FI: Forgestellt & Inspiration

FORGESTELLT: Michaela Moser, Head of Sourcing bei epunkt

10. November 2020

FIELFALT.AT: Durch einen Podcast bin ich auf epunkt gekommen. Da Recruiting zu meiner Passion gehört und ich sofort von der innovativen Herangehensweise von epunkt begeistert war, wollte ich unbedingt jemanden von epunkt für ein Interview gewinnen. Und das hat ganz schnell geklappt. Ich freue mich also sehr, dass Michaela gleich zugesagt hat und neben Job und Familie sich Zeit genommen hat. Was soll ich sagen?! Ich spüre förmlich Michaelas Passion für Sourcing und Personalberatung und ihre positive Einstellung. Gerne mehr davon!

 

Liebe Michaela, wann ist ein Tag für dich gelungen?

Am liebsten sind mir aktive Tage. Wenn sich was tut, was bewegt. Beruflich, wenn man mit dem Gefühl nach Hause geht, Fortschritt gemacht zu haben – Projekte realisiert, produktive Meetings, Kontakte gepflegt oder einfach auch nur mit den eigenen ToDos weitergekommen zu sein. Privat ist ein gelungener Tag, wenn ich eine schöne, gemeinsame Zeit mit meinem Mann und Sohn hatte und wir draußen aktiv waren.

Was würde deine beste Freundin über dich sagen, wenn ich sie zu dir befrage?

Sie würde mich als aktive, gesellige, ausgeglichene und bodenständige Frau beschreiben, die es immer wieder schafft, alle wichtigen Lebensbereiche unter einen Hut zu bekommen und ihre persönlichen Prioritäten klar setzt.

Du arbeitest bei epunkt in Österreich. Was genau macht epunkt?

Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen, die in ihrer Tätigkeit noch keine Freude oder Berufung sehen, mit Unternehmen und Jobs zu matchen, die das erfüllen können. Weil wir uns sicher sind, dass es für jeden Menschen eine Tätigkeit gibt, die ihn mit Freude erfüllt.  Kurz und weniger philosophisch: Wir schaffen diese «Matches» sehr oft und das macht uns zum größten und erfolgreichsten Recruitingunternehmen in Österreich.

Du bist Head of Sourcing. Was genau bedeutet das?

In meiner Rolle bin ich dafür verantwortlich, dass wir aktiv oder latent suchende Kandidaten in CV-Datenbanken und auf Social Media Plattformen ansprechen und mit Ihnen Karrieregespräche führen, um herauszufinden, was die Leute individuell motiviert und begeistern könnte. Nachdem der Fachkräftemangel immer größer wird, versuche ich mit meinem Team immer wieder innovative Wege zu finden, wo und wie wir Kandidaten erreichen. Das macht irrsinnig viel Spaß, weil sich unser Umfeld so wahnsinnig schnell entwickelt und wir immer am Ball bleiben müssen.

Wie kann ich mir deinen Arbeitstag vorstellen?

Mein größtes Glück ist, dass ich selten «typische» Arbeitstage habe – ich schätze diese Abwechslung sehr. Als Führungskraft wirkt man ja immer nach «innen und nach außen». Ich stehe viel in Kontakt mit meinem eigenen Team, den anderen Recruiting Head-of aller Standorte, der Geschäftsführung und unseren Corporate Functions wie Marketing, HR und IT. Aber auch Reporting, Projektcontrolling, Recruiting neuer Teammitglieder, Vor- und Nachbereitung von Teamworkshops und Workload Balancing im Team gehören zu meinen Aufgaben.

Du bist Active Sourcing Award Gewinnerin. Wie ist es dazu gekommen?

Anders als die zwei Jahre davor, war ich 2019 gerade in Elternkarenz und hatte endlich Zeit, mich richtig mit der damaligen Aufgabenstellung auseinanderzusetzen. Es geht beim Active Sourcing Award immer um eine reale Suche für eine soziale Einrichtung. Ein Teil der Aufgabe ist es, die Sourcing Strategie aufzusetzen, Boolean Strings zu erstellen und Suchansätze aufzuzeigen, der andere Teil ist mehr praxisorientiert, da man drei reale, potenzielle Profile inkl. möglicher Ansprachen einreichen muss. An meinem ersten Arbeitstag nach der Karenz habe ich dann erfahren, dass ich gewonnen hatte und ich habe mich richtig gefreut. Es war irgendwie auch eine schöne Bestätigung für mich, dass ich es «eh noch drauf hab», auch wenn ich aktuell kaum mehr operativ tätig bin.

