst du selbst deine Grenzen und was tust du, wenn du am Limit bist?

Ich nehme mir ganz bewusst ein „Time Out“ und verbringe Zeit mit meiner Familie, fernab von Laptop, Smartphone und Terminplaner. Und ich liebe „Wellnessen“: Es entspannt mich ungemein, in einem schönen Wellnessbereich zu liegen und zu lesen. Ein After-Work-Spa-Abend hilft da oft Wunder.

Was hast du zuletzt gewagt oder ausprobiert und welche private und/oder berufliche Herausforderung möchtest du als nächstes angehen?

Das ist ganz eindeutig und noch gar nicht lange her: Ich habe als CEO ein Baby bekommen.

Meine aktuelle Herausforderung besteht darin, meinen Job, der mir sehr wichtig ist, und meine Rolle als Mutter unter einen Hut zu bringen. Das ist manchmal ein Drahtseilakt. Weil, und da wird mir jede berufstätige Mutter Recht geben, immer wieder mal das Gefühl in einem hochsteigt, beiden Aufgaben nicht zu 100 Prozent gerecht zu werden. Und dennoch versucht man tagtäglich, das Beste zu geben. Doch im Großen und Ganzen läuft es ganz gut und ich kann mich glücklich schätzen, dass ich beides leben und lieben darf.

Zu guter Letzt: Was möchtest du der FIELFALT Community mit auf den Weg geben?

„You know, sometimes all you need is twenty seconds of insane courage. Just literally twenty seconds of just embarrassing bravery. And I promise you, something great will come of it.”

Diesen Spruch – aus dem Film „We Bought a Zoo“ – hatte ich über Jahre als Bild gerahmt an meiner Wohnzimmerwand hängen. Er hat mir sehr oft geholfen, über meinen Schatten zu springen – insbesondere dann, wenn ich Respekt vor bestimmten Situationen hatte. Manchmal muss man einfach machen. Und dann kommt was Gutes dabei raus.

 

Weiterführende Links:

punkt & komma

Website: www.punkt-komma.at

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Ines Eschbacher:

https://www.facebook.com/ines.eschbacher

https://www.instagram.com/ieschbacher/?hl=de

https://at.linkedin.com/in/ines-eschbacher-167396171

https://www.xing.com/profile/Ines_Eschbacher

 

Link zum Buch:

https://www.amazon.de/gp/product/3958455166/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=3958455166&linkCode=as2&tag=ineseschbache-21&linkId=bf94304be3d89e5fb5d8a25971e067b1

 

Bilder: ©punkt & komma

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