Was fasziniert dich so an dem Themenumfeld Recruiting und Sourcing?

Die Faszination für mich ist, dass man so unterschiedliche Fähigkeiten einsetzt und sich selbst dadurch unausweichlich weiterentwickelt. Man trainiert quasi täglich die rechte als auch die linke Gehirnhälfte. Einerseits ist unsere Tätigkeit geprägt von Kommunikation, Kreativität, Beziehungsaufbau und Empathie, andererseits arbeiten wir ganz stark analytisch, methodisch und data-driven. Es ist eine wahnsinnig spannende Zeit, in Recruiting und Sourcing zu arbeiten. Der «War for talent» ist unser Daily Business und ich liebe es, dass wir uns immer wieder neue Wege überlegen müssen, wie wir ans Ziel kommen.

Wie bildest du dich in deinem Spezialgebiet weiter?

Es gibt eine wahnsinnig tolle Sourcing Community weltweit, die auch im DACH-Raum immer größer wird. Das Schöne ist, dass ganz viele Sourcer ihr Wissen mit großer Selbstverständlichkeit teilen. Nachdem ich selbst auch schon als Speakerin auf nationalen und internationalen Konferenzen eingeladen wurde, konnte ich mir in kurzer Zeit ein wunderbares Netzwerk aufbauen. In Social Media Gruppen und auf Sourcing Blogs erfährt man auch ganz viel über neue Sourcing Hacks. Wenn es um strategische oder Leadership-Themen geht, greife ich aber gern auf mein Netzwerk zurück.

Du bist schon seit 7 Jahren bei epunkt. Was macht epunkt für dich nach wie vor zu einem spannenden Arbeitgeber?

Für mich ist epunkt der beste Arbeitgeber, den ich mir wünschen könnte. Das sage ich auch nach 7 Jahren noch aus voller Überzeugung. Für mich besonders wertvoll sind die flexiblen Arbeitszeiten und das Vertrauen, das mir epunkt und besonders meine Führungskraft entgegenbringt. Es ermöglicht mir, mich beruflich wie privat zu entfalten und gibt mir den Gestaltungsspielraum und Freiraum, den ich als kreativer Geist im Beruf und als Mutter und Familienmensch brauche, um mein Leben so organisieren und gestalten zu können, wie ich es mir wünsche. Von den unzähligen Benefits und den lieben Kollegen mal ganz abgesehen. Außerdem schätze ich, dass unser Eigentümer und CEO Daniel Marwan so ein visionärer Querdenker ist. In einem Unternehmen, das innerhalb der Branche immer drei Schritte voraus sein will, geht es gar nicht ohne Innovation. «Das war schon immer so»… hört man bei uns, zum Glück, ganz selten. In diesem Umfeld fühle ich mich sehr wohl und es mangelt auch nie an Entwicklungsmöglichkeiten.

Was rätst du anderen Frauen, die Personalberatungsumfeld Karriere machen möchten?

Go for it! Es ist ein wunderbarer Bereich, in dem man Einblicke in viele verschiedene Branchen und Unternehmen bekommt und mit vielen Menschen mit unterschiedlichsten Rollenprofilen zu tun hat. Einen Rat, den ich mitgeben kann: Das Unternehmen, für das man arbeitet, sollte man wohlüberlegt auswählen, egal ob in der Personalberatung oder in einer HR-Inhouse Rolle. In Unternehmen, die für potenzielle Kandidaten und Mitarbeiter nicht attraktiv sind, haben es Personalisten oder Personalberater heute ungleich schwerer.

Du hast neben deinem Beruf auch andere Passionen wie Yoga, Klavier, Familie. Wie bringst du alles unter einen Hut?

Das richtige Maß ist entscheidend. Irgendwann habe ich mich hingesetzt und mir einen «optimalen» Wochenplan überlegt. Wie oft Yoga, Treffen mit Freunden und Familie, Sport, Einkaufen etc. Tendenziell packen wir ja eher zu viel als zu wenig in unsere Woche. Den Wochenplan sprechen mein Mann und ich gemeinsam durch und so kommen die wichtigen Dinge nicht zu kurz. Es wäre aber auch gelogen, wenn ich sagen würde, dass es mir jede Woche gelingt.

Zu guter Letzt: Hast du ein Motto, nach dem du lebst?

Ein klassisches Motto habe ich nicht, aber meine Grundsätze in allem, was ich tue sind: Proaktiv sein. Dinge mit Begeisterung und vollem Commitment oder gar nicht machen. Dankbar sein. Genießen.

 

Titelbild: ©epunkt

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